LeitzKnowHow
Mobbing unter Mitarbeitern
 
„Mobbing“ leitet sich vom englischen Verb „to mob“ – „über etwas
herfallen, sich auf etwas stürzen“ ab. Im Deutschen kennen wir den „Mob“
als Synonym für eine Horde von Menschen mit schlechtem bis kriminellem
Benehmen – es gibt also auch eine passende deutsche Herleitung für den
Begriff.
Denn beim Mobbing scheinen sich manchmal viele gegen einen Einzelnen zu verschwören. Warum genau diese Person zum Opfer gewählt wird, lässt sich meist kaum nachvollziehen. Nicht selten handelt es sich um Menschen, die in irgendeiner Form anders sind als die anderen: Die etwas flippigere Kollegin, der offen zu seiner Meinung stehende Kollege, die introvertierte, unsicher wirkende Neue.
In manchen Fällen steht auch ein unbewältigter Konflikt am Anfang eines Mobbing-Prozesses. Oder die mobbenden Kolleginnen und Kollegen versuchen, durch ihr Verhalten von eigenen Schwächen abzulenken.
Studien zeigen, dass Mobbing in Zeiten wirtschaftlicher Rezession zunimmt: Der Konkurrenzkampf steigt, und dabei wird auch mit unfairen Mitteln gekämpft.
Was genau ist eigentlich Mobbing?
Mobbing ist ganz eindeutig eine Form psychischer Gewalt. Dieser Psychoterror kann sehr vielseitig sein: Der Aufbau sozialer Beziehungen wird verhindert oder sogar jegliche Kommunikation unterbunden. Das Opfer wird permanent unterbrochen oder geschnitten, soziale Kontakte werden verweigert. Häufig wird auch versucht, das Ansehen des Opfers bei Dritten – zum Beispiel bei Ihnen – gezielt zu schwächen. Es werden Gerüchte über psychische Krankheiten, berufliche Inkompetenz und private Verfehlungen gestreut, die den Betroffenen erst so spät zu Ohren kommen, dass sie sich nicht mehr wehren können. Und nicht zuletzt werden die Betroffenen manchmal sogar körperlich attackiert – zum Beispiel durch sexuelle Belästigung.
Denn beim Mobbing scheinen sich manchmal viele gegen einen Einzelnen zu verschwören. Warum genau diese Person zum Opfer gewählt wird, lässt sich meist kaum nachvollziehen. Nicht selten handelt es sich um Menschen, die in irgendeiner Form anders sind als die anderen: Die etwas flippigere Kollegin, der offen zu seiner Meinung stehende Kollege, die introvertierte, unsicher wirkende Neue.
In manchen Fällen steht auch ein unbewältigter Konflikt am Anfang eines Mobbing-Prozesses. Oder die mobbenden Kolleginnen und Kollegen versuchen, durch ihr Verhalten von eigenen Schwächen abzulenken.
Studien zeigen, dass Mobbing in Zeiten wirtschaftlicher Rezession zunimmt: Der Konkurrenzkampf steigt, und dabei wird auch mit unfairen Mitteln gekämpft.
Was genau ist eigentlich Mobbing?
Mobbing ist ganz eindeutig eine Form psychischer Gewalt. Dieser Psychoterror kann sehr vielseitig sein: Der Aufbau sozialer Beziehungen wird verhindert oder sogar jegliche Kommunikation unterbunden. Das Opfer wird permanent unterbrochen oder geschnitten, soziale Kontakte werden verweigert. Häufig wird auch versucht, das Ansehen des Opfers bei Dritten – zum Beispiel bei Ihnen – gezielt zu schwächen. Es werden Gerüchte über psychische Krankheiten, berufliche Inkompetenz und private Verfehlungen gestreut, die den Betroffenen erst so spät zu Ohren kommen, dass sie sich nicht mehr wehren können. Und nicht zuletzt werden die Betroffenen manchmal sogar körperlich attackiert – zum Beispiel durch sexuelle Belästigung.

In Studien wurde übrigens festgestellt, dass Frauen und Männer unterschiedlich mobben: Frauen tun es eher indirekt, indem sie hinter vorgehaltener Hand schlecht sprechen, Gerüchte verbreiten oder ununterbrochen kritisieren. Männer dagegen lassen ihre Opfer oft gezielt auflaufen, drohen und üben Druck aus.
Warum ausgerechnet ich?
Betroffene wollen natürlich keine Aufmerksamkeit erregen. Sie glauben, dass allein die Tatsache, dass ausgerechnet sie gemobbt werden, darauf hindeutet, dass sie irgendwie komisch sein müssen. Diese Selbstkritik führt dazu, dass sie alles tun, um anerkannt zu werden. Sie stehen aber unter hohem Druck und sind so unsicher, dass sie Fehler machen oder sich geradezu anbiedern – und erst recht zur Zielscheibe werden: ein Teufelskreis.
