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Kleine Einführung in das Thema Marketing

Marketing kommt von „Markt“
Der Begriff Marketing leitet sich von „Markt“ ab. Folglich bezeichnet Marketing das unternehmerische Handeln, das sich auf den Markt bezieht. Auch wenn die Aufgaben der Marketingleiter meistens im Wesentlichen Kommunikationsaufgaben umfassen, meint Marketing im eigentlichen Sinne mehr.

Elemente des Marketings sind

- Produktpolitik

- Preispolitik

- Kommunikationspolitik und

- Distributionspolitik

Der „Marketingpapst“ Meffert definiert Marketing als „die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potenziellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten“. Und dabei gilt es, sich mit zwei Hauptfragen auseinander zu setzen:

- Wo liegt der Nutzen der Unternehmensaktivitäten für den (potenziellen) Kunden?

- Wo liegt der Nutzen für das eigene Unternehmen?

Marketing hat also die Aufgabe, Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens kundenorientiert auszurichten und dabei möglichst erfolgreicher als der Wettbewerb zu sein – es geht demnach nicht nur um Werbung, sondern zum Beispiel auch um die Produktentwicklung und Preisgestaltung sowie um einen effektiven Vertrieb – also um alle vier Kernelemente des Marketings.

Marketingplanung

Viele kleine Unternehmen konzentrieren sich in erster Linie auf ihre Unternehmensidee sowie ihre Produkte und denken zu wenig darüber nach, wie sie dieses Angebot an den Mann oder die Frau bringen können. Die Konkurrenz schläft nicht und in der Regel gibt es jede Menge Wettbewerber, die das Gleiche oder Ähnliches anbieten. Also ist es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich möglichst einzigartig, positiv und einprägsam präsentiert. Und dazu muss man die Seiten wechseln und versuchen, sich in seine Kunden und potenziellen Kunden hineinzuversetzen. Warum soll der Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen? Was zeichnet Ihr Unternehmen aus? Warum soll er Sie anderen Unternehmen vorziehen?
 


















Dazu ist es wichtig, erst einmal eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, die die genannten Elemente des Marketingmixes umfasst und den Wettbewerb mit einbezieht. Diese Bestandsaufnahme hilft bei der anschließenden Analyse der eigenen Stärken und Schwächen. Natürlich sollte man es nicht dabei belassen, sondern auch gleich darüber nachdenken, wie man die Stärken ausbauen und kommunizieren und wie man seine Schwächen abbauen könnte. Dieser Schritt führt zur Festlegung von Marketingzielen und dann zur Entwicklung von Marketingmaßnahmen

Marketingziele

Was möchten Sie erreichen? Und bis wann? Differenzieren Sie zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. Definieren Sie diese für alle Marketingbereiche (Produkte, Preise, Kommunikation, Vertrieb) – und versuchen Sie dabei gleichzeitig, sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Achten Sie darauf, dass Ihre Ziele möglichst konkret sind und der Erfolg nachprüfbar und messbar ist. Und: setzen Sie sich realistische Ziele. „Wir wollen unseren Absatz und unseren Gewinn um 200 Prozent steigern und die besten Produkte zu den niedrigsten Preisen anbieten“. „Wir wollen unseren Markt besser durchdringen und gleichzeitig neue Märkte erschließen.“ Klingt alles gut – aber das werden Sie nie schaffen.
 
Vergessen Sie nicht, dass die Marketingziele auch dazu dienen, sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Wenn alle Unternehmen einer Branche sich die gleichen Ziele setzen, sind sie schlussendlich austauschbar und erreichen: Nichts.

Nehmen Sie sich nicht zu viel gleichzeitig vor. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre größte Stärke – oder Schwäche – und arbeiten Sie daran, sie auszubauen – oder zu beheben. Gehen Sie also Schritt für Schritt vor. Wer auf allen Baustellen gleichzeitig aktiv sein will, übernimmt sich leicht – und macht Rück- statt Fortschritte. Konzentrieren Sie sich erst einmal auf das wichtigste Ziel – beispielsweise die Servicequalität – und nehmen Sie sich dann das nächste vor.

Marketingmaßnahmen

Natürlich ist es nicht damit getan, Ziele zu definieren. Man muss auch darüber nachdenken, wie sich diese Ziele erreichen lassen und welche Maßnahmen man dazu ergreifen möchte. Auch hier sollten Sie möglichst konkret und realistisch planen. Besser, sie nehmen sich zu wenig als zu viel vor. Konzentrieren Sie alle Maßnahmen auf das wichtigste Ziel. Wenn Sie dieses dann schneller erreicht haben, als geplant – prima. Nun können Sie am nächsten kurz- oder mittelfristigen Ziel arbeiten.

Alle Aktivitäten kosten in der Regel Geld. Und gute Ideen muss man auch umsetzen können. Bleiben Sie bei der Planung der Maßnahmen also realistisch und überprüfen Sie jeweils, ob Sie sich das Ganze auch leisten können.

Setzen Sie sich feste Fristen und kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihre Aktivitäten auch Wirkung zeigen – und ob der finanzielle und personelle Einsatz in einem realistischen Verhältnis zum Ergebnis steht.
 
Marketingfehler

Der erste und – man glaubt es kaum – gleichzeitig der häufigste Fehler ist bei kleinen Unternehmen, dass sie sich keine oder kaum Gedanken über das Marketing machen. Sie sind so begeistert von ihrer Idee und so überzeugt von ihrem Know-how, dass sie nicht überlegen, wie sie ihr Angebot auf dem Markt unterbringen können.

Ohne Werbung geht es nicht! Es reicht nicht, mit großem Tamtam ein neues Unternehmen zu eröffnen und dann im Alltag vor lauter Stress die Akquise neuer Kunden und die Werbung zu vernachlässigen. Nachhaltigkeit ist angesagt.

Das Unternehmen ist keine Insel! Auch wenn die Grundidee noch so gut ist. Heutzutage gibt es immer jemanden, der mit der gleichen oder einer ähnlichen Botschaft unterwegs ist. Und deshalb ist es umso wichtiger, professionell aufzutreten und dem Unternehmen ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Und dazu gehört ein passender Name und eine professionell gestaltete Geschäftsausstattung.

Zuviel Druck im Kessel lässt ihn platzen. Gigantische Akquiseaussendungen kosten viel Geld. Und Zeit. Denn mit der Aussendung allein ist es nicht getan. Man muss nachtelefonieren. Interessenten schnell und gut betreuen. Und neue Kunden perfekt bedienen. Besser ist es, Schritt für Schritt vorzugehen. Grenzen Sie Ihre Zielgruppe genau ein. Und arbeiten Sie die Adressen nach und nach ab.

Der Wettbewerb schläft nicht. Vergessen Sie nie: Wenn Sie mit viel Wirbel eine Offensive starten, wird das auch Ihre Konkurrenz wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren. Behalten Sie Ihre Mitbewerber also immer gut im Auge und stimmen Sie Ihre Maßnahmen auf deren Aktivitäten ab.



Bildquelle: snygo.com