LeitzKnowHow
Zurück in den Alltag!
 
Wie schön war der Urlaub! Nun sitzen Sie wieder am Schreibtisch – leider –, träumen noch von La Dolce Vita, Sonne, Sandstränden oder kühlen Bergschatten und fassen es nicht: Das E-Mail-Postfach quillt über, auf dem Schreibtisch türmen sich Akten und Post, und noch bevor Sie den Computer hochgefahren haben, klingelt schon das Telefon.
Selbst wenn man seine Arbeit normalerweise liebt, die ersten Tage nach dem Urlaub können sogar wahre Workaholics vor Herausforderungen stellen. Und wenn man nicht aufpasst, ist die ganze Erholung schnell perdu!
Wir geben Tipps, wie Ihnen der Wiedereinstieg schnell und reibungslos gelingt, und wie Sie die in der Ferienzeit gewonnene innere Ruhe möglichst lange erhalten können.
E-Mails und Post
Wenn man nach wochenlanger Abwesenheit zum
ersten Mal das E-Mail-Programm startet, möchte man am liebsten gleich
wieder fliehen: Die Liste der eingegangenen Mails scheint endlos.
Hier kann es helfen, die Mails erst einmal grob nach ihrer Wichtigkeit zu sortieren und sie in entsprechende Unterordner zu verschieben: Welche sind nur zur Info gedacht? Was hat sich bereits erledigt? Was kann einfach an zuständige Kollegen weitergeleitet werden? Die Bearbeitung welcher Mails ist zwar wichtig, aber nicht besonders dringlich?
In einen Unterordner „Telefon“ schieben Sie alle die Mails, die mit einem kurzen Telefonanruf erledigt werden können. Sie müssen sich ja ohnehin bei manchen Kolleginnen und Kollegen persönlich zurückmelden – bei der Gelegenheit können Sie dann gleich die Mail besprechen und sofort mögliche Rückfragen klären. Und weil sie sicherlich auch ein bisschen vom Urlaub erzählen werden, bleiben die Ferienerinnerungen präsent.

Ähnlich wie bei Ihren Mails sollten Sie auch bei Ihrem „realen“ Posteingang vorgehen. Was ist wichtig, was dringend und was kann warten? Gibt es Dinge, die sich schnell am Telefon klären lassen?
Priorisieren
Und wenn der Berg an Arbeit trotzdem immer noch
unüberwindbar hoch erscheint? Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie, sich
einen Überblick zu verschaffen. Setzen Sie Prioritäten: Was muss noch
heute, in den nächsten Tagen, in dieser Woche erledigt werden? Schreiben
Sie To-do-Listen, die Sie entsprechend zuordnen. Und fragen Sie sich bei
jeder Terminanfrage, ob Sie wirklich dabei sein müssen bzw. ob man das
Thema telefonisch nicht schneller besprechen könnte.
Delegieren
Es wird wohl niemand erwarten, dass Sie am ersten
Tag alles erledigen, was sich während Ihrer Urlaubsabwesenheit angestaut
hat. Es hat auch nichts mit Überforderung zu tun, wenn Sie Ihre
Kolleginnen und Kollegen um Hilfe bitten. Die meisten werden Ihnen gerne
helfen. Schließlich waren alle schon in der gleichen Situation – und
hoffen, dass Sie ihnen den Gefallen bei ihrem nächsten Urlaub
entsprechend erwidern werden.
Sprechen Sie notfalls auch mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin und klären Sie, ob vielleicht Aufgaben umdelegiert werden können. Und wenn Ihnen ein Auszubildender oder eine Praktikantin zugeordnet ist, ist nun die Gelegenheit, ihm/ihr mehr Verantwortung zu übertragen – nur so lernt der Nachwuchs dazu!
Überstunden?
Natürlich haben Sie keine Lust, gleich
wieder Überstunden zu schieben. Abends mal länger zu bleiben, kann
allerdings sehr effektiv sein: Wenn keine Meetings mehr anstehen und
Kollegen und Vorgesetzte nach Hause gegangen sind, lässt sich die Arbeit
viel konzentrierter und schneller erledigen. Befreit von dem Gefühl,
dass der Berg an Arbeit Sie zu erdrücken droht, können Sie gut schlafen
und erholt in den nächsten Tag starten.
Zu guter Letzt: nicht stressen lassen!
Selbst wenn Sie gut
organisiert in den Büroalltag einsteigen, kann die Arbeit schnell wieder
in Stress ausarten: Bauen Sie auf Ihre Urlaubserholung. Bleiben Sie
ruhig und versuchen Sie, alles gelassen anzugehen. Ihr schönstes
Urlaubsfoto auf dem Schreibtisch als Erinnerung an weiße Strände oder
sonnige Berge kann Wunder wirken! Darüber hinaus gilt bei Druck und
Anspannung generell das Grundmotto: Think positive!
Sollte auch das nicht helfen: Mit mentalen Trainings und Entspannungstechniken kann man sich das innere Urlaubsgefühl länger bewahren als die Urlaubsbräune. Am Sonntagnachmittag eine Decke und einen Picknickkorb einzupacken und sich eine schöne Sommerwiese zu suchen, hilft sogar, beides zu erhalten: die Bräune und die Erholung.
Bild: fotolia Urlaubsende © Torbz