LeitzKnowHow
Personalentwicklung
 
Fragen Sie zehn Manager, was sie unter Personalentwicklung verstehen –
und sie bekommen zehn verschiedene Antworten. Denn der Begriff ist weder
klar definiert noch sauber von anderen Bereichen abgegrenzt.
Grundgedanke
der Personalentwicklung ist, dass sich der Wert eines Unternehmens nicht
nur im Umsatz und der Börsennotierung widerspiegelt, sondern auch in
seinen Mitarbeitern. Denn deren Wissen, Erfahrungen und Know-how, aber
auch ihre Loyalität und Identifikation mit dem Unternehmen sind
mindestens so wichtig wie die Rendite oder der Shareholder Value.
Betriebswirtschaftlich betrachtet ist Personalentwicklung also eine
Investition, die das „Humankapital“ effektiv mehren soll.

Insofern bietet die Personalentwicklung eine gute Möglichkeit, den
„Wert“ eines Mitarbeiters im Hinblick auf seine Kenntnisse und
Fähigkeiten sichtbar zu machen, zum Beispiel im Vergleich zu den
Mitarbeiterkosten, die bei betriebswirtschaftlichen Analysen im
Vordergrund stehen.
Personalentwicklung soll aber den Schatz
„Human Resources“ nicht nur heben, sondern auch mehren, indem die
Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter gezielt weiterentwickelt
werden. Professionelle Personalentwickler betonen, dass es sich hierbei
nicht um konzeptions- und zusammenhanglose Schulungen handeln dürfe –
und ein Halbtagsseminar zum Thema Rhetorik daher schwerlich als
Personalentwicklung verkauft werden könne. Eine gute Personalentwicklung
basiere immer auf einem Gesamtkonzept und einer systematischen
Herangehensweise.
Bereiche der Personalentwicklung
Generell
sollte sich gute Personalentwicklung immer an der Unternehmenskultur
ausrichten. Sie kann sehr vielfältig stattfinden, hat aber zwei
Hauptbereiche:
Personalentwicklung kann einerseits beinhalten,
dass Mitarbeitern generell ermöglicht wird, ihre Kompetenzen zu
erweitern – egal, ob es darum geht, beim Projektmanagement, der
Strategieentwicklung, Serviceorientierung, Qualitätskontrolle oder beim
Risikomanagement dazuzulernen oder Soft Skills wie Mitarbeiterführung
und Teamfähigkeit zu verbessern.
Personalentwicklung kann
sich aber auch auf ganz individuelle Fördermaßnahmen oder die
Mitarbeitermotivation und -führung beziehen. Dann geht es darum, einen
speziellen Mitarbeiter so zu unterstützen, dass es ihm möglich ist,
detaillierte und konkrete Zielvereinbarungen zu erfüllen. Voraussetzung
sind regelmäßige Potenzialanalysen sowie Gespräche zur Laufbahn- und
Karriereentwicklung.
Wichtig ist, dass Maßstäbe, die zur
Beurteilung, Belohnung und Beförderung angelegt werden, transparent und
nachvollziehbar sind. Angesichts knapper Budgets muss natürlich immer
auch im Fokus stehen, dass sogenannte „Potenzialträger“ gefördert werden
– also Mitarbeiter, von deren Weiterbildung sich das Unternehmen den
größten Nutzen verspricht. Es geht also um gezielte Fach- und
Führungskräfteentwicklung.
Messbarkeit
Personalentwicklung
ist bei alldem immer eine Dienstleistung, die oft extern eingekauft wird
– und damit eine Investition, die nachvollziehbar sein und sich
rechtfertigen lassen muss. Deshalb wird gewöhnlich darauf geachtet, dass
neue Kompetenzen der Mitarbeiter auch wirklich messbar sind,
beispielsweise als neu erlernte Qualifikationen, größerem Aufgaben- und
Leistungsspektrum oder mehr Führungsverantwortung.
Indikator
individueller Personalentwicklung kann allerdings auch die
Mitarbeiterzufriedenheit sein. Auch sie lässt sich an ganz konkreten
Faktoren messen – Beispiele sind Fluktuation, Kündigungsrate oder der
Krankenstand.
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