LeitzKnowHow
Mediation
 
Mediation kann in vielen Bereichen angewendet werden. Besonders im
Familienrecht werden mit Hilfe dieser Technik Lösungen gefunden, die von
allen Parteien akzeptiert werden können. Und selbst in Kindergärten
findet Mediation Anwendung, wenn es gilt, Streit zwischen den Kleinen zu
schlichten.
Doch Mediation kann auch im Berufsleben sinnvoll eingesetzt werden: Intern zum Beispiel, wenn es um Arbeitsaufteilungen, Urlaubsplanung oder so leidige Themen wie Rauchen geht. Oder extern, um Uneinigkeiten bei Lieferbedingungen, Vertragserfüllungen oder -verhandlungen zu beseitigen.
Kurz gesagt: Mediation kann man überall dort einsetzen, wo Menschen miteinander agieren.
Hilfe zur Selbsthilfe
Bei einer Problemlösung mit Hilfe der Mediation geht es niemals darum, ein „Urteil“ zu sprechen, das dem einen Recht und dem anderen die Schuld gibt. Vielmehr werden konstruktive „win-win-Lösungen“ angestrebt. Das bedeutet, dass alle Konfliktparteien mit der gefundenen Lösung leben können müssen und sich niemand benachteiligt oder über den Tisch gezogen fühlt. Denn nur wenn ein Konflikt wirklich in beiderseitigem Einvernehmen gelöst wird, ist eine weitere konstruktive Zusammenarbeit möglich.
Bei der Mediation ist es von geringer Bedeutung, wie der Konflikt zustande kam. Es geht nicht darum, jemandem falsches Verhalten nachzuweisen – Fehler werden höchstens aufgespürt, damit man sie in Zukunft vermeiden kann. Ziel der Mediation ist es, nach vorne zu blicken und gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen.
Wenn zwei sich streiten, vermittelt der Dritte
Sie kennen es: In einem Streit fällt es sehr schwer, sachlich zu bleiben und dem anderen wirklich zuzuhören. Wir versteifen uns auf unsere eigene Position, finden alles, was vom „Gegner“ kommt, grundsätzlich falsch und unterstellen ihm, uns ja nur schaden zu wollen und ausschließlich die eigenen Interessen im Kopf zu haben. Wir brauchen dann einen Unparteiischen, der uns beiseite nimmt, wieder von der Palme herunterholt und die Sache in Ruhe bespricht.
Doch Mediation kann auch im Berufsleben sinnvoll eingesetzt werden: Intern zum Beispiel, wenn es um Arbeitsaufteilungen, Urlaubsplanung oder so leidige Themen wie Rauchen geht. Oder extern, um Uneinigkeiten bei Lieferbedingungen, Vertragserfüllungen oder -verhandlungen zu beseitigen.
Kurz gesagt: Mediation kann man überall dort einsetzen, wo Menschen miteinander agieren.
Hilfe zur Selbsthilfe
Bei einer Problemlösung mit Hilfe der Mediation geht es niemals darum, ein „Urteil“ zu sprechen, das dem einen Recht und dem anderen die Schuld gibt. Vielmehr werden konstruktive „win-win-Lösungen“ angestrebt. Das bedeutet, dass alle Konfliktparteien mit der gefundenen Lösung leben können müssen und sich niemand benachteiligt oder über den Tisch gezogen fühlt. Denn nur wenn ein Konflikt wirklich in beiderseitigem Einvernehmen gelöst wird, ist eine weitere konstruktive Zusammenarbeit möglich.
Bei der Mediation ist es von geringer Bedeutung, wie der Konflikt zustande kam. Es geht nicht darum, jemandem falsches Verhalten nachzuweisen – Fehler werden höchstens aufgespürt, damit man sie in Zukunft vermeiden kann. Ziel der Mediation ist es, nach vorne zu blicken und gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen.
Wenn zwei sich streiten, vermittelt der Dritte
Sie kennen es: In einem Streit fällt es sehr schwer, sachlich zu bleiben und dem anderen wirklich zuzuhören. Wir versteifen uns auf unsere eigene Position, finden alles, was vom „Gegner“ kommt, grundsätzlich falsch und unterstellen ihm, uns ja nur schaden zu wollen und ausschließlich die eigenen Interessen im Kopf zu haben. Wir brauchen dann einen Unparteiischen, der uns beiseite nimmt, wieder von der Palme herunterholt und die Sache in Ruhe bespricht.

