LeitzKnowHow
Tipps für eine flotte Schreibe
 
Sie haben genau im Kopf, was Sie Ihren Kollegen in Ihrem Artikel für die
Mitarbeiterzeitung mitteilen wollen. Es wäre auch kein Problem für Sie,
dem Kunden mündlich zu seinem Jubiläum zu gratulieren. Und erst am
Vorabend haben Sie abends beim Bier detailliert über Ihr spannendes
Projekt berichtet. Aber nun muss das Ganze aufs Papier. Und da sitzen
Sie nun und wissen einfach nicht, wie Sie anfangen und wie Sie das Ganze
strukturieren sollen.
Glauben Sie nicht, dass Profis einfach alles aus dem Ärmel schütteln. Schreiben ist Arbeit – mal lustvoll, mal quälend. Auch Journalisten verfassen ihre Artikel oder Autoren ihre Bücher nicht einfach von Anfang bis Ende in einem Rutsch. Ein guter Text braucht seine Zeit. Man muss ihn immer wieder durchlesen, überarbeiten, an ihm feilen. Man muss sich Zeit nehmen, braucht Sitzfleisch und Geduld.
Trotzdem ist es sinnlos, ewig über dem leeren Blatt Papier zu brüten. Legen Sie einfach los! Der PC hat gegenüber der Schreibmaschine große Vorteile: Man muss nicht mit dem ersten Satz beginnen und auch nicht jeden Satz gleich perfekt formuliert niederschreiben. Man kann ohne Probleme streichen, ändern oder Absätze tauschen. Wenn Ihnen also kein guter Einstieg einfällt, dann beginnen Sie einfach in der Mitte. Schreiben Sie sich alle Stichwörter auf, die Ihnen einfallen, notieren Sie Textfragmente – und setzen Sie diese Bausteine dann nach und nach zusammen. Wenn ein Element nicht passt, nehmen Sie es wieder heraus, und setzen Sie es woanders ein. Irgendwann wird Ihnen dann garantiert auch klar, wie das Ganze beginnen muss.
Schreiben wie man spricht
Schreiben Sie ungekünstelt, fast so, wie Sie sprechen würden – aber natürlich ohne Slang und grammatikalisch korrekt. Erstens fällt Ihnen dann das Schreiben leichter und zweitens wird der Text leichter lesbar. Komplizierte, verschraubte Sätze bringen den Leser dazu, nach wenigen Zeilen aufzugeben. Denn sie sind schwer verständlich und ermüdend.
Glauben Sie nicht, dass Profis einfach alles aus dem Ärmel schütteln. Schreiben ist Arbeit – mal lustvoll, mal quälend. Auch Journalisten verfassen ihre Artikel oder Autoren ihre Bücher nicht einfach von Anfang bis Ende in einem Rutsch. Ein guter Text braucht seine Zeit. Man muss ihn immer wieder durchlesen, überarbeiten, an ihm feilen. Man muss sich Zeit nehmen, braucht Sitzfleisch und Geduld.
Trotzdem ist es sinnlos, ewig über dem leeren Blatt Papier zu brüten. Legen Sie einfach los! Der PC hat gegenüber der Schreibmaschine große Vorteile: Man muss nicht mit dem ersten Satz beginnen und auch nicht jeden Satz gleich perfekt formuliert niederschreiben. Man kann ohne Probleme streichen, ändern oder Absätze tauschen. Wenn Ihnen also kein guter Einstieg einfällt, dann beginnen Sie einfach in der Mitte. Schreiben Sie sich alle Stichwörter auf, die Ihnen einfallen, notieren Sie Textfragmente – und setzen Sie diese Bausteine dann nach und nach zusammen. Wenn ein Element nicht passt, nehmen Sie es wieder heraus, und setzen Sie es woanders ein. Irgendwann wird Ihnen dann garantiert auch klar, wie das Ganze beginnen muss.
Schreiben wie man spricht
Schreiben Sie ungekünstelt, fast so, wie Sie sprechen würden – aber natürlich ohne Slang und grammatikalisch korrekt. Erstens fällt Ihnen dann das Schreiben leichter und zweitens wird der Text leichter lesbar. Komplizierte, verschraubte Sätze bringen den Leser dazu, nach wenigen Zeilen aufzugeben. Denn sie sind schwer verständlich und ermüdend.

Dazu gehört auch, auf Überflüssiges zu verzichten. Einige Beispiele: Der weiße Schimmel – der Schimmel; der große Hüne – der Hüne; die kleine Kate – die Kate; wir bieten eine große Auswahl an – wir bieten eine große Auswahl; wir übersenden – wir senden.
Und: Biedern Sie sich Ihren Lesern nicht an. Mit Mitte 50 schafft man es sowieso nicht, die Jugendsprache zu treffen – der Versuch wirkt sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche eher lächerlich.
