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Wussten Sie schon...?

... woher Juli und August ihren Namen haben?
Beide Monate sind nach römischen Staatsmännern benannt – der Juli im Jahr 44 v. Chr. nach Julius Cäsar, von dem der heutige Kalender in seiner Grundform stammt, und der August im Jahr 8 vor Chr. nach Kaiser Augustus, der in diesem Monat zum ersten Mal Konsul wurde. Im Rahmen der Umbenennung bekam der August auf Kosten des Februars einen 31. Tag hinzu – damit er gleichlang ist wie der ihm vorausgehende Juli und beide Staatsmänner in gleicher Weise gewürdigt werden. Damit nicht drei Monate mit 31 Tagen aufeinanderfolgen, wurden gleichzeitig der September um einen Tag verkürzt und die auf ihn folgenden Monate Oktober, November und Dezember bis zum Jahresende im Wechsel 31 – 30 – 31 angepasst. So erklärt sich die Monate unseres Kalenders so unregelmäßig lang sind.
 

.... warum die Hoffnung grün und ein Newcomer ein Greenhorn ist?
Weil im Frühling die Natur erwacht und man früher wirklichen Grund zur Freude hatte, den Winter überstanden zu haben, wird das sprießende Grün mit Freude und Hoffnung gleichgesetzt – auf Wärme, Licht, frisches Obst und Gemüse sowie eine gute Ernte im Herbst. Und deshalb sagt man, dass man „auf einen grünen Zweig“ kommt, wenn man Probleme überwunden hat. Deshalb darf man bei einer grünen Ampel losfahren und nicht bei einer gelben. Und deshalb ist die „grüne Seite“ die des Herzens, und die Aufforderung „komm an meine grüne Seite“ eine freundliche. Umgekehrt gilt: Kann man jemandem nicht besonders gut leiden, dann ist er einem „nicht grün“.

Doch Grün ist nicht nur die Farbe der Hoffnung, sondern auch die des Friedens, der Heilung, der Ruhe. Was wirkt beruhigender, als auf einer Bank in der Sonne zu sitzen und die grüne Natur zu genießen? Kein Wunder also, dass in Operationsräumen grüne Kittel und Hauben getragen werden. Übrigens ist Grün auch die Farbe des Islam. Ist doch das versprochene Paradies ein grünes – und keine trockene gelbe Wüste.

Gleichzeitig steht Grün allerdings auch für Unreife – man denke nur an grünes Obst. Und deshalb nennt man einen Menschen ohne große Berufs- oder Lebenserfahrung einen Grünschnabel – oder ein Greenhorn. Doch warum steht Grün auch für Gift – warum gibt es nur Giftgrün, nicht aber Giftblau oder -rot? Weil unreifes Gemüse ungenießbar ist. Und weil zum Grünfärben von Tuch oftmals giftige Stoffe eingesetzt werden mussten.
 

... woher die Redewendung „blaumachen“ stammt?
Die Formulierung „blaumachen“ im Sinne von „schwänzen“ lässt sich auf das Mittelalter zurückführen. Zum Blaufärben von Stoffen brauchte man nicht nur die Blätter der Pflanze Waid, sondern auch Sonnenschein, viel Zeit – und menschlichen Urin. Besonders gut wurde die Farbe, wenn die Männer vorher Alkohol getrunken hatten. Früher oder später lagen alle betrunken in der Sonne und warteten auf das Ende des Färbeprozess. Im Laufe der Zeit wurde „Blau machen“ im Sinne von „Stoffe blau färben“ dann übertragen auf „blau machen“ im Sinne von „faulenzen“ und „blau sein“ gleichgesetzt mit „einen Rausch haben“. Gleichzeitig war die Farbe Blau früher die Farbe der Verstellung, der Lüge und der Täuschung – daher auch die Redewendung „Das Blaue vom Himmel herunterlügen“. Und so kommt es, dass man „blau macht“, wenn sich jemand einen freien Tag erschwindelt.
 

...ob es die oder das Nutella heißt?
Die Frage, welcher Artikel dem beliebten Brotaufstrich zugeordnet wird, sorgt an Frühstückstischen immer wieder für Diskussionsstoff. Nach Meinung des Herstellers ist es Geschmackssache, welchen Ar-tikel man verwendet, da der Produktname ein Fantasiewort ist.

Sprachlich korrekt ist allerdings „die Nutella“. Denn Produktnamen erhalten in der Regel den Artikel der Produktgruppe, aus der sie stammen. So heißt es beispielsweise „der Uhu“ (der Klebestift), „die Colgate“ (die Zahnpasta) oder „das Becks“ (das Bier). Nutella ist ei-ne Schoko-Haselnuss-Creme – und folglich verwendet man den weiblichen Artikel.
 

...warum die Banane krumm ist?
Beliebte Frage – einfache Antwort: Die einzelnen Bananen wachsen, dicht aneinander gereiht und von großen Blütenblättern bedeckt, seitlich an der Fruchtstaude heraus und sind somit zunächst gerade. Nach einiger Zeit fallen die Blütenblätter ab, die Bananen recken sich wie kleine Sonnenanbeter dem Licht entgegen und erhalten dadurch ihre charakteristische Krümmung.
 