Diese Aufgabe hat ein Mediator. Er muss als „Puffer“ auf eine ruhige, sachliche Gesprächsatmosphäre achten. Mediatoren sind in erster Linie Moderatoren, die aufpassen, dass die Regeln der Mediation eingehalten werden. Sie bestimmen also nicht was besprochen wird, sondern achten auf das Wie. Das bedeutet vor allem: Jeder wird angehört und hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Um sicher zu gehen, dass der Inhalt auch ankommt, legen manche Mediatoren – vor allem, wenn die Stimmung eher gereizt ist – Wert darauf, dass das Gesagte von der anderen Konfliktpartei mit eigenen Worten wiederholt wird. Das trägt dazu bei, weitere Missverständnisse zu vermeiden – wird allerdings manchmal auch als nervig und hölzern empfunden.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mediation
Die Inhalte des Gesprächs werden allein von den Beteiligten bestimmt. Weil man nur dann eine Lösung finden kann, wenn die Parteien offen für einander sind und ein ehrliches Interesse haben, zu einem Ergebnis zu kommen, versteht es sich von selbst, dass Mediation nur zum Erfolg führt, wenn alle Konfliktparteien sich freiwillig dazu entscheiden.
Wer zu einer Teilnahme genötigt wird, obwohl er nicht oder nur widerwillig dazu bereit ist, wird nicht offen für andere Argumente sein. Bei der Mediation geht es um Einsicht, nicht um Rechthaberei. Und die kann nicht erzwungen oder vorgeschrieben werden.
Als Chef haben Sie daher die schwierige Aufgabe, Ihre Mitarbeiter oder Geschäftspartner von den Vorteilen der Mediation zu überzeugen, ehe der eigentliche Prozess beginnen kann. Oft sind die Fronten so verhärtet, dass lange Vorgespräche notwendig sind.
Bieten Sie den Betroffenen an, zuerst einmal in ein Erstgespräch
„hineinzuschnuppern“ und dann zu entscheiden, ob sie eine weitere
Mediation für sinnvoll halten. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass Ihre
Mitarbeiter wahrscheinlich offener sind, wenn Sie selbst nicht dabei
sind. Und versuchen Sie auf keinen Fall, selbst als Mediator zu
fungieren. Denn ein Mediator muss unparteiisch sein, und das sind Sie
mit großer Wahrscheinlichkeit schon deshalb nicht, weil Sie die
Streithähne mehr oder weniger gut kennen.
Wie läuft Mediation ab?
Um mit der Mediation überhaupt beginnen zu können, muss zunächst einmal die Basis festgelegt werden. Die Teilnehmer müssen den Mediator kennen lernen (und eventuell auch einander, wenn vorher nur schriftlich oder telefonisch debattiert wurde) und Vertrauen fassen. Und es müssen gemeinsame Regeln gefunden werden, nach denen die Verhandlung ablaufen soll. Schon hier hat der Moderator eine wichtige Rolle, weil gerade am Anfang die Stimmung emotional aufgeladen ist.
Dann beginnt die zweite Phase: Die Parteien schildern den Konflikt aus ihrer Sicht. Der Mediator achtet darauf, dass dabei niemand unterbrochen und keinem widersprochen wird – jeder hat ein Recht auf seine eigene Sicht der Dinge. Sind die Positionen klar, fassen die Teilnehmer die Punkte zusammen, in denen bereits ein Konsens herrscht. Auch die Aspekte, bei denen Uneinigkeit besteht, werden definiert und dann entsprechende Streitfragen formuliert. Hier kommt es ebenfalls auf einen guten Moderator an, da es emotional involvierten Personen meist schwer fällt, eine Struktur zu schaffen.
Schließlich werden die Konfliktfelder bearbeitet. Man hört zu und akzeptiert, dass die Ansichten differieren. Im Unterschied zur zweiten Phase ist hier der Blick in die Zukunft gerichtet. Gibt es mehrere Möglichkeiten, fasst der Mediator sie zusammen und stellt sie zur Diskussion. Wichtig ist, dass die Ideen von den Konfliktparteien selbst stammen und dass alle ihre Meinung sagen.
