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Protokolle erstellen

Wie erstellt man ein korrektes Protokoll?
















Es gibt verschiedene Formen eines Protokolls. Welche Sie wählen, hängt von der Art der Besprechung, den Teilnehmern und dem Anlass der Sitzung ab.

Die knappste Form ist das Ergebnisprotokoll. Hier werden nur der Beschluss, Termine und Verantwortliche, nicht aber die Entscheidungsfindung dokumentiert.

Die ausführlichste Form ist das Wortprotokoll. In ihm wird jeder Beitrag – auch Zwischenrufe – namentlich niedergeschrieben. Allerdings ist dies im Geschäftsleben sehr ungewöhnlich. Wortprotokolle werden fast ausschließlich von parlamentarischen Sitzungen angefertigt und sind hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die übliche Form eines Protokolls im Unternehmensalltag ist das Verlaufsprotokoll. Der Ablauf der Diskussion wird darin sinngemäß wiedergegeben, so dass der Prozess dokumentiert ist.

Kurzprotokolle sind knappe Verlaufsprotokolle, in denen Redebeiträge nicht namentlich, sondern anonymisiert („es wurde angemerkt, dass“, „ein Teilnehmer äußerte Zweifel..“) festgehalten werden.

Formale Kriterien der Protokollführung

Protokolle werden grundsätzlich im Präsens verfasst, Redebeiträge im Konjunktiv wiedergegeben („Herr Schmidt sagt, das sei falsch“). Alles muss sachlich und wertfrei formuliert werden – die Meinung des Protokollierenden darf man beim Lesen nicht merken.

Im Kopf des Protokolls steht der Name Ihrer Firma. Es ist sinnvoll, alle Protokolle Ihres Betriebs im gleichen Layout zu verfassen, damit Firmenfremde es gleich zuordnen können. Unter das Firmenlogo kommt als Überschrift der Anlass, Ort und das Datum der Sitzung. Also zum Beispiel: „Protokoll der Sitzung der Geschäftsleitung am 29. November 2003 in Stuttgart“.
 
Es folgen die Namen der Teilnehmer. Haben diese besondere Funktionen, werden sie in Klammern hinter den Namen gesetzt: „Klaus Mayer (Vorsitzender), Lisa Möller (Protokollführerin)“.

Beendet wird das Protokoll mit dem Ort und Datum, an dem Sie den Text verfasst haben, Ihrem Namen sowie der Unterschrift der Sitzungsleitung.

Wie es leichter geht

Verfassen Sie das Protokoll am besten so bald wie möglich, denn dann sind Ihnen die Beiträge noch präsent. Außerdem sollten natürlich auch die Teilnehmer der Besprechung möglichst schnell eine schriftliche Dokumentation auf dem Schreibtisch haben.

Der Inhalt muss auch für Dritte, die nicht an der Sitzung teilgenommen haben, klar verständlich sein.

Kennzeichnen Sie Termine und Verantwortlichkeiten deutlich, in dem Sie sie z.B. in einer extra Spalte auf der rechten Seite nochmals hervorheben – das erleichtert den Lesern die Übersicht. Ergebnisse und Beschlüsse müssen unmissverständlich formuliert sein. Variieren Sie Ihre Wortwahl. Protokolle sind ohnehin ein eher trockener Lesestoff – wenn sich dann auch noch Formulierungen wie „sie sagt“ oder „es wird beschlossen“ zum hundertsten Mal wiederholen, wird das Lesen zur Qual.

Die richtige Vorbereitung

Das Mitschreiben in der Besprechung fällt Ihnen leichter, wenn Sie sich gut auf die Sitzung vorbereiten – zum Beispiel, indem Sie das Protokoll der letzten Sitzung oder entsprechende Sitzungsvorlagen vorher lesen und somit wissen, worum es geht. Benutzen Sie einen Laptop, wenn die anderen Teilnehmer sich nicht daran stören. Dann haben Sie Ihr Protokoll direkt nach der Sitzung schon halb fertig.

Bei handschriftlichen Notizen sollten Sie für jeden Tagesordnungspunkt ein neues Blatt beginnen und die Seiten nummerieren. Das erleichtert Ihnen die Übersicht und ermöglicht Ergänzungen.
 
Legen Sie im Voraus bereits Abkürzungen für Fachbegriffe fest. Wenn es eine Sitzordnung gibt, können Sie die Personen durchnummerieren und sich so das Schreiben der Namen sparen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Wenn Ergebnisse auf einem Flipchart mitgeschrieben werden, haben alle Teilnehmer einen Überblick über den Stand der Diskussion. Missverständnisse können gleich geklärt werden – und Sie haben eine gute Vorlage für Ihr Protokoll.