Der Jahreswechsel und auch das Jahr 2009 sind relativ
arbeitnehmerfreundlich. Etliche Feiertage fallen auf einen Wochentag,
und wer seine freien Tage geschickt nimmt, der kann aus wenigen
Urlaubstagen viel Urlaub herausschinden. Da aber sicher auch Ihre
Kolleginnen und Kollegen auf diese Idee kommen, sollten Sie Ihre Pläne
möglichst bald anmelden.
Dem Urlaub eine Brücke bauenWer vom 20. Dezember 2008
bis zum 4. Januar 2009 Urlaub einreicht, darf sich über 16 freie Tage
freuen und muss dafür gerade einmal fünf bzw. sechs Urlaubstage opfern –
je nachdem ob der Arbeitgeber Heilig Abend und Silvester als Feiertag
oder als halben Arbeitstag einstuft. Arbeitnehmer aus Baden-Württemberg,
Bayern oder Sachsen-Anhalt können dann auch gleich noch einen weiteren
Urlaubstag einsetzen und bis einschließlich 6. Januar frei machen, denn
das Fest der Heiligen Drei Könige ist in diesen Bundesländern ein
Feiertag. Wer nochmal drei Urlaubstage opfert, kommt mit insgesamt neun
bzw. zehn Urlaubstagen auf drei komplette Wochen – keine schlechte
Bilanz.
Karfreitag (10. April) und Ostermontag (13. April) bescheren uns – alle
Jahre wieder – zwei arbeitsfreie Tage. Hier gilt also das
Happy-Hour-Prinzip „Zwei zum Preis von einem“: Wer vom 4. April bis zum
19. April Urlaub macht, ermöglicht sich mit nur acht Urlaubstagen eine
Auszeit von 16 Tagen.

Auch der Wonnemonat Mai versüßt uns den Arbeitsalltag mit zwei
Feiertagen. Der „Tag der Arbeit“ (1. Mai) fällt 2009 netterweise auf
einen Freitag und bietet sich damit für ein verlängertes
Frühlingswochenende an. Das gleiche gilt für den bundesweit freien
Feiertag Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 21. Mai): Wer hier einen
Urlaubstag einsetzt, hat vier Tage frei – da lohnt es sich durchaus,
jenseits der Alpen die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen oder eine
Städtereise in eine der Metropolen Europas zu planen. Pfingstsonntag und
-montag fallen in diesem Jahr auf den 31. Mai und den 1. Juni. Man kann
also Christi Himmelfahrt auch mit Pfingsten kombinieren. Das ergibt
zwölf freie Tage und man muss nur sechs Urlaubstage nehmen.
Die Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Teilen von
Sachsen und Thüringen dürfen sich zudem über einen freien Tag im Juni
freuen: Fronleichnam (Donnerstag, 11. Juni). Wer dort von Pfingsten bis
Fronleichnam in Urlaub fährt, kommt bei acht Urlaubstagen insgesamt auf
16 freie Tage. Und wer richtig langen Abstand sucht, sollte seine Ferien
vom 21. Mai bis zum 14. Juni planen – 25 herrliche Spätfrühlingstage zum
Preis von nur 14 Urlaubstagen.
Durften sich die Beschäftigten in Teilen Bayerns und im Saarland bisher
auch im August über einen Feiertag freuen, haben sie dieses Jahr leider
Pech: Maria Himmelfahrt (15. August) fällt 2009 auf einen Samstag.
Der Herbst sieht 2009 – was die Feiertage betrifft – leider traurig aus:
Der „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober ist ein Samstag. Wer den
goldenen Herbst genießen will, muss sich also eine entsprechende Anzahl
von Urlaubstagen reservieren. Der Reformationstag (Mittwoch, 31.
Oktober) ist nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen,
Sachen-Anhalt und Thüringen ein Feiertag – und auch er fällt auf einen
Samstag. Allerheiligen am Tag darauf ist also ein Sonntag und damit
haben auch die Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland Pech und einen
freien Tag weniger. Der Buß- und Bettag (Mittwoch, 18. November) ist
leider nur noch in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag.
Und schon sind wir am Ende des Jahres angelangt: Das Weihnachtsfest 2009
ist nur relativ arbeitnehmerfreundlich: Heilig Abend fällt auf einen
Donnerstag und der zweite Weihnachtsfeiertag folglich auf einen Samstag.
Der 6. Januar 2010 ist ein Mittwoch. Wer über die Feiertage frei nimmt
und in Süddeutschland wohnt, kann sich über drei Wochen Pause freuen und
muss dafür nur zehn Urlaubstage nehmen! Die Nordlichter haben mit drei
Urlaubstagen immerhin eineinhalb Wochen frei.
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