LeitzKnowHow
Sabbatical
 
Wer träumt nicht von einer längeren Auszeit, die ohne Konsequenzen für
den Arbeitsplatz bleibt? Kann man nicht berufstätig sein und trotzdem ab
und an für längere Zeit „das Weite suchen“? Gibt es wirklich nur das
Entweder-oder? Viele hadern mit sich – und wissen gar nicht, dass
tatsächlich Möglichkeiten bestehen, beides unter einen Hut zu bringen:
zum Beispiel das Sabbatical.
Das Modell stammt ursprünglich aus den USA und hat einen biblischen Hintergrund. In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen, am siebten Tage ruhte er – darauf beruht der Sabbat und unser freier siebter Tag, der Sonntag. Und im zweiten Buch Mose ist zu lesen: „Sechs Jahre sollst du dein Land besäen [....]. Aber im siebten Jahr sollst du es ruhen lassen.“ So kam es zum jüdischen Sabbatjahr – und schließlich zu dessen Übertragung auf unsere Arbeitswelt. Von der Sie heute profitieren können.
Wie läuft ein solches Jahr ab?
Das Sabbatjahr oder Sabbatical ist für all diejenigen gedacht, die mal etwas ganz anderes erleben möchten. Wenn die Freude an der Arbeit verloren geht, schwinden auch Kreativität und Motivation – und spätestens dann ist es sinnvoll, wenn man eine Auszeit nehmen kann. Ob sie drei Monate oder ein ganzes Jahr dauert – danach kann man energiegeladen und ausgeruht wieder ins Tagesgeschäft einsteigen.
Leider wird dieses Projekt in Deutschland erst von einer Hand voll Firmen – meistens Großkonzernen – unterstützt. Das liegt unter anderem daran, dass sich viele Unternehmen noch nicht ausreichend mit dem Thema Sabbatical beschäftigt oder sogar noch nie davon gehört haben.
Das Modell stammt ursprünglich aus den USA und hat einen biblischen Hintergrund. In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen, am siebten Tage ruhte er – darauf beruht der Sabbat und unser freier siebter Tag, der Sonntag. Und im zweiten Buch Mose ist zu lesen: „Sechs Jahre sollst du dein Land besäen [....]. Aber im siebten Jahr sollst du es ruhen lassen.“ So kam es zum jüdischen Sabbatjahr – und schließlich zu dessen Übertragung auf unsere Arbeitswelt. Von der Sie heute profitieren können.
Wie läuft ein solches Jahr ab?
Das Sabbatjahr oder Sabbatical ist für all diejenigen gedacht, die mal etwas ganz anderes erleben möchten. Wenn die Freude an der Arbeit verloren geht, schwinden auch Kreativität und Motivation – und spätestens dann ist es sinnvoll, wenn man eine Auszeit nehmen kann. Ob sie drei Monate oder ein ganzes Jahr dauert – danach kann man energiegeladen und ausgeruht wieder ins Tagesgeschäft einsteigen.
Leider wird dieses Projekt in Deutschland erst von einer Hand voll Firmen – meistens Großkonzernen – unterstützt. Das liegt unter anderem daran, dass sich viele Unternehmen noch nicht ausreichend mit dem Thema Sabbatical beschäftigt oder sogar noch nie davon gehört haben.

Deshalb sollten Sie sich nicht scheuen, Ihren Chef auf das Thema hinzuweisen und ihn damit vertraut zu machen. Wahrscheinlich werden Sie nicht sofort auf offene Ohren oder sogar Begeisterung stoßen und sicher wird Ihr Wunsch nicht von heute auf morgen erfüllt. Lassen Sie sich trotzdem nicht entmutigen, bleiben Sie am Ball. Ihr Arbeitgeber braucht Zeit, um sich mit Ihren Argumenten zu befassen. Bieten Sie konkrete Lösungsvorschläge an, wie der Ausfall Ihrer Arbeitskraft kompensiert werden könnte. Vielleicht können Sie ihn auch bei seiner Ehre packen: Wenn er seinen Mitarbeitern das Instrument des Sabbatical zur Verfügung stellt, gehört er (noch) zu den Pionierunternehmen – und dieses Image schmückt ihn doch gut, oder?
Übrigens können Sie seit 1998 sogar auf rechtliche Unterstützung bauen: Laut Arbeitsteilzeitgesetz können die Tarifpartner sogenannte Arbeitszeitkonten einrichten. Dort werden Überstunden und nicht in Anspruch genommene Urlaubstage gesammelt. Anstatt sich Mehrarbeit auszahlen zu lassen oder hin und wieder Gleittage zu nehmen, kann man das Konto langsam anfüllen, um es dann für einen längeren, bezahlten Urlaub zu plündern. Falls bei Ihnen derartige Arbeitskonten existieren, sollten Sie sich also mal erkundigen, inwieweit Sie ansammeln dürfen – oder daran arbeiten, dass die Regeln entsprechend erweitert werden. Vielleicht finden Sie im Kreis Ihrer Kollegen Unterstützung?