Andererseits müssen Sie auch nicht über die Wahl der Wörter beweisen, wie intellektuell sie sind. Verwenden Sie, wenn überhaupt, nur gängige Fremdwörter. Niemand wird ein Fremdwörterlexikon zur Hand nehmen, nur um Ihren Artikel verstehen zu können – die meisten werden den Text höchstens genervt zur Seite legen.
Auch abgedroschene Floskeln wirken übrigens einschläfernd – man weiß ja immer schon, wie es weitergeht: „Fürs leibliche Wohl... (wird gesorgt)“. „Vielen Dank für Ihre... (Aufmerksamkeit)“.
Abwechslung bieten
Vermeiden Sie Schachtelsätze. Schreiben Sie kurz und knapp. Aber nicht nur. Kein Telegrammstil. Wechseln Sie zwischen kurzen und längeren Sätzen, das hält den Leser munter und macht den Text interessanter.
Die deutsche Sprache ist sehr reich. Sie bietet Ihnen nicht nur eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten, sondern auch unterschiedliche Satzzeichen, die man nutzen sollte. Warum nicht mal eine Frage dazwischen schieben? Manchmal ist auch ein Ausrufezeichen richtig! Es betont den Satz und hebt ihn aus der Menge hervor. Der Strichpunkt ist zwar leider aus der Mode gekommen; er hat aber immer noch eine Funktion. Er trennt mehr als ein Komma, und er verbindet mehr als ein Punkt. Gedankenstriche laden zum Nachdenken ein. Man liest, stoppt – und denkt kurz über den Einschub nach. Kommata bewirken das weit weniger, denn man ist es gewohnt, dass sie Sätze gliedern.
Bilder entstehen im Kopf
Ein Text prägt sich besonders gut ein, wenn er bildhaft geschrieben ist und deshalb einen Film im Kopf ablaufen lässt. Dies kann man, wie die folgenden Beispiele zeigen, über die Wortwahl erreichen: Er ging einen Weg entlang. Er schlenderte den Weg entlang. Er schlich den Weg entlang. Aufrecht und stolz kam er mir entgegen. Oder über den Einsatz von Vergleichen, zum Beispiel: Er war schnell wie ein Blitz. Er rannte wie gehetzt. Er gebärdete sich eitel wie ein Pfau. Sonst war er immer voller Elan, heute aber kam er mir mit schleppendem Schritt wie ein alter Mann entgegen.
Aber Achtung: Vergleiche funktionieren nur, wenn sie auch stimmen. Flink wie ein Wiesel – das passt, denn sowohl das Wort „flink“ als auch das Wort „Wiesel“ sind positiv besetzt. Der Vergleich „flink wie eine Ratte“ lässt den Leser eher ratlos zurück: flink werten wir positiv, eine Ratte ist aber für die meisten abstoßend.
Trennen und Verbinden
Wenn Sie in Ihrem Text den Faden verlieren, verlieren Sie auch den Leser. Führen Sie ihn deshalb auf einen klaren Weg, damit er sich sicher und wohl fühlt. Dazu gehört auch, dass die Bezüge zwischen den Sätzen stimmen. Springen Sie nicht von einem Thema zum anderen, sondern leiten Sie über. Verbinden Sie also, was zusammen gehört – aber trennen Sie auch, was nicht zusammen passt. „Mit dem Löffel und viel Müh, zog sie den Heinrich aus der Brüh.“ Klar, hier wäre ein Nebensatz angebracht: „Es kostete sie viel Mühe, Heinrich mit dem Löffel aus der Brühe zu ziehen“. Und auch bei der Werbung für einen Schützenverein – „Lernen Sie schießen, treffen Sie neue Freunde“ – ist was schief gegangen, oder?
Ein Text prägt sich besonders gut ein, wenn er bildhaft geschrieben ist und deshalb einen Film im Kopf ablaufen lässt. Dies kann man, wie die folgenden Beispiele zeigen, über die Wortwahl erreichen: Er ging einen Weg entlang. Er schlenderte den Weg entlang. Er schlich den Weg entlang. Aufrecht und stolz kam er mir entgegen. Oder über den Einsatz von Vergleichen, zum Beispiel: Er war schnell wie ein Blitz. Er rannte wie gehetzt. Er gebärdete sich eitel wie ein Pfau. Sonst war er immer voller Elan, heute aber kam er mir mit schleppendem Schritt wie ein alter Mann entgegen.
Aber Achtung: Vergleiche funktionieren nur, wenn sie auch stimmen. Flink wie ein Wiesel – das passt, denn sowohl das Wort „flink“ als auch das Wort „Wiesel“ sind positiv besetzt. Der Vergleich „flink wie eine Ratte“ lässt den Leser eher ratlos zurück: flink werten wir positiv, eine Ratte ist aber für die meisten abstoßend.
