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Karrierechance Auslandsversetzung

 

Neue Erfahrungen sammeln, andere Länder kennen lernen. Warum soll man diesen Wunsch auf die Urlaubstage begrenzen? Was spricht eigentlich dagegen, einige Zeit im Ausland zu verbringen und dort seine Brötchen zu verdienen – insbesondere, wenn man jung und ungebunden ist und keine Rücksicht auf die Familie nehmen muss?

Für die weitere berufliche Laufbahn ist es sicher von Vorteil, auf Auslandserfahrungen verweisen zu können. Auch perfekte Fremdsprachenkenntnisse helfen bei der Karriereplanung weiter. Und außerdem ist ein Auslandsaufenthalt gut für die Persönlichkeitsentwicklung. Man lernt, sich in fremden Gefilden durchzubeißen, sich auf andere Sitten und Gebräuche einzustellen und flexibel auf neue Situationen zu reagieren.

Ganz abgesehen davon stellt sich in vielen Ländern die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich positiver dar als hier bei uns. Wer also hier keine Entwicklungschancen sieht oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, für den kann ein Aufenthalt im Ausland eine gute Alternative darstellen.

Doch wie kommt man zu einem attraktiven Auslandsjob?
Wenn Sie in einem größeren Unternehmen arbeiten, das über Standorte in anderen Ländern verfügt, sollten Sie natürlich zuallererst versuchen, sich einfach in ein anderes Land versetzen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Sie weder im Ausland noch nach Ihrer Rückkehr einen Job suchen müssen. Und zudem können Sie bei allen organisatorischen Fragen auf Unterstützung durch Ihren Arbeitgeber zählen.

Wenn Ihr Wunsch bei Ihrem Arbeitgeber kein Verständnis findet, müssen Sie versuchen, ihm deutlich zu machen, dass es auch für ihn von Vorteil ist, wenn er nach Ihrer Rückkehr mit einer Mitarbeiterin rechnen kann, die sich weiterqualifiziert hat und dem Unternehmen dadurch von Nutzen sein kann. Denn schließlich kennen Sie nun die Situation der Niederlassung im Ausland, haben gute Kontakte zu den dortigen Mitarbeitern und zudem hervorragende Sprachkenntnisse.
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Wenn es keine eigenen Standorte im Ausland gibt, kann Ihr Arbeitgeber Ihnen womöglich trotzdem mit seinen Kontakten weiterhelfen. Vielleicht gibt es Kunden oder Geschäftspartner im Ausland, zu denen Ihr Chef gerne einen direkteren Draht hätte und bei denen Sie für eine gewisse Zeit arbeiten können. Sie sollten es auf jeden Fall versuchen – es kann nie schaden, wenn Sie Ihre Flexibilität und Ihr Engagement zu erkennen geben.

Klare Abmachungen sind wichtig
Wenn Sie unternehmensintern ins Ausland wechseln, ist es wichtig, klare Absprachen zu treffen. Und zwar sowohl, was Ihren Einsatz während der Entsendung, als auch was Ihre Rückkehr betrifft. Wie lange werden Sie wegbleiben? Was genau wird dort Ihr Aufgabengebiet sein? Wie sieht es mit der Bezahlung aus? Und was passiert, wenn Sie wieder nach Hause kommen?

Sie müssen damit rechnen, dass Ihnen spannende Zeiten bevorstehen. Es wird nicht immer leicht sein. Sie werden im Ausland Eingewöhnungsprobleme haben – und nach Ihrer Rückkehr auch. Denn Sie werden so viel erleben und lernen, dass Ihnen die Wiedereingliederung im Heimatunternehmen schwer fallen wird. Möglicherweise werden Sie sich dann einen neuen Job suchen, der Sie mehr fordert. Aber sie werden sehr wahrscheinlich das Fazit ziehen: Das war es wert!

Die Zelte abbrechen
Wenn es keine Möglichkeit gibt, innerhalb des Unternehmens ins Ausland zu wechseln, bleibt nur, sich selber einen Job zu suchen und hier zu kündigen. Aber wie findet man den?

Zum Beispiel über die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit (ZAV) oder EURES (European Employment Services), ein europäisches Netzwerk, dessen Berater über Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Ländern der EU informieren und Stellenangebote vermitteln. Auch das Auswärtige Amt in Berlin kann mit seinem internationalen Stellenpool weiterhelfen. Und natürlich werden in den Stellenbörsen im Internet Auslandsjobs angeboten. Außerdem können Sie auf den Webseiten großer Konzerne fündig werden.