LeitzKnowHow
Sicher surfen
 
Schnell die Zugfahrkarte online gekauft – wer fährt schon extra zum
Bahnhof? Kurz bei Amazon ein neues Buch bestellt – wozu extra in den
Buchladen gehen? Anschließend bei Ebay ein traumhaft schönes Kleid
ersteigert – wo sonst sind die Designerklamotten erschwinglich?
Schließlich an einem Preisausschreiben teilgenommen – ein nagelneuer BMW
wäre nicht schlecht. Und dann noch bei Facebook die Bilder von der
letzten Party hochgeladen – die Freunde warten schon ungeduldig.
Bei dieser Tour im Internet haben Sie eine Unmenge persönlicher Daten preisgegeben. Das macht nichts? Sind Sie sich sicher?
Herzlich willkommen?
Unerwünschte Werbung ist die harmloseste Folge – ob per Post, E-Mail oder Telefon. Aber auch die kann ganz schön lästig sein. Man ist im Urlaub, und zu Hause quillt der Briefkasten über. Der PC wird von Spams überschwemmt. Das Telefon klingelt zu den unmöglichsten Zeiten.
Was kann man dagegen tun? Seien Sie geizig! Rücken Sie Ihre Daten nur heraus, wenn es gar nicht anders geht. Und tragen Sie sich in die Robinsonliste ein, wenn Sie keine Werbung per Post, Mail oder Telefon bekommen wollen.
Machen Sie sich bewusst, dass Gewinnspiele oder Rabattsysteme eigentlich nur einen einzigen wirklichen Zweck haben: an ihre Daten heranzukommen. Denn die sind bares Geld wert – insbesondere, wenn man sie weiterverkauft. Und je mehr Daten Sie angegeben haben – Wohnort, Geburtstag, Hobbys, Lieblingsschriftsteller –, um sehr leichter lässt sich ein Profil erstellen und umso zielgerichteter kann die Werbebotschaft auf Sie abgestimmt werden. Verzichten Sie also lieber auf die ohnehin meist minimale Gewinnchance bei Preisausschreiben oder auf Sammelpunkte, die kaum etwas wert sind.
Bei dieser Tour im Internet haben Sie eine Unmenge persönlicher Daten preisgegeben. Das macht nichts? Sind Sie sich sicher?
Herzlich willkommen?
Unerwünschte Werbung ist die harmloseste Folge – ob per Post, E-Mail oder Telefon. Aber auch die kann ganz schön lästig sein. Man ist im Urlaub, und zu Hause quillt der Briefkasten über. Der PC wird von Spams überschwemmt. Das Telefon klingelt zu den unmöglichsten Zeiten.
Was kann man dagegen tun? Seien Sie geizig! Rücken Sie Ihre Daten nur heraus, wenn es gar nicht anders geht. Und tragen Sie sich in die Robinsonliste ein, wenn Sie keine Werbung per Post, Mail oder Telefon bekommen wollen.
Machen Sie sich bewusst, dass Gewinnspiele oder Rabattsysteme eigentlich nur einen einzigen wirklichen Zweck haben: an ihre Daten heranzukommen. Denn die sind bares Geld wert – insbesondere, wenn man sie weiterverkauft. Und je mehr Daten Sie angegeben haben – Wohnort, Geburtstag, Hobbys, Lieblingsschriftsteller –, um sehr leichter lässt sich ein Profil erstellen und umso zielgerichteter kann die Werbebotschaft auf Sie abgestimmt werden. Verzichten Sie also lieber auf die ohnehin meist minimale Gewinnchance bei Preisausschreiben oder auf Sammelpunkte, die kaum etwas wert sind.

SB-Konto?
Schlimmer ist es, wenn plötzlich jemand Geld von Ihrem Konto abhebt, der dazu gar nicht berechtigt ist. Und das geht relativ leicht: Man braucht nur Ihre Konto- oder Kreditkartennummer und Ihren Namen – und schon kann man sich bedienen.
Was können Sie dagegen tun? Geben Sie ihre Bankdaten im Internet nur an, wenn Sie sich darauf verlassen können, dass die Seite sicher ist und sich kein Unbefugter Ihrer Daten bemächtigen kann. Speichern Sie Ihre Passwörter nicht im PC und wechseln Sie sie immer wieder. Vorsicht bei Links: Gut möglich, dass Sie nicht dahin weitergeleitet werden, wo sie eigentlich hinwollten, sondern dass jemand Ihre Daten „abfischt“.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen und achten Sie dabei auch auf kleine Beträge. Abbuchungen können Sie bei der Bank in der Regel innerhalb von sechs Wochen rückbuchen lassen.
Wenn Ihnen Rechnungen präsentiert werden, obwohl Sie Ihrer Meinung nach nichts gekauft haben, dann zahlen Sie nicht. Antworten Sie schriftlich und teilen Sie mit, dass Sie keinen Kaufvertrag geschlossen haben. Fordern Sie Belege. Und behalten Sie die Ruhe. Erst auf einen Mahnbescheid, müssen Sie reagieren – und dass der wirklich kommt, ist sehr unwahrscheinlich.
