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Englische Geschäftsbriefe

Die englische Form der Korrespondenz
Grundsätzlich sind Geschäftsbriefe auf englisch nicht das Gleiche wie englische Geschäftsbriefe: Es gibt im internationalen Briefverkehr Unterschiede zwischen amerikanischen und britischen Regeln, wobei Sie bei Ihrer englischen Korrespondenz in alle Welt – außer natürlich in die USA – immer die britische Form benutzen sollten.

Beide unterscheiden sich vor allem in der Schreibweise von Datum und Adresse, der Anrede und Grußformel sowie in der Anordnung der einzelnen Textfelder. Am besten, Sie legen sich entsprechende Vorlagen in beiden Formen an, dann haben Sie es später leichter und müssen nur noch die Inhalte einfügen.

Die Gliederung eines Briefes

Wie bei uns auch, steht in der internationalen Korrespondenz zu Anfang der Briefkopf. In der britischen Form folgt darauf gegebenenfalls das Bezugszeichen, das in den USA erst ganz am Ende eingefügt wird.

Nach dem Datum folgt die Anschrift. Während in Großbritannien die Anrede vor der Betreffzeile steht, dreht man in den USA, wie bei uns auch, die Reihenfolge um.

Dem Brieftext und der Grußformel folgen die Firma, Unterschrift und der ausgeschriebene Name.

Den Schluss bilden die Position und der Anlagevermerk „enc: “ oder bei mehreren Anlagen „encs:“. Beides steht für das englische Wort „enclosure“.

Adresse und Datum

In den USA wie auch in Großbritannien wird, anders als bei uns, die Hausnummer immer vor der Straße angegeben (32 Harbourstreet ); darunter steht der Name der Stadt. In den USA folgt nach der Stadt immer auch der Staat, der meistens abgekürzt wird. Erst dann wird die Postleitzahl genannt.
 
















Da in den USA die Straßenbezeichnungen gerne abgekürzt werden – allerdings immer ohne Punkt –, sollten auch Sie die drei gängigsten in Ihren Briefen verwenden, wobei „St“ für Street, „ Rd“ für Road und „Av“ für Avenue stehen.

In Großbritannien steht die Postleitzahl bei größeren Städten direkt hinter dem Städtenamen. Handelt es sich bei der Anschrift jedoch um eine kleinere unbekannte Stadt, steht vor der Postleitzahl noch das Kürzel der Grafschaft.

Auch die Schreibweise des Datums unterscheidet sich von unserer: In der britischen Form wird der Monat ausgeschrieben und der Tag ohne Satzzeichen vorangestellt (12 october). In den USA steht der Monat, als Zahl oder Wort, vor dem Tag – ohne Punkt –, wobei das Jahr durch ein Komma vom Rest getrennt wird (10/12, 2005).

Übrigens: Das Datum steht nur bei Geschäftsbriefen am linken Rand. Verkehren Sie privat mit einem Engländer oder Amerikaner schreiben Sie es an den rechten Rand.

Anrede und Grußformel

Wie schon erwähnt, steht im englischen Geschäftsbrief die Anrede vor der Betreffzeile – ohne Satzzeichen. Die Betreffzeile muss daher besonders hervorgehoben werden, entweder durch eine Unterstreichung oder mit Großbuchstaben. Nach der Betreffzeile beginnen Sie Ihren Brieftext ebenfalls mit einem großen Buchstaben.

Da in den USA die Anrede wie bei uns nach der Betreffzeile steht, muss diese nicht besonders sichtbar gemacht werden. Nach der Anrede folgt hier aber ein Doppelpunkt, bevor es nach einem Absatz groß weitergeht.

Die Grußformeln unterscheiden sich ebenfalls nur durch die Zeichensetzung. In den USA folgt nach der Grußformel ein Komma, in Großbritannien lässt man das Satzzeichen weg.
 
Die eigentliche Anrede können Sie in beiden Ländern benutzen: „ Mr“ für den Herrn, „Mrs“ für die – verheiratete – Dame. Wenn Sie sich unsicher über den Familienstand Ihrer Briefpartnerin sind, liegen Sie mit dem Kürzel „Ms“ für Frau immer richtig. Übrigens: Um Klarheit zu schaffen, ist es bei Erstkontakten durchaus üblich, sein eigenes Kürzel in Klammern hinter den Namen zu setzen.

Wer seine Sprachbarrieren weiter abbauen möchte, findet weitere Tipps unter den Stichworten: „Floskeln in Fremdsprachen“ und „Englische Berufsbezeichnungen“.



Bildquelle: snygo.com