Themen

 
Deutschlands beste/r Sekretär/in

 
Downloads, Newsletter

 

Wie darf ich stören?

Wie man stört, ohne zu stören
Niemand möchte gerne ein Störenfried sein. In manchen Fällen lässt es sich aber einfach nicht vermeiden. Wenn Sie z.B. äußerst wichtige Informationen benötigen oder Ihr Chef in einer Krisensituation sofort handeln muss, können Sie nicht warten, bis die Sitzung vorbei ist. Wie aber stört man, ohne zu stören? Klar, dass das eigentlich nicht geht. Aber man kann versuchen, die Störung möglichst gering zu halten, indem man so dezent agiert, dass die Sitzung nur kurz unterbrochen wird und ohne langes „Wo waren wir stehen geblieben?“ fortgesetzt werden kann.

Wenn es nicht anders geht

Klären Sie mit Ihrem Chef im Vorfeld ab, in welchen Fällen Sie bei Besprechungen hereinkommen dürfen oder sogar müssen. Denn auch wenn er generell die Anweisung „Keine Störung!“ gegeben hat, kann es gut sein, dass er bei einer bestimmten Person oder in einem genau definierten Fall eine Ausnahme macht. Das sollten Sie natürlich unbedingt wissen.

Sprechen Sie ebenfalls vorher ab, wann Sie z.B. Kaffee oder Gebäck nachreichen sollen. Vereinbaren Sie einen geeigneten Zeitpunkt oder ein Zeichen, das Ihnen signalisiert, dass Sie hereinkommen können, ohne mitten in eine kritische Gesprächsphase zu platzen.

Muss man anklopfen?

Auch dies sollten Sie mit Ihrem Chef besprechen. Zwar haben wir alle einmal gelernt, dass man anklopfen muss, ehe man einen Raum betritt, in manchen Fällen ist es jedoch sinnvoller, einfach nur schnell „hineinzuhuschen“. Denn das Anklopfen lenkt die Aufmerksamkeit weitaus stärker auf Ihre Anwesenheit und unterbricht damit die Sitzung in besonderen Maße. Wenn Sie allerdings wissen, dass vertrauliche Dinge diskutiert werden, sollten Sie sich bemerkbar machen, bevor sie den Raum betreten – so geben Sie den Teilnehmern die Möglichkeit, ihr Gespräch zu unterbrechen.
 
Erklären Sie Ihr Anliegen zügig und entschuldigen Sie sich nicht ausführlich für die Störung. Denn dadurch stören Sie nur noch mehr.

Nachrichten hinterlassen

Egal, wie dringend es der Anrufer auch macht: Stellen Sie grundsätzlich keine Anrufe in den Sitzungsraum durch – es sei denn, Ihr Chef hat dies ausdrücklich verlangt. Im äußersten Notfall können Sie das Anliegen des Anrufers auf einen Zettel schreiben und diesen Ihrem Chef kommentarlos hereinreichen. So kann er selbst entscheiden, wie er weiter vorgehen möchte. Wichtig hierbei: Schreiben alle notwendigen Informationen vollständig auf. Halblaute Nebengespräche sind äußerst störend. Und nebenbei auch unhöflich und womöglich indiskret.

Absichtliche Störungen

Es kann auch vorkommen, dass Ihr Chef Sie um eine Störung bittet. Etwa, um das Gespräch abzukürzen und einen Gast elegant hinaus zu katapultieren. In diesem Fall darf die betroffene Person dies natürlich keinesfalls merken! Ob Sie solche kleinen Schwindeleien mitmachen, müssen Sie selbst entscheiden. Wenn Sie sich allerdings unwohl dabei fühlen, sollten Sie Ihrem Chef das sagen und ihn bitten, eine andere Lösung zu finden.