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Vorstellen

Vorstellen oder bekannt machen?
Ständig treffen Sie im Alltag auf unbekannte Menschen. Im privaten Umfeld können Sie sich dabei meist informell vorstellen. Bei einem geschäftlichen Kontakt hingegen sollten Sie eine gewisse Form wahren.

Den meisten ist der Unterschied zwischen „vorstellen“ und „bekannt machen“ gar nicht bewusst. Während kaum jemand „Darf ich Sie mit mir bekannt machen?“ fragen würde, ist der Satz: „Ich möchte Sie gerne einander vorstellen“ öfter zu hören. Wenn Sie sich diesen kleinen Fauxpas nicht leisten wollen, achten Sie darauf, dass Sie nur sich selbst vorstellen können – Dritte machen Sie miteinander bekannt.

Sich selbst vorstellen

Wenn Sie sich vorstellen, sollten Sie dies am besten mit Ihrem Vor- und Nachnamen tun. So geben Sie Ihrem Gegenüber mehr Zeit, sich auf Ihre Stimme einzustellen und Ihren Nachnamen besser zu verstehen. Wenn Sie Ihren Namen mehrmals nennen müssen – zum Beispiel bei Tagungen oder auf Empfängen – können Sie den Vornamen auch weglassen. Bei Einzelpersonen wirkt das dagegen unhöflich.
 
















Die Formulierung „Ich bin Sabine Muster“ ist die neutralste Floskel. Übrigens spricht man von sich selbst nie als „Herr“ oder Frau“, diese Anrede ist ausschließlich Dritten vorbehalten. Stellen Sie sich deshalb nicht als „Herr Müller“ oder „Ich bin Frau Maier“ vor. Etwas förmlicher und daher bei offiziellen Anlässen passend ist die Wortwahl „Mein Name ist Susanne Schulze“. Und: Wenn Sie einen akademischen Titel haben, sollten Sie trotzdem darauf verzichten, ihn zu nennen – das wirkt arrogant.

„Who is who?"

Im geschäftlichen Umfeld entscheidet grundsätzlich die Hierarchie darüber, wen Sie mit wem bekannt machen. Das heißt: Stellen Sie den neuen Auszubildenden Ihrem Chef vor – und nicht andersherum.

Eine Ausnahme sind ausländische Gäste. Unabhängig vom Rang wird in diesem Fall als Zeichen des Respekts der Name des Gastes zuerst genannt. Wichtig ist natürlich, dass Sie in der Lage sind, ihn auch korrekt auszusprechen. Informieren Sie sich also am besten vorher.

Wenn Sie zwei Personen miteinander bekannt machen, sollten Sie den akademischen Titel auf jeden Fall mit nennen – und ihn, wenn Sie sich mit der betreffenden Person unterhalten oder über sie sprechen, als Namensteil berücksichtigen.

Wie Sie richtig reagieren

Und wenn Sie selbst mit jemandem bekannt gemacht werden oder sich Ihnen jemand vorstellt? Höflichkeit ist ein selbstverständliches Muss. Ein kurzes „Ich freue mich“ oder auch nur ein Nicken kombiniert mit einem freundlichen Lächeln legen den Grundstein für eine angenehme Atmosphäre. Ein Händedruck mit Blickkontakt gehört ebenfalls dazu – für Männer und Frauen gleichermaßen. Das früher in dieser Situation übliche „Angenehm“ wirkt heute übrigens ziemlich antiquiert und bringt Sie in den Verdacht, altmodisch zu sein.

Wenn Sie den Namen Ihres Gegenübers nicht verstanden haben – fragen Sie lieber gleich nach. Das ist auf jeden Fall weniger peinlich, als ihn später falsch auszusprechen oder sich verbal zu verrenken, um eine Namensnennung zu umgehen.