Trennen und Verbinden
Wenn Sie in Ihrem Text den Faden verlieren, verlieren Sie auch den Leser. Führen Sie ihn deshalb auf einen klaren Weg, damit er sich sicher und wohl fühlt. Dazu gehört auch, dass die Bezüge zwischen den Sätzen stimmen. Springen Sie nicht von einem Thema zum anderen, sondern leiten Sie über. Verbinden Sie also, was zusammen gehört – aber trennen Sie auch, was nicht zusammen passt. „Mit dem Löffel und viel Müh, zog sie den Heinrich aus der Brüh.“ Klar, hier wäre ein Nebensatz angebracht: „Es kostete sie viel Mühe, Heinrich mit dem Löffel aus der Brühe zu ziehen“. Und auch bei der Werbung für einen Schützenverein – „Lernen Sie schießen, treffen Sie neue Freunde“ – ist was schief gegangen, oder?
Aktiv statt passiv, Verben statt Substantivierungen
„Ich habe die Hoffnung, dass die Erfüllung unserer Pläne gelingen wird.“ „Die Lieferung wird von uns termingerecht vorgenommen werden.“ „Der Kauf von neuen Computern wurde getätigt, um den Forderungen der Mitarbeiter nachzukommen.“ Kennen Sie jemanden, der so spricht? Nein, oder? Warum schreiben dann manche so?
„Ich hoffe, dass wir die Pläne erfüllen können.“ „Wir werden termingerecht liefern.“ „Wir haben die neuen Maschinen gekauft, weil unsere Mitarbeiter es gefordert haben.“ So liest sich das doch viel leichter, oder?
Schreiben Sie also lieber im Aktiv (wir arbeiten bis in die Nacht) als im Passiv (es wurde bis in die Nacht gearbeitet), das klingt – wie der Name schon sagt – viel aktiver. Und machen Sie nicht aus jedem Verb (beantworten) ein Substantiv (Beantwortung)!
Dass oder daß?
Man kann die neue Rechtschreibung gut oder schlecht finden. Manche halten sich daran, andere nicht. Aber: man sollte sich für eine der Varianten entscheiden. Und die entsprechenden Regeln einhalten. Auch nach der Rechtschreibreform gibt es noch ein „ß“. Es wird immer nach langen Vokalen eingesetzt: Straße, Füße, Grüße, in Maßen, maßvoll. Zwei „s“ schreibt man nach kurzen Vokalen: massenhaft, die Massen, Flüsse, dass, Schloss.
Überhaupt: Man kann sich noch so viel Mühe beim Formulieren geben – wenn ein Text vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt, macht es keinen Spaß, ihn zu lesen. Setzen Sie sich also nach getaner Arbeit hin und korrigieren Sie Ihr Elaborat. Nur ein fehlerfreier Text wirkt wirklich professionell.
„Ich habe die Hoffnung, dass die Erfüllung unserer Pläne gelingen wird.“ „Die Lieferung wird von uns termingerecht vorgenommen werden.“ „Der Kauf von neuen Computern wurde getätigt, um den Forderungen der Mitarbeiter nachzukommen.“ Kennen Sie jemanden, der so spricht? Nein, oder? Warum schreiben dann manche so?
„Ich hoffe, dass wir die Pläne erfüllen können.“ „Wir werden termingerecht liefern.“ „Wir haben die neuen Maschinen gekauft, weil unsere Mitarbeiter es gefordert haben.“ So liest sich das doch viel leichter, oder?
Schreiben Sie also lieber im Aktiv (wir arbeiten bis in die Nacht) als im Passiv (es wurde bis in die Nacht gearbeitet), das klingt – wie der Name schon sagt – viel aktiver. Und machen Sie nicht aus jedem Verb (beantworten) ein Substantiv (Beantwortung)!
Dass oder daß?
Man kann die neue Rechtschreibung gut oder schlecht finden. Manche halten sich daran, andere nicht. Aber: man sollte sich für eine der Varianten entscheiden. Und die entsprechenden Regeln einhalten. Auch nach der Rechtschreibreform gibt es noch ein „ß“. Es wird immer nach langen Vokalen eingesetzt: Straße, Füße, Grüße, in Maßen, maßvoll. Zwei „s“ schreibt man nach kurzen Vokalen: massenhaft, die Massen, Flüsse, dass, Schloss.
Überhaupt: Man kann sich noch so viel Mühe beim Formulieren geben – wenn ein Text vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt, macht es keinen Spaß, ihn zu lesen. Setzen Sie sich also nach getaner Arbeit hin und korrigieren Sie Ihr Elaborat. Nur ein fehlerfreier Text wirkt wirklich professionell.