Die Evangelisten berichteten, dass Jesus während des jüdischen
Passahfestes gekreuzigt wurde – und das wird beim ersten
Frühlingsvollmond gefeiert. Entsprechend fällt der Ostersonntag immer
auf den Sonntag, der dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsbeginn folgt
– frühestens also auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Die
Woche vor Ostern wird Karwoche und die Woche nach Ostern Osterwoche
genannt.
Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch 40 Tage vor dem Karsamstag
– in Erinnerung an die Zeitspanne, in der Jesus fastete. Weil die
Sonntage als eine Art Feiertag beim Fasten nicht mitgerechnet werden,
fällt der Faschingsdienstag folglich auf den 47. Tag vor Ostern. 2008
sind es wegen des Schaltjahres 48 Tage.
Himmelfahrt wird vierzig Tage nach Ostern gefeiert, also am sechsten
Donnerstag nach Ostersonntag.
Pfingsten geht auf das jüdische Wochenfest zurück, das fünfzig Tage nach
Passah gefeiert wird. Im 4. Jh. n. Chr. wurde Pfingsten zum Fest des
Heiligen Geistes – begangen 50 Tage und damit am siebten Sonntag nach
Ostern.
Es folgt Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten und also 60
Tage nach dem Ostersonntag. Der Donnerstag wurde in Erinnerung an das
letzte Abendmahl am Tag vor der Kreuzigung Jesu (Karfreitag) gewählt.