Feierabend – Zeit zum Feiern
Sicher warten auch Sie tagtäglich sehnlich auf den wohlverdienten
Feierabend: die Freizeit genießen, abschalten, Spaß haben oder einfach
relaxen und vor allem die Arbeit endlich Arbeit sein lassen – der
nächste Tag kommt schnell genug.
Jeder braucht eine Pause vom anstrengenden Berufsleben, vom Terminstress
und der oft immer gleichen Tretmühle. Was liegt also näher als nach
Geschäftsschluss einfach abzuschalten – im Kreis der Familie, in den
Armen des Partners oder im wohlig warmen Wasser in der Badewanne.
Trotzdem lassen einen die Probleme oft nicht los, man gerät ins Grübeln
und kann einfach nicht abschalten. Was ist dran am Gerücht, dass es der
Firma schlecht geht? Warum reagiert Frau Müller in letzter Zeit immer so
unwirsch? Wechselt der Chef wirklich in eine andere Abteilung? Und die
neue Kollegin? Man kann sie so schwer einschätzen...
Who are you?
Im Büro lassen sich derartige Fragen nur schwer klären. Es fehlt die
Zeit und die Ungestörtheit für entsprechende Gespräche. Außerdem
entstehen im kleinen Kreis in entspannter Situation oft die besten Ideen
– plötzlich ist das Problem, das einen seit Tagen umtreibt, keines mehr
und man spart sich am nächsten Tag die Grübelei.
Viele agieren nach dem Motto: Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps –
Privates und Geschäftliches gehören demnach getrennt. Schließlich weiß
man nie, was weitererzählt wird. Und außerdem: Wenn der Kollege zum
Kumpel wird, kann man ihm dann noch sagen, dass er einen schlechten Job
gemacht hat, ohne damit auch die Freundschaft zu gefährden?

Auf der anderen Seite bringt man mehr Verständnis füreinander auf, wenn
man sich besser kennt. Wer weiß, dass die Frau des Kollegen eben ins
Krankenhaus eingeliefert wurde, versteht, dass er plötzlich so einsilbig
ist und wird dieses Verhalten nicht auf sich beziehen. Und wer bei der
Kollegin schon mal eine tröstende Schulter gefunden hat, wird sie nicht
abweisen, wenn sie selbst mal nicht mehr weiter weiß. Einer guten
Bekannten sagt man leichter, dass man mit der Zicke aus der
Nachbarabteilung einfach nicht kann. Bei der Gelegenheit erfährt man
dann, dass sie sich von dem Typen in der Poststelle immer angemacht
fühlt. Also übernimmt jede den Gang der anderen – und beide haben es
leichter. Außerdem hilft es im beruflichen Alltag, wenn man die
Reaktionen des Gegenübers einschätzen und einordnen kann.
Also: Nichts wie raus aus der Anonymität!
Kneipe, Dinner, Afterwork-Party
Wie Sie es anstellen, bleibt Ihnen überlassen. Sie können nur einzelne
Kollegen einladen oder den Termin ganz offiziell über das schwarze Brett
bekannt geben – einen geeigneten Ort für ein Treffen zu finden, dürfte
wohl kein Problem darstellen. Viele Diskotheken bieten zum Beispiel
unter der Woche so genannte Afterwork-Partys an, die anders als der
normale Wochenendbetrieb schon um 18:00 Uhr beginnen und auf denen auch
meistens ein Buffet angeboten wird. Gespräche gestalten sich hier
allerdings eher schwierig, dafür kann man sich aber mal richtig
austoben, jede Menge Spaß haben und seine Kollegen von einer ganz
anderen Seite kennen lernen.
Schön essen gehen oder sich noch auf einen Drink in einer Kneipe
treffen, lässt mehr Spielraum, um sich auszutauschen.
Auf der Kegel- oder Bowlingbahn ist beides möglich: Reden und
gleichzeitig feststellen, dass die sonst so ruhige Kollegin plötzlich
nach einem guten Wurf in unbändigen Jubel ausbricht – und der immer
überlegen wirkende Kollege nicht verlieren kann.
Doch egal für welche Variante Sie sich mit Ihren Kollegen entscheiden:
Sie werden sich am nächsten – oder übernächsten – Tag einen viel
fröhlicheren Guten Morgen wünschen und haben zumindest eine
Gemeinsamkeit entdeckt: die Freude am Ausgehen!
Am effektivsten sind solche Treffen übrigens, wenn sie regelmäßig
stattfinden – spontane Verabredungen sind trotzdem jederzeit erlaubt!