...warum Freitag der 13. als Unglückstag gilt?
Eine mögliche Erklärung ist auf die Bibel zurückzuführen: Dort wird von 13 Personen berichtet, die am Abendmahl teilnahmen. Judas war der 13. und – derjenige, der Jesus kurze Zeit später verriet. Doch es gibt noch eine weiteren Herleitung: Freya, nach der unser Freitag benannt ist, war die Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin der Germanen. Damals wurde die Zeit in „Monden“ gemessen. Somit hatte ein Jahr 13 Mondmonate, was gleichzeitig Freyas heilige Zahl symbolisierte. Mit der Einführung des Sonnenkalenders wandten sich die Menschen von der ursprünglichen Zeitrechnung ab und begannen, andere Götter anzubeten. Doch sie fürchteten die Rache Freyas. Und Freitag, der 13., ehemals Tag der Liebe und Fruchtbarkeit, wurde so zu einem ungeliebten Unglückstag.
 

... woher die Redewendung „jemandem auf den Schlips treten“ kommt?
Ursprünglich war hier gar nicht der Schlips, sondern der Slip gemeint. So bezeichnete man früher allerdings nicht Unterwäsche, sondern den letzten Zipfel am langen Frackschoß, auf den man im Gedränge bei seinem Vordermann schon mal treten konnte. Als dann im 19. Jahrhundert der Frack aus der Alltagsmode verschwand und sich für Krawatten die Bezeichnung „Schlips“ durchsetzte, passte man die Redensart einfach klanglich an – auch wenn der eigentliche Sinn nun kaum mehr nachvollziehbar ist.
 

... warum man Anführungszeichen auch „Gänsefüßchen“ nennt?
Die Buchdrucker nannten die Zeichen, die eine direkte Rede oder etwas „so genanntes“ markieren, Zitierzeichen. Im 18. Jahrhundert sprach man dann von Anführungszeichen. Gleichzeitig tauften die Setzer sie bildhaft Hasenöhrchen. Der Dichter Jean Paul führte schließlich den Begriff Gänsefüßchen ein. Er wollte sich damit über die Gelehrten lustig machen, die ihre Reden und Aufsätze mit Zitaten überfrachten, um damit zu zeigen, wie belesen sie sind.
 

... wie man die Einwohner Maltas und Zyperns bezeichnet?
Die Bewohner Maltas nennt man im Deutschen Malteser. Ihre Sprache – maltesisch – ist dem arabischen verwandt, wird aber mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Für Verwirrung kann sorgen, dass die Malteser ihren Namen mit den Angehörigen des Malteserordens teilen – und mit einer Zwerghunderasse.

Zypern ist leider immer noch geteilt und das wirkt sich auch auf den Namen der Bewohner aus. Generell nennt man sie „Zyprer“. Als „Zyprioten“ werden nur die Einwohner des griechischen Teils der Insel bezeichnet.
 

... dass hinter den Nummern der deutschen Autobahnen eine durchdachte Struktur steckt?
A 8, A 81, A 5: Die Nummern, mit denen die Autobahnen bezeichnet werden, sind keineswegs beliebig. Autobahnen mit geraden Zahlen führen immer von West nach Ost bzw. umgekehrt, während Autobahnen mit ungeraden Zahlen von Nord nach Süd bzw. von Süd nach Nord verlaufen. Zudem kann man an den Zahlen erkennen, wo sich die Autobahn befindet. Je höher die Zahl um so südlicher verläuft die Strecke: 1er-Autobahnen befinden sich demnach in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg, die Autobahnen mit einer 9 dagegen in Bayern.
 

...woher das Dollarzeichen stammt?
Es gibt verschiedene Erklärungsversuche. Die gängigste Theorie ist die, dass sich das Dollarzeichen vom spanischen Peso ableitet: Der zu im zu den spanischen Kolonien gehörenden New Orleans lebende irische Einwanderer Oliver Pollock wickelte – wie viele andere auch – die meisten Geschäfte in Pesos ab und benutzte als Abkürzung für diese Währung ein mit einem S verschlungenes P. Daraus wurde dann das im Laufe der Zeit das „$“.
 

... eine Stellen- von einer Arbeitsplatzbeschreibung unterscheidet?
Eine Stellenbeschreibung definiert die Tätigkeitsfelder einer Stelle. Man findet sie zum Beispiel – kurz und allgemein gehalten – in Stellenanzeigen.

Eine Arbeitsplatzbeschreibung hingegen beschreibt die ganz konkrete Arbeit bis ins Detail, meistens wird der Umfang einzelner Tätigkeiten sogar mit einer Prozentzahl angegeben (Schreibarbeiten, Organisation etc.). Arbeitsplatzbeschreibungen werden unter anderem zur Einstufung in Gehaltsgruppen herangezogen.
 

