Wer die Wahl hat, sollte sie nutzen
In vielen Firmen schlagen die Telefonkosten jeden Monat ein kleines Loch
in die Kasse. Dabei kommt es gerade bei kleinen Unternehmen oft auf
jeden Cent an.
Gerade tagsüber, während der regulären Geschäftszeiten, ist das
Telefonieren ins In- und Ausland am teuersten. Wer also zeitlich nicht
flexibel ist, für den empfiehlt es sich, sich nach günstigeren Anbietern
umzusehen, die zum Teil gute Alternativen zur Telekom bieten.
Vor dem Wechsel zu einem anderen Anbieter sollte man dessen Angebote
jedoch genau nach verschiedenen Kriterien prüfen. Wie hoch ist zum
Beispiel die Grundgebühr? Lohnen sich Staffel- und Rabattangebote
überhaupt für das Unternehmen? Werden günstige Extras offeriert, wie zum
Beispiel Flatrates oder die Möglichkeit, Telefonkonferenzen zu schalten?
Wie hoch sind die eigentlichen Gesprächskosten und nach welchem Takt
wird abgerechnet?
Telekom-Rabatte
Für größere Unternehmen und Vieltelefonierer, wie zum Beispiel
Call-Center, bietet die Telekom individuelle Rabatte, die, je nach
Umfang der monatlichen Telefonate, unterschiedlich gestaffelt sind.
Kleinere Firmen werden sich allerdings schwer tun, die hohen Zeitniveaus
zu erfüllen und die Rabatte tatsächlich auszuschöpfen. Detaillierte
Informationen über Business-Tarife erhalten Sie im
Internet .
Anbieterwechsel
Die Telekom und ihre Wettbewerber bieten sich zeitweise eine
Werbeschlacht, die zum Teil fast groteske Züge annimmt. Mit geringen
Grundgebühren oder Gesprächskosten sollen Verbraucher gelockt werden.
Doch die Sache hat meistens einen Haken: Wer eine niedrige Grundgebühr
offeriert, verlangt gleichzeitig höhere Gesprächskosten und umgekehrt.
Deshalb sollte man genau hinschauen, bevor man den Anbieter wechselt.
Wenn man die Kosten durch einen Wechsel tatsächlich senken kann, dann
sollte man es auch tun, denn dieser gestaltet sich denkbar einfach. Die
Formalitäten mit dem alten Anbieter übernimmt der neue, und extra Kabel
müssen auch nicht verlegt werden.
Preselection
Ähnlich, aber wesentlich unverbindlicher funktioniert die so genannte
Preselection. Sie entscheiden sich dabei für einen anderen Anbieter,
über dessen Vorwahl künftig alle Gespräche laufen sollen. Sie behalten
Ihren Telekomanschluss, telefonieren aber zu anderen Bedingungen. Auch
hier haben Sie mit der Umschaltung nichts zu tun – das übernimmt der
Anbieter für Sie.
Kaum Verbindlichkeiten und Kündigungsfristen, fixe Basistarife und die
Möglichkeit, trotzdem Call-by-Call-Angebote zu nutzen, machen die
Preselection zu einer guten und günstigen Alternative.
Call-by-Call
Nichts ist einfacher als eine günstige Vorwahl zu wählen und damit
teilweise nur ein Drittel des eigentlichen Gesprächspreises zu bezahlen
– vorausgesetzt Ihr Anbieter lässt das Call-by-Call-Verfahren zu.
Wichtig ist, immer die aktuellen Tarife in Erfahrung zu bringen – zum
Beispiel über das Internet. Denn wenn Sie mit einer Nummer gestern noch
billig telefoniert haben, kann der Tarif am nächsten Tag plötzlich
wesentlich teurer sein. Insofern lohnt sich der Aufwand nur bei langen
Telefonaten ins Ausland, selbst wenn man die wichtigsten
Anbieter-Vorwahlen ins Kurzwahlverzeichnis seines Telefons programmiert.
Telefonieren übers Internet
Günstiger geht es kaum: Seit kurzer Zeit gibt es Internetangebote – zum
Beispiel
skype – die es ermöglichen,
über das Internet kostengünstig und teilweise sogar umsonst zu
telefonieren. Sie laden sich über die Homepage ein spezielles Programm
herunter und können dann wahlweise per Headset, aber auch einfach über
den Lautsprecher Ihres PCs, mit Ihrem Gesprächspartner telefonieren.
Das geht aber nur bei Kunden oder Geschäftspartnern, mit denen Sie
häufig in Kontakt stehen. Denn Telefonieren können Sie nur mit Partnern,
die ebenfalls User des Programms sind und einer derartigen
Kontaktaufnahme zustimmen.
Um ohne eingeschaltete PCs telefonieren zu können, benötigt man eine
spezielle Box, die es ermöglicht, mit seinem alten Apparat über das
Internet zu telefonieren. Oder Sie kaufen sich ein spezielles Telefon,
mit dem man jeden normalen Anschluss anrufen kann, das aber im Vergleich
zu normalen Apparaten noch relativ teuer ist. Es ist eine einfache
Mathematikaufgabe, sich auszurechnen, ab welchem Telefonaufkommen sich
diese Anschaffung lohnt.