Von wegen arbeitsfaul!
Leider hält sich das Vorurteil gegenüber Sabbaticals hartnäckig: Wer so viel Urlaub braucht, ist entweder faul, nicht belastbar oder sein Job ist ihm nicht wichtig genug. Doch wie gesagt: Das sind Vorurteile!
Falls Ihr Chef genauso denkt, überzeugen Sie ihn vom Gegenteil. Es gibt
genügend Beispiele, die belegen, dass ein Langzeiturlaub keineswegs nur
dem Faulenzen dient. Manche nutzen ihn zur Fortbildung. Andere kümmern
sich während schwieriger Entwicklungsphasen intensiver um ihre Kinder
oder erfüllen sich den langgehegten Wunsch, ein Haus zu bauen. Und klar:
Viele machen sich auf in die weite Welt.
Was Sie letztendlich daraus machen, bleibt ganz allein Ihre Sache.
Sicher ist: Neue Erfahrungen und Eindrücke, welcher Art auch immer, bringen frischen Schwung – der persönliche Akku wird wieder aufgeladen. Und man kehrt mit voller Kraft ins Berufsleben zurück.
Wie wird das Sabbatical geplant?
Jedes Unternehmen kann eigene Regeln für ein Sabbatical festlegen. Doch es gibt – neben der oben beschriebenen Möglichkeit, Arbeitsstunden anzusammeln – Finanzierungsmodelle, die sich bereits bewährt haben:
Zum einen kann man das Sabbatical natürlich als unbezahlten Urlaub nehmen. Sie haben dann eine Weiterbeschäftigungsgarantie und verlieren nur das Gehalt, nicht aber den Arbeitsplatz. Doch wer kann sich das schon leisten?
Die zweite Möglichkeit besteht in einer Vorauszahlung des Urlaubsgehalts: Sie lassen sich vor Ihrem Sabbatical eine Zeit lang einen Teil Ihres Lohns abziehen. Dieses Ersparte wird Ihnen dann während der Sabbatical-Monate ausbezahlt.
Das dritte Finanzierungsmodell ist auf die Zeit nach Ihrem Wiedereinstieg ausgerichtet. Auch hier haben Sie während Ihres Sabbaticals regelmäßige Bezüge, die Ihnen in den Monaten nach Ihrer Rückkehr über einen definierten Zeitraum wieder vom Gehalt abgezogen werden. Auch bei dieser Methode sind Sie also während Ihrer Abwesenheit finanziell abgesichert.
Was Sie letztendlich daraus machen, bleibt ganz allein Ihre Sache.
Sicher ist: Neue Erfahrungen und Eindrücke, welcher Art auch immer, bringen frischen Schwung – der persönliche Akku wird wieder aufgeladen. Und man kehrt mit voller Kraft ins Berufsleben zurück.
Wie wird das Sabbatical geplant?
Jedes Unternehmen kann eigene Regeln für ein Sabbatical festlegen. Doch es gibt – neben der oben beschriebenen Möglichkeit, Arbeitsstunden anzusammeln – Finanzierungsmodelle, die sich bereits bewährt haben:
Zum einen kann man das Sabbatical natürlich als unbezahlten Urlaub nehmen. Sie haben dann eine Weiterbeschäftigungsgarantie und verlieren nur das Gehalt, nicht aber den Arbeitsplatz. Doch wer kann sich das schon leisten?
Die zweite Möglichkeit besteht in einer Vorauszahlung des Urlaubsgehalts: Sie lassen sich vor Ihrem Sabbatical eine Zeit lang einen Teil Ihres Lohns abziehen. Dieses Ersparte wird Ihnen dann während der Sabbatical-Monate ausbezahlt.
Das dritte Finanzierungsmodell ist auf die Zeit nach Ihrem Wiedereinstieg ausgerichtet. Auch hier haben Sie während Ihres Sabbaticals regelmäßige Bezüge, die Ihnen in den Monaten nach Ihrer Rückkehr über einen definierten Zeitraum wieder vom Gehalt abgezogen werden. Auch bei dieser Methode sind Sie also während Ihrer Abwesenheit finanziell abgesichert.
Natürlich muss das Tagesgeschäft trotzdem weiterlaufen, wenn Sie Ihr
Sabbatical nehmen. Und darum müssen Sie sich kümmern. Deshalb empfiehlt
es sich, mit ihrem Vorgesetzten ein gut durchdachtes Konzept
auszuarbeiten, in dem Sie nach einem passenden Zeitpunkt für Ihren
Ausstieg suchen und sich um eine geeignete Vertretung bemühen, die
genügend Zeit zur Einarbeitung haben muss. Haben Sie Ihr Sabbatical
perfekt organisiert, können Sie Ihre Auszeit nehmen und später
sorgenfrei wieder in Ihren alten Job einsteigen. Und sicher werden sich
einige Ihrer Kollegen ein Beispiel an Ihrer Entschlossenheit nehmen!