Wie läuft Mediation ab?
Um mit der Mediation überhaupt beginnen zu können, muss zunächst einmal die Basis festgelegt werden. Die Teilnehmer müssen den Mediator kennen lernen (und eventuell auch einander, wenn vorher nur schriftlich oder telefonisch debattiert wurde) und Vertrauen fassen. Und es müssen gemeinsame Regeln gefunden werden, nach denen die Verhandlung ablaufen soll. Schon hier hat der Moderator eine wichtige Rolle, weil gerade am Anfang die Stimmung emotional aufgeladen ist.
Dann beginnt die zweite Phase: Die Parteien schildern den Konflikt aus ihrer Sicht. Der Mediator achtet darauf, dass dabei niemand unterbrochen und keinem widersprochen wird – jeder hat ein Recht auf seine eigene Sicht der Dinge. Sind die Positionen klar, fassen die Teilnehmer die Punkte zusammen, in denen bereits ein Konsens herrscht. Auch die Aspekte, bei denen Uneinigkeit besteht, werden definiert und dann entsprechende Streitfragen formuliert. Hier kommt es ebenfalls auf einen guten Moderator an, da es emotional involvierten Personen meist schwer fällt, eine Struktur zu schaffen.
Schließlich werden die Konfliktfelder bearbeitet. Man hört zu und akzeptiert, dass die Ansichten differieren. Im Unterschied zur zweiten Phase ist hier der Blick in die Zukunft gerichtet. Gibt es mehrere Möglichkeiten, fasst der Mediator sie zusammen und stellt sie zur Diskussion. Wichtig ist, dass die Ideen von den Konfliktparteien selbst stammen und dass alle ihre Meinung sagen.
Im Idealfall einigen sich die Parteien auf einen Weg, den alle für den
besten halten. Ist dies nicht der Fall, muss nach Kompromissen gesucht
werden. Schlimmstenfalls kann es sein, dass es die einzig akzeptable
Lösung ist, die Zusammenarbeit zu beenden. Wurde ein Konsens gefunden,
sollte der Mediator die Runde auch weiterhin betreuen, falls neue
Probleme auftauchen.
Die Vorteile
Ein großer Vorteil der Mediation ist es, dass die Lösungen selbst erarbeitet werden. Somit ist die Motivation größer, sich auch an die getroffenen Abmachungen zu halten – im Gegensatz zu einem Kompromiss, den sich irgendjemand ausgedacht hat und mit dem alle unzufrieden sind.
Das Verfahren ist nicht öffentlich und somit sehr diskret. Natürlich ist es Voraussetzung jeder Mediation, dass die Inhalte der Diskussionen vertraulich behandelt werden.
Inzwischen gibt es viele Beratungsfirmen, die ausgebildete Mediatoren vermitteln. Man irrt sich sehr, wenn man meint, die Aufgabe sei einfach. Deshalb sollte man nur einen Fachmann damit betreuen und nicht am falschen Ende sparen. Denn ein Moderator, dem der Prozess entgleitet oder der nicht objektiv und ruhig bleibt, kann großen Schaden verursachen.
Die Vorteile
Ein großer Vorteil der Mediation ist es, dass die Lösungen selbst erarbeitet werden. Somit ist die Motivation größer, sich auch an die getroffenen Abmachungen zu halten – im Gegensatz zu einem Kompromiss, den sich irgendjemand ausgedacht hat und mit dem alle unzufrieden sind.
Das Verfahren ist nicht öffentlich und somit sehr diskret. Natürlich ist es Voraussetzung jeder Mediation, dass die Inhalte der Diskussionen vertraulich behandelt werden.
Inzwischen gibt es viele Beratungsfirmen, die ausgebildete Mediatoren vermitteln. Man irrt sich sehr, wenn man meint, die Aufgabe sei einfach. Deshalb sollte man nur einen Fachmann damit betreuen und nicht am falschen Ende sparen. Denn ein Moderator, dem der Prozess entgleitet oder der nicht objektiv und ruhig bleibt, kann großen Schaden verursachen.