LeitzKnowHow
Nein sagen können
 
Nein sagen ist unsozial. Egoistisch. Man arbeitet im Team, da muss man
auch mal Jobs übernehmen, die nicht zum eigenen Kerngeschäft gehören.
Sonst wirkt man überfordert. Man sollte Engagement zeigen, wenn man
weiterkommen möchte. Wenn man Hilferufe abwimmelt, schadet das dem
Betriebsklima. Es handelt sich ja nur um eine Kleinigkeit. Die ist doch
schnell erledigt....
All dies sind bekannte Argumente, um den Bitten anderer keine Absage erteilen zu müssen. Nein sagen ist unangenehm. Wir wollen niemanden enttäuschen oder gar verletzen. Außerdem haben wir schon als Kinder gelernt, dass man anderen helfen muss.
Die Kehrseite der Medaille: Man ist genervt, weil zu wenig Zeit bleibt, die eigenen Aufgaben richtig zu erledigen. Es entsteht Stress, den man eigentlich vermeiden wollte. Man war so gut im Zeitplan, doch nun? Und überhaupt: Warum immer ich? Wie schaffen es bloß die anderen, sich aus allem raus zu halten?
Es geht nicht darum, grundsätzlich alles abzulehnen, was an einen herangetragen wird. Doch man sollte auch nicht unreflektiert zu allem „Ja und Amen“ sagen. Bei aller Hilfsbereitschaft: Manchmal ist es wichtig, sich erst mal selbst der Nächste zu sein. Sonst fühlt man sich irgendwann unzufrieden, ausgenutzt und ausgebrannt.
Sich selbst kritisch beobachten
Überlegen Sie, wann es Ihnen schwer fällt, Nein zu sagen. Ist das ausschließlich im Beruf der Fall oder setzen Sie generell ungern Grenzen – auch zu Hause, bei den Kindern oder dem Partner? Haben Sie nur bei einer bestimmten Kollegin Probleme, ihr einen Wunsch abzuschlagen? Oder immer in speziellen Situationen? Je genauer Sie wissen, wo Ihr „wunder Punkt“ liegt, desto eher können Sie gegen ihn angehen.
All dies sind bekannte Argumente, um den Bitten anderer keine Absage erteilen zu müssen. Nein sagen ist unangenehm. Wir wollen niemanden enttäuschen oder gar verletzen. Außerdem haben wir schon als Kinder gelernt, dass man anderen helfen muss.
Die Kehrseite der Medaille: Man ist genervt, weil zu wenig Zeit bleibt, die eigenen Aufgaben richtig zu erledigen. Es entsteht Stress, den man eigentlich vermeiden wollte. Man war so gut im Zeitplan, doch nun? Und überhaupt: Warum immer ich? Wie schaffen es bloß die anderen, sich aus allem raus zu halten?
Es geht nicht darum, grundsätzlich alles abzulehnen, was an einen herangetragen wird. Doch man sollte auch nicht unreflektiert zu allem „Ja und Amen“ sagen. Bei aller Hilfsbereitschaft: Manchmal ist es wichtig, sich erst mal selbst der Nächste zu sein. Sonst fühlt man sich irgendwann unzufrieden, ausgenutzt und ausgebrannt.
Sich selbst kritisch beobachten
Überlegen Sie, wann es Ihnen schwer fällt, Nein zu sagen. Ist das ausschließlich im Beruf der Fall oder setzen Sie generell ungern Grenzen – auch zu Hause, bei den Kindern oder dem Partner? Haben Sie nur bei einer bestimmten Kollegin Probleme, ihr einen Wunsch abzuschlagen? Oder immer in speziellen Situationen? Je genauer Sie wissen, wo Ihr „wunder Punkt“ liegt, desto eher können Sie gegen ihn angehen.

Achten Sie auch darauf, ob Sie vielleicht ungefragt Arbeit an sich reißen, die Sie eigentlich gar nicht erledigen müssten – zum Beispiel, weil Sie der Ansicht sind, die anderen könnten das nicht so gut wie Sie. Oder weil Sie es nicht mehr sehen können, dass Jobs lange unerledigt liegen bleiben. Und plötzlich wächst Ihnen dieses Aufgabengebiet wie von selbst zu – Sie sind immer dafür zuständig.
Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, anderen von sich aus Arbeit abzunehmen, um sich beliebt zu machen! Das verkehrt sich leicht ins Gegenteil, denn es wirkt oft anbiedernd und wenig selbstbewusst. Außerdem laden Sie dann geradezu dazu ein, dass man Sie ausnutzt.
Erstellen Sie eine Checkliste!
