LeitzKnowHow
Sport im Büro
 
Haben Sie es auch manchmal satt, von morgens bis abends immer nur hinter
dem Schreibtisch zu sitzen? Zu spüren, wie der Nacken verspannt, der
Rücken schmerzt und die Muskeln verkümmern? Klar – eigentlich sollte man
nach der Arbeit joggen oder ins Fitnessstudio gehen.
Aber dann
rafft man sich doch viel zu selten auf. Und übrigens ist es auch gar
nicht gesund, sich den ganzen Tag kaum zu bewegen und sich dann
plötzlich zu verausgaben. Viel besser ist es, den Sport in den Alltag zu
integrieren. Wir geben Tipps, wie Ihnen das ganz einfach gelingen kann.

Der Weg ist das Ziel
Aufstehen, sich unter die Dusche stellen,
ins Auto steigen und zur Arbeit fahren, sich vom Aufzug ins Büro bringen
lassen, hinter den Schreibtisch sitzen, mittags in die Kantine gehen –
und dann das Ganze rückwärts. So sieht nicht selten der Arbeitstag aus.
Dabei
geht es auch anders: Gehen Sie zu Fuß, nehmen Sie das Fahrrad oder
öffentliche Verkehrsmittel und steigen Sie eine Station früher aus, um
den Rest zu Fuß zu gehen. Nehmen Sie immer die Treppe und lassen Sie den
Aufzug ungenutzt. Gehen Sie in der Mittagspause nicht in die Kantine,
sondern lieber aus dem Haus und verbinden Sie das Essengehen mit einem
kleinen Spaziergang.
Telefonieren oder mailen Sie nicht mit dem
Kollegen, sondern besuchen Sie ihn in seinem Büro – der persönliche
Kontakt ist ohnehin besser. Nutzen Sie kleine Bürowege zum Drucker,
Kopierer oder in die Teeküche, um sich zu dehnen und zu strecken und den
Kreislauf in Schwung zu bringen. Telefonieren Sie im Stehen und lockern
Sie dabei die Beine, indem Sie sie ausschütteln, auf den Zehenspitzen
wippen oder die Muskeln dehnen – ein Heizkörper, Fensterbrett oder Regal
können gute Dienste leisten.
Heimlich still und leise!
Der
Kollege schlägt beim Schattenboxen imaginäre Gegner k.o., um seine
Oberarmmuskeln zu lockern – und schon läuft die ganze Abteilung
zusammen, um sich das Spektakel anzuschauen? Glücklich, wer Kollegen
hat, die nicht gaffen, sondern mitmachen – oder wer eine Bürotür hat,
die er schließen kann, bevor er mit Leibesertüchtigungen beginnt.
Obwohl: Eigentlich ist es gar nicht nötig, den Bürostuhl zum
Ersatzgymnastikgerät umzufunktionieren oder am Türrahmen Klimmzüge zu
machen. Es geht auch unauffälliger – und trotzdem wirksam.
Gegen
schlappe Oberarme: Beugen Sie einen Arm im Winkel von 90 Grad, legen Sie
den Unterarm mit der Handinnenfläche nach oben auf die
Schreibtischplatte. Legen Sie jetzt die andere Hand von oben in den
angewinkelten Arm und drücken Sie beide Hände mehrere Sekunden kräftig
gegeneinander – Sie sollten spüren, wie sich der Bizeps spannt.
Wiederholen Sie die Übung mehrmals und wechseln Sie dabei die Arme.
Gegen
schwere Beine: Heben Sie die Fersen, verlagern Sie Ihr Gewicht auf den
Fußballen und pressen Sie die Zehen kräftig gegen den Fußboden – halten
Sie diese Position mehrere Sekunden, senken Sie dann die Fersen wieder
und heben Sie die Zehen. Wippen Sie so mehrfach hin und her. Sie können
die Übung stehend oder sitzend ausführen; sie regt die Durchblutung an
kräftigt die Wadenmuskulatur.
Für den Nacken: Legen Sie die
Hände entspannt auf die Oberschenkel. Drehen Sie den Kopf nach rechts,
heben Sie dabei das Kinn und atmen Sie tief ein. Drehen Sie den Kopf
wieder nach vorn, lassen Sie dabei das Kinn auf die Brust sinken und
atmen Sie aus. Drehen Sie den Kopf nach links, heben Sie dabei das Kinn
und atmen Sie ein. Wiederholen Sie die Übung sechs Mal. Stehen Sie auf,
lassen Sie Arme hängen und die Schultern nach unten und hinten sinken
und heben Sie das Brustbein. Lassen Sie dann die Schultern langsam
kreisen – in beide Richtungen sechs Mal. Lassen Sie Ihren Kopf leicht
nach rechts fallen und senken Sie gleichzeitig Ihre linke Schulter – so
dehnen Sie verspannte Halsmuskulatur. Wechseln Sie dann die Seite.
Strampeln
macht munter
Witzig und effektiv: Der Minitrainer Bike, den man
einfach unter den Schreibtisch stellt. Während man seine Mails checkt,
radelt man sich fit – der Tretwiderstand kann individuell eingestellt
werden.
Gemeinsam geht’s besser
Mindestens einmal
in der Woche Sport nach Feierabend wäre schon prima. Der innere
Schweinehund lässt sich leichter besiegen, wenn man sich mit Kolleginnen
und Kollegen verabredet – erst zum gemeinsamen Schwitzen und dann zum
gemeinsamen Durstlöschen. Viele Unternehmen bieten ein interessantes
Betriebssportprogramm oder haben mit einem Fitnessstudio
Sonderkonditionen vereinbart. Erkundigen Sie sich in der
Personalabteilung!
Bild: Geschäftsfrau dehnt sich am Schreibtisch © Robert Kneschke - Fotolia.com