Richtig gesucht, ist halb gewonnen!
Sie befinden sich in der Minderheit. Und das ist für Sie durchaus von
Vorteil: Arbeitsuchende gibt es viele und freie Stellen wenige. Also
sollten Sie eigentlich aus einer Vielzahl von Bewerbungen wählen können.
Doch diese Annahme stimmt nicht unbedingt, denn Sie möchten ja nicht
irgend jemand einstellen – sondern den oder die Beste!
Früher hatte das Arbeitsamt ein Monopol für die Vermittlung von Stellen.
Heute kann man völlig legal auch Personalberatungen mit der Suche
beauftragen. Und zudem bietet das Internet eine weitere schnelle Form
der Bekanntmachung. Doch jede Methode hat Ihre Vor- und Nachteile. Und
deshalb sollte man sich gut überlegen, mit welcher oder welchen man am
besten fährt.
Ist eine Suche überhaupt notwendig?
Bevor Sie sich auf eine zeitraubende Suche machen, sollten Sie mal
darüber nachdenken, ob Sie nicht vielleicht jemanden kennen, der für den
Job geeignet wäre. Gab es vielleicht unter den Blindbewerbungen, die
immer wieder bei Ihnen eingehen, einen geeigneten Kandidaten, dem Sie
leider kein Angebot machen konnten, als er sich bei Ihnen gemeldet hat?
Oder gibt es in Ihrem Bekanntenkreis eine Person, die auf Arbeitssuche
ist und sich für den Job eignen würde? Falls nicht, sollten Sie auf
jeden Fall in Ihrem Umfeld möglichst breit streuen, dass Sie einen neuen
Mitarbeiter suchen. Denn Empfehlungen von Partnern oder Bekannten sind
immer von Vorteil – sie kennen die Person und können sie besser
einschätzen als Sie nach einem kurzen Bewerbungsgespräch.
Die Bundesagentur für Arbeit
Auch nach dem Fall des Monopols vermittelt das Arbeitsamt – heute
Bundesagentur für Arbeit – natürlich noch Stellen und hilft dadurch
nicht nur Arbeitssuchenden einen geeigneten Job, sondern auch
Unternehmen einen passenden Mitarbeiter zu finden. Was früher noch eine
persönliche Vorsprache verlangt hat, ist heute wesentlich einfacher
geworden.
Unter
www.arbeitsagentur.de
können Sie nach der Registrierung Ihre freie Stelle direkt ins Internet
einspeisen sowie die dort eingestellten Bewerbungen sichten. In diese
Datenbank sind auch externe Jobbörsen integriert. Und das Ganze kostet
Sie nichts!
Das Internet
Nicht nur das Arbeitsamt vermittelt Stellen über das Internet. In
letzter Zeit schießen so genannte Web-Jobbörsen wie Pilze aus dem Boden.
Wenn Sie Ihr Angebot in eine dieser Börsen eintragen, können sich
Arbeitssuchende direkt per E-Mail, Post oder telefonisch an Sie wenden –
ganz wie Sie dies möchten. Das spart Zeit, doch Sie sollten sich darauf
gefasst machen, dass Sie voraussichtlich auch Bewerbungen erhalten, die
nicht zu Ihrem Stellenprofil passen. Manchmal müssen Sie außerdem eine
Gebühr leisten. Und: es besteht die Gefahr, dass Datensammler Ihre
Angaben nutzen, um Ihnen unerwünschte (elektronische) Post zuzusenden.
Anders, wenn Sie sich selbst im Internet auf die Suche machen –
wahrscheinlich finden Sie dort den einen oder anderen passenden
Kandidaten, mit dem Sie sich dann ebenfalls per E-Mail in Verbindung
setzen können. Das Durchforsten der Angebote kostet allerdings viel Zeit.
Stellenanzeigen
Suchanzeigen in Tageszeitungen zu schalten, hat den Vorteil, dass Sie
mit Ihrer Anzeige gleichzeitig auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen und
werben können. Hier kommt es darauf an, möglichst genau zu beschreiben,
wer Sie sind und was bzw. wen Sie suchen. Lesen Sie dazu mehr unter dem
Stichwort "Stellenanzeigen".
Personalberatungen
Wer wichtige Positionen auf Führungskräfteebene zu vergeben hat, kann
auch eine Personalberatung einschalten. Dann übernehmen geschulte und
kompetente Fachleute die Suche für Sie. Manche Personalagenturen (oder
einzelne Mitarbeiter) haben sich sogar auf eine Branche spezialisiert
und kennen sich daher in diesem Segment besonders gut aus.
Zuerst erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Berater ein Profil, das als
Basis für die Suche dient. Dann müssen Sie eigentlich nur noch warten,
bis die Personalberatung Ihnen die besten Bewerber präsentiert.
Das von Ihnen beauftragte Unternehmen macht sich auf die Suche und führt
mit den infrage kommenden Kandidaten Bewerbungsgespräche. Nur die besten
– meistens drei – werden Ihnen dann vorgestellt. Sie müssen sich nur
noch entscheiden – und auch dabei wird Sie Ihr Berater unterstützen.
Falls Ihnen keiner der Bewerber zusagt, geht es in die zweite Runde.
Was wie ein Traum klingt, hat leider auch einen Haken: der Preis. Da
hinter der Methode viel Arbeit und Know-how steckt, ist das Ganze
ziemlich teuer. Bei hochdotierten Stellen lohnt es sich allerdings
trotzdem. Denn eine falsche Entscheidung kann Sie auch viel Geld – und
Nerven – kosten.