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Schutz vor Einbruch und Diebstahl

 

Statistiken zufolge wird in Deutschland alle zwei Minuten eingebrochen, und immer häufiger sind kleine bis mittlere Unternehmen die Leidtragenden.

Zwar versucht man heutzutage – zumindest meistens – den Datenbestand über Virenscanner und Firewalls vor virtuellen Eindringlingen zu schützen, doch den Gedanken, dass man wichtige Daten auch durch einen Einbruch verlieren kann, verdrängen seltsamerweise die meisten. Dabei wird gerade Hardware wie Server, Computer, Drucker oder Monitore besonders häufig entwendet – der Materialwert der gestohlenen Waren belief sich 2003 auf rund 266 Millionen Euro. Eine beträchtliche Summe! Dazu kommt der ideelle Verlust – und der wiegt noch weitaus schwerer. Geleistete Arbeit, Korrespondenz, Kundendaten, wichtige Adressen – in den meisten Unternehmen läuft fast alles über EDV. Und wenn die PCs plötzlich weg sind? Was dann? Wohl dem, der wenigstens regelmäßig eine Datensicherung durchführt – und die gesicherten Daten nicht in den eigenen Büroräumen lagert.

Neue EDV muss beschafft werden – was mit hohen Kosten verbunden ist. Bereits geleistete Arbeit muss nachgeholt werden – das wiederum kostet Zeit. Ob die Kunden dafür Verständnis haben? Schließlich müssen auch sie Termine einhalten, die nicht beliebig verschoben werden können.

Dazu kommt häufig noch Vandalismus. Was nicht gestohlen werden kann, wird zerstört. Und selbst wenn Ihre Versicherung für den Schaden eintritt – es dauert, bis Ihr Büro wieder so aussieht, dass man darin arbeiten kann, bis Sie wieder Kundenbesuch empfangen können.

Das muss nicht sein. Auch wenn der Einbau präventiver Sicherheitstechnik mit finanziellen Investitionen verbunden ist – er lohnt sich.
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Beugen Sie vor – damit Sie nicht das Nachsehen haben
Wer einige wichtige Grundregeln beachtet, schreckt potenzielle Eindringliche ab oder erschwert ihnen zumindest das Handwerk und bringt sie so zum Aufgeben. Denn je mehr Zeit ein Einbrecher braucht, um sich Zugang zu verschaffen, desto größer ist die Gefahr entdeckt zu werden.

Achten Sie deshalb immer genau darauf, dass vor allem im Erdgeschoss keine Fenster offen stehen, wenn die Büroräume nicht besetzt sind. Auch ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher eine Einladung, die er gerne annimmt. Darüber hinaus sollten Einstiegshilfen wie Leitern oder Mülltonnen nicht offen zugänglich sein.

Und falls ihr Unternehmen Betriebsferien macht, dann bedenken Sie, dass überquellende Briefkästen oder die Bandansage auf Ihrem Anrufbeantworter Einbrechern keine Hinweise geben können: nämlich die Sicherheit, garantiert nicht gestört zu werden.

Diebstähle finden übrigens nicht nur nachts statt. Es gibt zum Beispiel auch immer wieder Fälle, wo Einbrecher, verkleidet als Servicemitarbeiter eines Softwareunternehmens, am helllichten Tag in aller Seelenruhe PCs abgebaut haben – mit der Begründung, sie würden ausgetauscht. Auch Brieftaschen werden gerne tagsüber aus den Schreibtischen entwendet – im allgemeinen Alltagstrubel rechnet niemand mit der Unverfrorenheit von Dieben, die einfach gemütlich von einem Büro ins andere schlendern und mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Weisen Sie also Ihre Mitarbeiter an, fremde Personen immer freundlich anzusprechen und sie nach dem Grund Ihres Aufenthalts zu fragen. Und erinnern Sie immer wieder daran, dass Handtaschen und Geldbeutel nicht offen herumliegen dürfen, wenn man sein Büro verlässt.
Weitere Schutzmaßnahmen
Vermutlich ist vor allem die Angst vor zu großen Kosten ein Hauptgrund, warum viele Unternehmen vor einer umfassenden Sicherheitstechnik zum Schutz der Büroräume zurückschrecken. Selbstverständlich haben präventive Maßnahmen ihren Preis, jedoch ist die technische Grundausstattung für ein kleines Unternehmen ab rund 1.500 Euro wirklich erschwinglich.

Dazu gehören unter anderem einbruchshemmende Türen mit einem soliden Zylinder- oder Einsteckschloss, ein Schutzbeschlag sowie sicher befestigte Schließbleche im Rahmen. Splitterschutzfolien für die Verglasung bieten zusätzlichen Schutz. Auch der Einbau eines Safes, in dem Sie neben Bargeld auch Vertragsunterlagen oder andere wichtige Dokumente aufbewahren können, kann sinnvoll sein.

Einer Alarmanlage stehen immer noch viele kritisch gegenüber. Das Vorurteil, eine von außen sichtbare Alarmanlage signalisiere den Dieben, dass sich ein Einbruch lohne, und wirke deshalb geradezu einladend, ist nicht begründet. Laut Statistik schrecken sie vielmehr ab. Vor allem Alarmanlagen mit Bewegungsmeldern, die entsprechende Signale beispielsweise an die Mitarbeiter eines Wach- und Sicherheitsunternehmens weiterleiten, sind sinnvoll. Bei einem Alarm wird das zu überwachende Objekt überprüft und im Fall der Fälle unverzüglich die Polizei informiert.

In welchem Umfang Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Firma notwendig sind, hängt vor allem von der Größe Ihres Unternehmens und den vorhandenen Werten ab. Besondere Maßnahmen für Serverräume und den Eingangsbereich sind aber für jeden Betrieb wichtig. Umfassende Informationen zum Thema erhalten Sie zum Beispiel bei der Beratungsstelle der örtlichen Kriminalpolizei.

Außerdem sollten sie Kontakt zu Ihrem Versicherungsunternehmen aufnehmen, um sicherzustellen, dass zum einen alle Risiken abgesichert sind und zum anderen die Deckungssumme hoch genug ist.

Bild: snygo.com