LeitzKnowHow
Home Office
 
Die klare Trennung zwischen „privat“ und „beruflich“ verschwimmt immer
stärker. Wo man arbeitet, ist eigentlich gar nicht so wichtig – das
sehen inzwischen auch die meisten Arbeitgeber ein. Und entsprechend
werden Home-Office-Tage immer mehr zum Normalfall.
Flexibilität
und Zeitersparnis – die Vorteile
Studien haben ergeben,
dass über 22 Millionen Menschen in Europa von zu Hause aus arbeiten.
Zehn Prozent aller Büroangestellten arbeiten schon heute tageweise im
Home Office – ein Trend, der sich sicherlich in den nächsten Jahren noch
verstärken wird. Denn über 60 Prozent der Büroangestellten wünschen sich
eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung und würden gerne zumindest hin und
wieder Home-Office-Tage einlegen.

Vorteile sind vor allem mehr Flexibilität und eine freiere
Zeiteinteilung. Außerdem spart man Zeit und Nerven – schließlich muss
man morgens und abends nicht mehr im Stau stehen oder sich mit anderen
Werktätigen in eine überfüllte Bahn drängen.
Ein
gut organisierter Heimarbeitsplatz verbessert also die
Work-Life-Balance. Angestellte, die von zu Hause aus agieren dürfen,
sind folglich nicht nur motivierter und ausgeglichener, sondern auch um
einiges zufriedener als ihre im Büro arbeitenden Kollegen.
Dies
zahlt sich auch für den Arbeitgeber aus: Heimarbeiter sind um bis zu 25
Prozent produktiver und melden sich seltener krank. Hinzu kommt, dass
das Unternehmen nicht nur weniger Büroräume anmieten muss, sondern auch
Kosten für Heizung, Strom und Wasser spart.
Und: Flexible
Arbeitszeitmodelle bringen dem Unternehmen einen Vorsprung im Wettbewerb
um talentierte und kompetente Fachkräfte. Nicht nur junge Mütter,
sondern auch immer mehr Väter – und solche, die es werden möchten –
wünschen sich heute beides: Erfolg im Beruf und ein bereicherndes
Privatleben.
Disziplin ist gefragt – die Herausforderungen
Mit
dem Fuß die Wiege schaukeln und gleichzeitig in einer Telefonkonferenz
Projekte steuern? Das geht nicht lange gut. Denn Kind und Beruf
erfordern jeweils die volle Aufmerksamkeit. Auch wenn man von daheim aus
arbeiten darf, kann man sich also die Kinderbetreuung nicht sparen.
Doch
auch ohne anstrengenden Nachwuchs erfordert das Home Office ein hohes
Maß an Disziplin. Wie schnell liest man sich beim Kaffeetrinken an der
Zeitung fest. Dann klingelt noch die nette Nachbarin an der Tür. Und
schließlich muss man noch kurz die Waschmaschine füllen – es gibt immer
eine Ablenkung, wenn man so gar keine Lust zum Arbeiten hat.
Auch
an Home-Office-Tagen sollte man also seine Arbeitszeiten definieren – ob
von 5 bis 13, von 10 bis 18 oder von 14 bis 22 Uhr muss man mit sich
selbst und seinem Arbeitgeber ausmachen. Und man sollte der Versuchung
widerstehen, sich im Morgenmantel an den PC zu setzen. Erstens weiß man
nie, wer gleich an der Tür klingelt und zweitens arbeitet man
motivierter und ernsthafter, wenn man sich nicht fühlt, als hätte man
gerade frei.
Zudem sind zu Hause keine Kollegen in der Nähe, die
mit Rat und Tat, Lob und Kritik oder mit einer helfenden Hand zur Seite
stehen könnten. Ein Home Office kann auch ganz schön einsam sein. Und
deshalb ist es sicherlich am sinnvollsten, zweigleisig zu fahren:
Verzichten
Sie nicht auf den Schreibtisch im Büro. Und stimmen Sie zu, wenn Ihnen
Home-Office-Tage angeboten werden!
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