LeitzKnowHow

Schlacht am kalten Buffet

 

Ob bei einem kalten oder warmen Büfett: Sie sollten auf jeden Fall einige Grundregeln der Höflichkeit einhalten. Schließlich wollen Sie sicher, dass Ihre Tischnachbarn nicht mit Grausen an das gemeinsame Essen zurückdenken. Auch wenn es schwer fällt, aus dem großen Angebot an Speisen auszuwählen und damit auf die eine oder andere Leckerei erst mal zu verzichten: In der Regel ist genug da; Sie können also wiederkommen und sich dann etwas davon nehmen. Und selbst wenn das nicht klappen sollte – die Welt geht davon nicht unter und Ihrer schlanken Linie hilft’s.

Warten können
Auch wenn die Ansprache des Gastgebers mal wieder tödlich langweilig ist – warten Sie. Am Büfett hat außer dem Servicepersonal niemand etwas verloren, ehe es vom Hausherrn offiziell eröffnet wurde. Wer vorher nascht – im schlimmsten Fall mit den Fingern im Vorbeigehen direkt nach dem Betreten des Saals –, macht sich keine Freunde.

Manchmal hat man den Eindruck, wir lebten in Zeiten der Hungersnot: Kaum wird das Büfett eröffnet, stürzen sich alle darauf. Dabei fehlt an einem derartigen Abend nichts – außer eine gehörige Portion Gelassenheit! Bitte versuchen Sie, an sich zu halten und nicht alle anderen über den Haufen zu rennen. Wenn Sie sich kurz gedulden, bis der erste Ansturm vorbei ist, brauchen Sie auch nicht so lange Schlange zu stehen.

Bei gehobenen festlichen Anlässen ist es üblich, dass der Herr seine Tischdame oder Partnerin zum Büfett begleitet und ihr dort den Vortritt lässt. Und dass man sich bei einer Warteschlange generell hinten anstellt, brauchen wir ja hoffentlich nicht extra zu erwähnen...

Maßvoll statt massenhaft
Es ist ein Phänomen: Selbst wenn sich die Festtafel unter den Gerichten zu biegen scheint, haben manche offenbar Angst, nicht satt zu werden. Sie laden sich den Teller so voll, dass es nur folgerichtig wäre, ein Gipfelkreuz auf der Spitze des Speisenbergs anzubringen.
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Ob es nun gut schmeckt, über den Braten bereits die Mousse au chocolat zu verteilen, ist Ansichtssache. Es sieht auf jeden Fall unappetitlich aus. Auch wenn Sie sich am Büfett selbst bedienen, sollten Sie die Menüfolge einhalten: Zuerst Suppe, Vorspeisen oder Salat, dann das Hauptgericht, schließlich das Dessert oder der Käse. Dabei dürfen Sie sich nicht nur für jeden Gang einen frischen Teller nehmen – Sie sollten es unbedingt tun.

Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie gierig wirken könnten, wenn Sie sich drei- oder viermal zum „Nachschlag“ aufmachen. Es zeigt vielmehr, dass Sie sich zu benehmen wissen.

Kleine Besonderheiten
Servicepersonal am Büfett hat gewöhnlich nicht den Auftrag aufzupassen, ob Sie alles richtig machen, sondern Sie zu bedienen. Warten Sie also, bis Sie an der Reihe sind und greifen Sie nicht einfach selbst zu.

Die Serviette auf dem angeschnittenen Brotlaib liegt aus hygienischen Gründen da: Greifen Sie das Brot mit dem Tuch, um sich davon abzuschneiden. So kann jeder seine Scheibe genießen, ohne sich zu überlegen, wie viele Schnupfenbazillen bereits darauf abgelegt wurden.

Wenn Sie mit dem Teller an Ihrem Platz angekommen sind, können Sie eine Benimmregel ausnahmsweise außer acht lassen – Sie brauchen nicht zu warten, bis auch Ihre Tischnachbarn etwas zu essen haben. Denn wer weiß, ob Ihr Braten noch warm ist, bis diese die heiße Schlacht am kalten Büfett gewonnen haben...