Für die Zukunft alles Gute
Keine einfache Situation: Ein Mitarbeiter oder Kollege geht in seinen
wohlverdienten Ruhestand oder wechselt zu einem anderen Unternehmen.
Klar: In seinen letzten Wochen und Tagen gibt es noch allerhand zu tun.
Ein Nachfolger muss angelernt, laufende Jobs müssen abgewickelt oder
übergeben, Kunden und Geschäftspartner vom Wechsel informiert werden.
Doch irgendwann ist er dann da – der letzte Tag. Und niemand weiß so
recht, wie man mit dieser Situation umgehen soll. Schließlich kann man
ihm am Feierabend ja schlecht wie sonst einfach „Tschüß“ zurufen. Wie
wär’s mit einer kleinen Rede? Oder einem Umtrunk? Doch offensichtlich
hat in der Hektik der Vortage niemand etwas geplant – oder sich keiner
dafür zuständig gefühlt...
Stilvoll verabschieden
Dass und wann ein Kollege oder Mitarbeiter die Firma verlässt, weiß man
ja zum Glück schon einige Zeit vorher. Klären Sie also rechtzeitig, wer
sich um die Organisation einer kleinen Zeremonie kümmert. Wenn nicht
gerade der Geschäftsführer oder ein Abteilungsleiter seinen Abschied
nimmt, sollten Sie in der Regel keinen zu großen Aufwand betreiben. Es
dürfte also kein Problem sein, eine Freiwillige oder einen Freiwilligen
zu finden, der oder die diese Aufgabe gerne übernimmt.
Wie kann so eine Feier aussehen? Ein nüchterner Handschlag ist für den
Betroffenen sicher enttäuschend – doch es sollte auch kein Festakt
werden, der allen Beteiligten die Tränen in die Augen treibt. Es gilt
also, das richtige Mittelmaß zu finden und dem Weggehenden zu zeigen,
dass man ihn als Kollegen oder Mitarbeiter geschätzt hat.
Sammeln Sie im Kollegenkreis Geld für ein kleines Abschiedsgeschenk.
Besonders schön ist natürlich ein Präsent, das einen persönlichen
Charakter hat. Kaufen Sie zum Beispiel ein hübsches Album, machen Sie
Schnappschüsse von den Kolleginnen und Kollegen, fotografieren Sie
seinen Schreibtisch oder Lieblingsplatz in der Kantine oder Teeküche
oder... Nun gestalten Sie das Album mit den Fotos und bitten alle, ein
paar nette Worte zu ihrem eigenen Portrait zu schreiben.
Wenn Ihnen das zuviel Aufwand ist, können Sie natürlich auch etwas
besorgen, was für den neuen Job oder den kommenden Ruhestand des zu
Verabschiedenden nützlich ist. Dem sollten Sie dann allerdings eine
Karte beilegen, mit der Sie ihm im Namen der Abteilung für die
Zusammenarbeit danken und ihm für die Zukunft alles Gute wünschen. Am
persönlichsten ist es, wenn jeder aus der Abteilung unterschreibt.
Am Tag X sollte der Vorgesetzte des Weggehenden einige nette Worte
sprechen. Dann kann das Geschenk überreicht werden – und natürlich wäre
ein Umtrunk schön. Doch Achtung: Vielleicht will sich ja Ihr
Noch-Kollege mit einem Glas Sekt und einigen Häppchen von Ihnen
verabschieden. Das sollten Sie vorher in Erfahrung bringen – denn sonst
kommen sie sich ins Gehege.