LeitzKnowHow

Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb

 

Leichtsinn kann sehr teuer werden. Dessen sollte man sich bewusst sein und das Thema Sicherheit nicht einfach verdrängen. Auch als kleines Unternehmen! Denn wenn man morgens an den Arbeitsplatz kommt und feststellen muss, dass nachts ungebetene Gäste da waren, ist der Schrecken groß – und der Schaden oft immens. Womöglich sind nicht „nur“ eingeschlagene Fenster, aufgebrochene Schreibtische und der Verlust der Portokasse zu beklagen, sondern man stellt fest, dass auch Computer fehlen – und mit ihnen vertrauliche Unternehmensdaten und Dateien, ohne die man Aufträge nicht fristgerecht abwickeln kann. Diesen Schaden kann auch eine Versicherung gegen Einbruch und Diebstahl nicht abdecken.

Natürlich gibt es keinen hundertprozentigen Schutz – aber man kann mit einfachen Maßnahmen viel erreichen.

Mitarbeiter sensibilisieren
Sicherheit und Diebstahlschutz beginnen nicht erst, wenn die Räumlichkeiten nach Feierabend verlassen daliegen, sondern schon tagsüber bei der Zutrittskontrolle. Große Unternehmen setzen neben elektronischen Kontrollen per ID-Karte in der Regel auf Sicherheitspersonal, das verhindert, dass Fremde unbegleitet herumschnüffeln können. Bei kleinen Unternehmen stellt man hingegen nicht selten fest, dass man einfach so hereinspazieren kann. Die Eingangstür ist ebenso wenig verschlossen wie einzelne Büroräume – Mitarbeiter sind weit und breit nicht in Sicht. Fehlen dann plötzlich Geldbeutel oder Handtaschen, ist der Schreck groß. Es soll sogar vorkommen, dass vermeintliche IT-Servicemitarbeiter skrupellos durch Betriebe laufen und mit der Begründung „Kundendienst“ teures Equipment auf Nimmerwiedersehen einsammeln.

Wenn Sie keinen ständig besetzten Empfang haben, ist deshalb die Sensibilisierung der Mitarbeiter sehr wichtig. „Fremde ansprechen, nachfragen und nicht zu leichtgläubig sein!“ „Handtaschen im Schreibtisch einschließen!“ „Der Letzte macht die Runde und prüft, ob alle Türen und Fenster fest verschlossen sind!“ Derartige Regeln – um nur die wichtigsten zu nennen – sind ein effektiver und sehr kostengünstiger Beitrag zur Sicherheit. Sie einzuhalten muss für jeden Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit sein.

embeddedImage

















Kameraüberwachung
Einen weiteren Beitrag zur Sicherheit kann, insbesondere im Einzelhandel, die Installation von Kameras darstellen. Diebe lassen sich bei der Arbeit ungern filmen!

Allerdings müssen gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter gewahrt werden. Sie sind über die Videoüberwachung zumindest zu informieren; normalerweise ist zudem die Zustimmung des Betriebsrats einzuholen. Eine verdeckte Überwachung ist generell nicht erlaubt – wie auch die Installation von Kameras in Toiletten oder Umkleideräumen.

Zudem sollte man vermeiden, dass sich im Betrieb ein Klima des Misstrauens entwickelt. Bei Mitarbeitern, die sich ständig überwacht fühlen, kann der Eindruck entstehen, dass sie kriminalisiert werden – und das trägt sicher nicht gerade zur Identifikation mit dem Unternehmen bei. Wichtig ist daher, sie über den Hintergrund sicherheitsrelevanter Entscheidungen zu informieren und um Verständnis zu werben.

Fenster, Türen und Schlösser überprüfen
Und nach Feierabend? Das A und O sind einbruchsichere Fenster und Türen sowie entsprechende Sicherheitsschlösser und gegebenenfalls Rollläden oder Gitter. Lassen Sie sich beraten, worauf Sie achten müssen, und wie Sie das Unternehmen am besten schützen können. Und vergessen Sie beim Rundgang mit dem Fachmann nicht den Zugang über den Keller, Hof oder die Tiefgarage.

Alarmanlagen und Wachdienste
Ein rund um die Uhr besetzter Empfang und ein Nachtwächter ist für kleine und mittlere Unternehmen in der Regel keine tragbare Lösung. Eine Alarmanlage oder ein Einbruchmeldesystem zu installieren, das – hat man es eingeschaltet – die Polizei oder einen Sicherheitsdienst alarmiert, wenn sich jemand in den Räumen bewegt, kann hingegen eine sehr sinnvolle Investition sein.

Zudem kann man Wachdienste beauftragen, in der Nacht vorbeizuschauen und nach dem Rechten zu sehen. Allein der entsprechende Hinweis neben der Eingangstür, dass ein Sicherheitsdienst engagiert wurde, kann Einbrecher abschrecken.

Bild: © Kathrin39 - Fotolia.com