Nach einiger Zeit folgt daher die „innere Kündigung“. Das Mobbingopfer reagiert mit Rückzug, Misstrauen oder Aggression. Die Situation erscheint ausweglos, jeder neue Arbeitstag wird zur Qual. Und irgendwann geht gar nichts mehr: Die Betroffenen werden krank. Die Leiden können von Magen-Darm-Problemen über Depressionen und Migräne bis zu Angstzuständen reichen. In extremsten Fällen wird die Lage als so ausweglos eingeschätzt, dass Selbstmord die einzige Lösung scheint.
Dem Mobbing keine Chance geben
Als Arbeitgeber können Sie schon präventiv einiges tun, damit Mobbing gar nicht erst stattfindet. Nehmen Sie sich immer wieder Zeit, Ihr Team zu beobachten und den Umgang miteinander zu reflektieren. Gibt es Außenseiter? Wie findet sich die neue Kollegin zurecht? Wird jemand besonders oft gehänselt?
Schaffen Sie eine offene Atmosphäre – fragen Sie nicht nur, wie weit das Projekt vorangekommen ist, sondern auch, wie es den Mitarbeitern geht. Führen Sie regelmäßig Mitarbeitergespräche und thematisieren Sie dabei auch mögliche Probleme. Der Satz: „Ich habe den Eindruck, dass Sie es in letzter Zeit etwas schwer haben im Team.
Ich schätze Sie als kompetenten Mitarbeiter und möchte, dass Sie sich
wohl fühlen. Sie wissen, dass ich für Sie da bin, wenn es
Schwierigkeiten gibt?“ kann Türen öffnen und erleichtert dem Gegenüber
den Einstieg, weil er nicht „petzen“, sondern „nur“ bestätigen muss.
Aber seien Sie sensibel und bohren Sie nicht zu sehr nach – sonst reißen
Sie womöglich heilende Wunden wieder auf.
Ihre Pflichten als Arbeitgeber
Als Chef sollten Sie – abgesehen von den moralischen Aspekten – auch ein rein wirtschaftliches Interesse haben, Mobbing zu verhindern. Mitarbeiter, die aufgrund psychischen Drucks krank werden, sind ein vermeidbarer Kostenfaktor.
Abgesehen davon haben Sie nach § 75 BetrVG als Arbeitgeber die Pflicht, darüber zu wachen, dass alle im Betrieb tätigen Personen „nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit“ behandelt werden. Wenn Sie eine Beschwerde erhalten, müssen Sie dieser also nachgehen und ggf. die Gründe beseitigen. In der Praxis heißt dies, dass mobbende Arbeitnehmer verwarnt werden können oder ihnen im Wiederholungsfall sogar gekündigt werden kann.
Werden Sie schnell aktiv, wenn Ihnen ein Mobbingfall zu Ohren kommt – Sie wissen selbst, dass man unangenehme Aufgaben gerne aufschiebt. Wenn Sie als Arbeitgeber das Problem erkennen, aber nichts dagegen unternehmen und den Mitarbeiter der Situation unverändert weiter aussetzen, kann er übrigens sogar Schmerzensgeld von Ihnen fordern.
Durch schnelles und konsequentes Handeln zeigen Sie, dass Ihnen etwas am Betriebsklima liegt und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Natürlich müssen Sie vorher versuchen, sich ein objektives Bild der Situation zu machen, um fair zu bleiben – denn es kann schließlich auch eine äußerst perfide Art des Mobbings sein, einem Kollegen ebendieses zu unterstellen!
Ihre Pflichten als Arbeitgeber
Als Chef sollten Sie – abgesehen von den moralischen Aspekten – auch ein rein wirtschaftliches Interesse haben, Mobbing zu verhindern. Mitarbeiter, die aufgrund psychischen Drucks krank werden, sind ein vermeidbarer Kostenfaktor.
Abgesehen davon haben Sie nach § 75 BetrVG als Arbeitgeber die Pflicht, darüber zu wachen, dass alle im Betrieb tätigen Personen „nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit“ behandelt werden. Wenn Sie eine Beschwerde erhalten, müssen Sie dieser also nachgehen und ggf. die Gründe beseitigen. In der Praxis heißt dies, dass mobbende Arbeitnehmer verwarnt werden können oder ihnen im Wiederholungsfall sogar gekündigt werden kann.
Werden Sie schnell aktiv, wenn Ihnen ein Mobbingfall zu Ohren kommt – Sie wissen selbst, dass man unangenehme Aufgaben gerne aufschiebt. Wenn Sie als Arbeitgeber das Problem erkennen, aber nichts dagegen unternehmen und den Mitarbeiter der Situation unverändert weiter aussetzen, kann er übrigens sogar Schmerzensgeld von Ihnen fordern.
Durch schnelles und konsequentes Handeln zeigen Sie, dass Ihnen etwas am Betriebsklima liegt und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Natürlich müssen Sie vorher versuchen, sich ein objektives Bild der Situation zu machen, um fair zu bleiben – denn es kann schließlich auch eine äußerst perfide Art des Mobbings sein, einem Kollegen ebendieses zu unterstellen!