Kaufen Sie nur in Läden, die einen guten Eindruck machen – auch online. Schauen Sie zum Beispiel, ob eine Adresse angegeben ist – bei exotischen Adressen und Geschäftsformen ist Vorsicht angebracht – und ob Garantie- und Gewährleistungsbedingungen genannt werden. Lesen Sie auch das Kleingedruckte. Und drucken Sie die entsprechenden Seiten aus, damit Sie – sollte es Ärger geben – später Beweise in der Hand haben. Holen Sie gegebenenfalls über das Internet Erkundigungen ein; vielleicht können Sie herausfinden, welche Erfahrungen andere Nutzer mit der Adresse gemacht haben.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich‘s gänzlich ungeniert?
Dieser flotte Spruch stimmt leider nicht. Vielmehr kann ein ruinierter Ruf Folgen fürs ganze restliche Leben haben. Deshalb sollte man genau überlegen, ob man die Bilder vom kollektiven Trinkgelage bei der letzten Party wirklich ins Netz stellt. Oder sich der Welt tatsächlich als Riesenbaby im Strampelanzug oder Domina in Lack und Leder präsentieren will – auch wenn es „nur“ eine Kostümparty war, bei der man so aufgetreten ist. Denn es kann Ihnen passieren, dass der potenzielle Chef oder die neue Liebe im Internet über alte Jugendsünden stolpert, die Sie gerne ungeschehen machen würden. Was nun aber nicht mehr geht. Denn das Internet vergisst nichts.
Das Internet als moderner Pranger?
Wurde man im Mittelalter für eine bestimmte Zeit an den Dorfpranger gestellt, wenn man gegen herrschendes Recht und Moral verstoßen hatte, so kann man heute im Internet für unbestimmte Zeit an einen globalen Pranger gestellt werden – ohne, dass man etwas angestellt hat. Zum Beispiel, indem man ungerechtfertigt als Schuldner gelistet oder zahlungsunfähig bezeichnet oder als schlechter Freund und böser Nachbar diffamiert wird. Derartiges löschen lassen zu wollen, kann sehr nervenaufreibend sein – vor allem, wenn die Betreiber der Seiten im Ausland sitzen.
Surfen Sie also weder sorglos noch kritiklos im Internet. Sichern Sie Ihren PC mit einer sicheren Firewall. Hüten Sie Ihre Daten wie einen Schatz. Und achten Sie auf guten Umgang – meiden Sie unseriöse Seiten, wann immer es geht. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nicht. Aber mit etwas Vorsicht kann man manchen Fallstricken aus dem Weg gehen.
Informationen zum technischen Datenschutz und Tipps zum Selbstdatenschutz finden Sie im Internet zum Beispiel unter www.datenschutz.de/beratung/.
Stand: September 2008
Bild: boutpixel.de
Dieser flotte Spruch stimmt leider nicht. Vielmehr kann ein ruinierter Ruf Folgen fürs ganze restliche Leben haben. Deshalb sollte man genau überlegen, ob man die Bilder vom kollektiven Trinkgelage bei der letzten Party wirklich ins Netz stellt. Oder sich der Welt tatsächlich als Riesenbaby im Strampelanzug oder Domina in Lack und Leder präsentieren will – auch wenn es „nur“ eine Kostümparty war, bei der man so aufgetreten ist. Denn es kann Ihnen passieren, dass der potenzielle Chef oder die neue Liebe im Internet über alte Jugendsünden stolpert, die Sie gerne ungeschehen machen würden. Was nun aber nicht mehr geht. Denn das Internet vergisst nichts.
Das Internet als moderner Pranger?
Wurde man im Mittelalter für eine bestimmte Zeit an den Dorfpranger gestellt, wenn man gegen herrschendes Recht und Moral verstoßen hatte, so kann man heute im Internet für unbestimmte Zeit an einen globalen Pranger gestellt werden – ohne, dass man etwas angestellt hat. Zum Beispiel, indem man ungerechtfertigt als Schuldner gelistet oder zahlungsunfähig bezeichnet oder als schlechter Freund und böser Nachbar diffamiert wird. Derartiges löschen lassen zu wollen, kann sehr nervenaufreibend sein – vor allem, wenn die Betreiber der Seiten im Ausland sitzen.
Surfen Sie also weder sorglos noch kritiklos im Internet. Sichern Sie Ihren PC mit einer sicheren Firewall. Hüten Sie Ihre Daten wie einen Schatz. Und achten Sie auf guten Umgang – meiden Sie unseriöse Seiten, wann immer es geht. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nicht. Aber mit etwas Vorsicht kann man manchen Fallstricken aus dem Weg gehen.
Informationen zum technischen Datenschutz und Tipps zum Selbstdatenschutz finden Sie im Internet zum Beispiel unter www.datenschutz.de/beratung/.
Stand: September 2008
Bild: boutpixel.de
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