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Floskeln in Fremdsprachen

Some things never change
Wer sein Englisch nur selten braucht, kennt die Situation bestimmt: Das Telefon klingelt und der Herr am anderen Ende fragt: „May I speak to Mister Müller, please?“. Und plötzlich sind die letzten Reste der ohnehin mageren Englischkenntnisse vergessen.

Dabei ist hier ist vor allem Coolness gefragt. Sicher haben Sie sich noch nie über die mangelnden Deutschkenntnisse eines radebrechenden Engländers geärgert, sondern haben ihn im Gegenteil freundlich unterstützt und sich gefreut, dass er sich überhaupt die Mühe macht, mit Ihnen in Ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Und wie gerne hören wir den Akzent der Franzosen oder Italiener und finden ihn ausgesprochen charmant. Warum sollte es umgekehrt anders sein? Legen Sie also Ihre Hemmungen ab und reden Sie einfach drauf los. Ihr Gesprächspartner wird Sie schon verstehen.

Bei der Korrespondenz ist es ein bisschen anders. Was schwarz auf weiß steht, sollte nicht unbedingt vor Fehlern strotzen. Doch es gibt garantiert eine Kollegin, die bereit ist, Ihren Brief Korrektur zu lesen.

Damit Sie es wenigstens bei den Standards etwas einfacher haben, helfen wir Ihnen mit den wichtigsten Floskeln:

Briefe

Die korrekte Anrede in geschäftlichen Briefen lautet: „ Dear Mr (oder Mrs.) Miller“.

Im Englischen ist es anders als bei uns üblich, den Betreff, der „ Subject“ genannt wird, nach der Anrede zu vermerken. Man schreibt beispielsweise „We reference to your phone call“, was bedeutet, dass Sie sich auf den vorangegangenen Anruf beziehen.

Fragen stellt man üblicherweise mit den Worten „Could you possibly…?“ und wenn Sie sich zu etwas positiv äußern möchten, schreiben Sie „I would be delighted to…“. Müssen Sie etwas ablehnen, drückt „Unfortunately“ Ihr Bedauern darüber aus.
 
















Am Ende des Briefes entspricht der deutschen Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ das englische „Yours sincerely“.

Anrufe

Erhalten Sie einen Anruf, fragen Sie am besten immer sofort nach dem Namen – in England ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass der Name schon in der Begrüßung enthalten ist: „Who's speaking, please?“.

Möchte der Anrufer mit jemandem verbunden werden, der sich in einer Sitzung befindet, drücken Sie das so aus: „I'm sorry, he's in a meeting.“

Wenn Sie dem Anrufer mitteilen möchten, dass die Leitung gerade besetzt ist, heißt das auf englisch: „I'm sorry, his line is engaged".

Nützliche Phrasen und Redewendungen

Mit einigen Redewendungen kann man gut von anderen sprachlichen Schwächen ablenken. Zudem hilft deren Kenntnis, den Gesprächspartner besser zu verstehen, schließlich sind Redewendungen nicht immer wörtlich übersetzbar.

Ehrenwort – Cross my heart

Können Sie mir folgen? – Are you with me?

Auf gut Glück – Hit or miss

Wir sind quitt – We are even

Andere Länder, andere Sitten – Every land has its way

Hab Geduld – Hold your horses

Alles oder nichts – It`s neck or nothing

Das trifft den Nagel auf den Kopf – That takes the biscuit

Alles zu seiner Zeit – Everything at the proper time

Jetzt wird es ernst – The band begins to play

Eines nach dem anderen – Catching`s before hanging

Aller Anfang ist schwer – It is the first step that is difficult

Komme was wolle – Come hell or high water

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – First come, first saved

Ehre, wem Ehre gebührt – Give credit where credit is due