...dass Bulle und Bär die Tendenz an der Börse symbolisieren?
Wenn in Börsenberichten von Bulle und Bär die Rede ist, geht es dabei keineswegs um tierischen Beistand oder Glückssymbole. Von einem Bullen bzw. bullish spricht man, wenn Aktienkurse steigen – denn ein Bulle stößt beim Angriff mit seinen Hörnern von unten nach oben. Als Bär oder bearish wird eine gegenteilige Börsentendenz bezeichnet, genauso wie ein Bär im Angriffsfall mit seiner Tatze von oben nach unten zuschlägt – Tendenz absteigend!
 

...dass die Auskunft jetzt auch anhand der Telefonnummer den Namen preisgibt?
Seit August kann man aufgrund einer Gesetzesänderung bei der Auskunft auch den dazugehörigen Namen erfragen, wenn man die Telefonnummer angibt. Um von diesem Service ausgeschlossen zu werden – schließlich kann damit auch grober Unfug getrieben werden – müssen Sie auf das Schreiben, das Ihnen von der Telekom zugesandt wird, unbedingt reagieren, sprich: Schriftlich oder telefonisch Ihren Namen aus der neuen Inverskartei nehmen lassen. Ignorieren Sie den Schrieb, sind Sie darin aufgenommen.
 

...wie man herausfindet, dass 100 Norwegische Kronen ganz genau 12 Euro ergeben?
Seitdem ein Großteil der Europäischen Länder seine Währung auf Euro umgestellt hat, verliert man andere Währungen und Wechselkurse innerhalb und außerhalb Europas mehr und mehr aus den Augen. Wer aber doch mal einen Eurobetrag in Kronen, Zloty oder türkische Lira umrechnen muss, findet im Internet zahlreiche Währungsrechner, wie zum Beispiel yahoo! Finanzen , die auch bei ganz exotischen Währungen weiterhelfen!
 

...dass für Rechnungen neue gesetzliche Bestimmungen gelten?
Seit Januar 2004 ist es nach § 14 Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes Pflicht, dass auf Rechnungen die Steuer- oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und eine fortlaufende Rechnungsnummer vermerkt ist. Die Ust.-Id. erteilt das Bundesamt für Finanzen. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass niemand mit Ihrer Steuernummer Schindluder treibt, sollten Sie vorsichtshalber diese Nummer angeben.
 

...dass das Adresskürzel „es“ auf eine spanische Homepage hinweist?
Wer oft im Internet surft, hat sich sicher schon gefragt, um welche Ländernamen es sich bei den Abkürzungen hinter der Internetadresse handelt. Am häufigsten trifft man auf die Kürzel „at“ für Österreich, „ch“ für die Schweiz oder „fr“ für Frankreich. Endet die Homepage mit „ie“, kommt sie aus Irland, mit „it“ aus Italien, „dk“ steht für Dänemark und „gr“ für Griechenland. Seiten mit „nl“ kommen aus Holland, „be“ aus Belgien und in die Ukraine schließt mit „ua“.
 

...dass Google auch rechnen kann?
Die Suchmaschine Google kann seit neuestem nicht mehr nur recherchieren, sondern auch rechnen. Das Tolle dabei ist: Man kann die Rechenaufgabe einfach in das Suchfeld eingeben und das Programm sucht sofort nach der richtigen Lösung. Google beherrscht nicht nur die Grundrechenarten, sondern löst auch komplexe Aufgaben. Über den Info-Button gelangt man schnell zum Lösungsweg und zu exakten Erklärungen!
 

...dass die Rechtschreibreform das „ß“ keineswegs aus dem Duden verbannt hat?
Ganz ist das gute, alte scharfe S nicht aus dem Wörterbuch verschwunden – die Regeln wurden allerdings geändert. Und das in diesem Fall sogar zum Leichteren! Während jetzt nach einem kurzen Vokal immer ein doppeltes S folgt, wie zum Beispiel bei „dass“, „Schluss“, „Schloss“ oder „vermissen“, steht hinter langen Vokalen, Doppel- und langgesprochenen Umlauten weiterhin ein ß. „Fuß“, „Strauß“, „Straße“ „Grüße“ „heiß“, „mäßig“, oder „süß“ schreibt man also immer noch mit ß.
 

...dass das Kürzel „c/o“, das manchmal bei Adressen verwendet wird, aus dem Englischen stammt?
Man benutzt es, um deutlich zu machen, dass eine Person unter einem anderen Namen auf dem Briefkasten zu finden ist, z.B. „Lisa Maier; c/o Firma Schmidt“. Ausgeschrieben bedeutet „c/o“ „in care of“, was wörtlich übersetzt soviel heißt wie „unter der Obhut von“.
 

...dass Sie in China keinesfalls einen schneidenden Gegenstand als Gastgeschenk mitbringen sollten?
Alle Schneidewerkzeuge sind dort Symbole für etwas Trennendes, Einschneidendes und werden als negatives Omen für das bevorstehende Treffen gewertet.
 

...dass in Finnland längere Sprechpausen ein fester Bestandteil jeder Konversation sind?
Es ist daher sehr unhöflich, dem Gesprächpartner in eine dieser Pausen hineinzusprechen und wird von den meisten Finnen als aggressives Verhalten im Dialog gewertet.