Machen Sie sich eine Art Checkliste – entweder im Kopf oder auf einem Blatt Papier, das Sie immer greifbar haben – und gehen Sie sie kurz durch, ehe Sie antworten, wenn jemand etwas von Ihnen möchte. Bitten Sie einfach um eine kurze Denkpause: „Ich kann Dir nicht sofort sagen, ob ich das für Dich erledigen kann. Ich gebe Dir in fünf Minuten Bescheid!“. Überlegen Sie sich dann
- welche Aufgaben Sie selbst noch zu erledigen haben,
- wie viel Zeit der „Gefallen“ beansprucht, den Sie zusätzlich erledigen sollen,
- ob es sich um eine Aufgabe handelt, die dem anderen vielleicht nur unangenehm ist,
- ob zu erwarten ist, dass die bittende Person Ihnen bei Gelegenheit auch mal etwas abnehmen wird,
- und ob Sie die Aufgabe gerne oder nur sehr wiederwillig erledigen würden.
Erst nachdem Sie all diese Fragen ehrlich beantwortet haben, sollten Sie sich entscheiden, ob Sie die Extraarbeit übernehmen oder nicht.
Gewöhnen Sie sich an, nicht nur über die Konsequenzen eines Neins, sondern auch über die eines Jas nachzudenken – vielleicht hilft es Ihnen, eine Zeitlang aufzuschreiben, wie viel Zeit Sie für Aufgaben, die Sie für andere erledigen, aufwenden!
Nein sagen kann man lernen
Keine Frage, Nein sagen erfordert Mut – aber es geht mit jedem Mal leichter! Begnügen Sie sich mit kleinen Schritten. Versuchen Sie es einfach mal, wenn zum Beispiel die Kollegin schon wieder erwartet, dass Sie ein Protokoll für Sie tippen. Spielen Sie die Situation im Kopf durch – oder noch besser im Dialog mit einer Vertrauensperson. Und die soll solange auf sie einreden, bis Sie überzeugend, glaubhaft und deutlich „Nein!“ gesagt haben – mit fester Stimme und Blickkontakt!
Der gute Ton
Es ist nicht schlimm, etwas abzulehnen – es kommt allerdings auf den richtigen Ton an. Wenn Sie eine Kollegin nur mit einem barschen „Nein!“ abfertigen, ist sie zurecht beleidigt.
Begründen Sie Ihre Absage. Dabei geht es nicht darum, sich zu rechtfertigen, sondern dem Anderen zu vermitteln, warum seiner Bitte nicht entsprochen wird. Äußern Sie Verständnis („Ich weiß, dass es bei Dir gerade stressig ist, aber ich bin auch ausgelastet!“) und suchen Sie eventuell nach Lösungen und Kompromissen („Ich schaffe es zeitlich nicht, Dir das Protokoll zu tippen, aber ich kann es Korrektur lesen und verschicken.“).
Die positive Seite sehen
Nein sagen zu können kann man durchaus positiv bewerten – und das sollten Sie sich angewöhnen. Denn wenn Sie auch mal eine Bitte abschlagen, gibt das den anderen Sicherheit – man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Ihnen eine Aufgabe übergibt: Wenn Sie es nicht schaffen würden, hätten Sie es sicher gesagt.
Anfangs wird es Ihre Kollegen sicher überraschen, wenn Sie plötzlich nicht mehr alles für Sie erledigen. Aber auch Sie werden erstaunt sein, wie verständnisvoll und überhaupt nicht beleidigt die meisten reagieren werden!
Keine Frage, Nein sagen erfordert Mut – aber es geht mit jedem Mal leichter! Begnügen Sie sich mit kleinen Schritten. Versuchen Sie es einfach mal, wenn zum Beispiel die Kollegin schon wieder erwartet, dass Sie ein Protokoll für Sie tippen. Spielen Sie die Situation im Kopf durch – oder noch besser im Dialog mit einer Vertrauensperson. Und die soll solange auf sie einreden, bis Sie überzeugend, glaubhaft und deutlich „Nein!“ gesagt haben – mit fester Stimme und Blickkontakt!
Der gute Ton
Es ist nicht schlimm, etwas abzulehnen – es kommt allerdings auf den richtigen Ton an. Wenn Sie eine Kollegin nur mit einem barschen „Nein!“ abfertigen, ist sie zurecht beleidigt.
Begründen Sie Ihre Absage. Dabei geht es nicht darum, sich zu rechtfertigen, sondern dem Anderen zu vermitteln, warum seiner Bitte nicht entsprochen wird. Äußern Sie Verständnis („Ich weiß, dass es bei Dir gerade stressig ist, aber ich bin auch ausgelastet!“) und suchen Sie eventuell nach Lösungen und Kompromissen („Ich schaffe es zeitlich nicht, Dir das Protokoll zu tippen, aber ich kann es Korrektur lesen und verschicken.“).
Die positive Seite sehen
Nein sagen zu können kann man durchaus positiv bewerten – und das sollten Sie sich angewöhnen. Denn wenn Sie auch mal eine Bitte abschlagen, gibt das den anderen Sicherheit – man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Ihnen eine Aufgabe übergibt: Wenn Sie es nicht schaffen würden, hätten Sie es sicher gesagt.
Anfangs wird es Ihre Kollegen sicher überraschen, wenn Sie plötzlich nicht mehr alles für Sie erledigen. Aber auch Sie werden erstaunt sein, wie verständnisvoll und überhaupt nicht beleidigt die meisten reagieren werden!