LeitzKnowHow
Japan-Knigge
 
Harmonie
Dieser Begriff ist ein Schlüssel zum Verständnis der Japaner. Denn wenn Menschen auf so engem Raum zusammenleben wie in Japan, muss man versuchen, ohne Streit und Zwietracht miteinander klar zu kommen. Man behält deshalb seine Gefühle für sich. Und man ignoriert es einfach, wenn es jemand anderem nicht gelingt. Nach diesem Prinzip werden selbst die Kinder erzogen. Wenn sie ihren Eltern nicht gehorchen, beachtet man sie ganz einfach so lange nicht, bis sie ihr Verhalten ändern.
Weil man nicht widerspricht, hört man in Japan andauernd „hai“ – also „ja“, aber so gut wie nie „iie“. Was aber tun, wenn dieses „Nein“ angebracht wäre? Man weicht aus, gibt keine Antwort oder fächelt mit der Hand vor dem Gesicht. Und wenn man jemandem nach dem Weg fragt, kann es passieren, dass man einfach irgendwo hingeschickt wird – denn man kann auf die Frage „Wissen Sie, wo das Hotel XY liegt“, ja nicht einfach mit einem klaren „Nein“ antworten.
Begrüßung
Eigentlich verbeugt man sich in Japan zur Begrüßung. Es kann aber durchaus passieren, dass Ihnen japanische Geschäftspartner aus Höflichkeit die Hand reichen. Diese Freundlichkeit sollten Sie zu schätzen wissen und ebenso rücksichtsvoll sein, indem Sie auf den Boden schauen und Ihrem Gegenüber weder in die Augen blicken – das wäre eine respektlose Herausforderung –, noch auf die Schulter klopfen oder ihm die Hand auf den Rücken legen. Körperkontakt ist in Japan unüblich.
Traditionell verbeugt man sich zur Begrüßung und zum Abschied: Jüngere vor Älteren, Gastgeber vor ihren Gästen, Verkäufer vor ihren Kunden. Personen mit niedrigerem Rang verbeugen sich tiefer als höhergestellte Persönlichkeiten. Frauen werden nicht bevorzugt behandelt. Der Rücken bleibt gestreckt. Die leichte Verbeugung ist neutral, eine etwas tiefere Verbeugung Ausdruck großer Höflichkeit und die tiefe Verbeugung eine Bitte um Entschuldigung in schweren Fällen.
Dieser Begriff ist ein Schlüssel zum Verständnis der Japaner. Denn wenn Menschen auf so engem Raum zusammenleben wie in Japan, muss man versuchen, ohne Streit und Zwietracht miteinander klar zu kommen. Man behält deshalb seine Gefühle für sich. Und man ignoriert es einfach, wenn es jemand anderem nicht gelingt. Nach diesem Prinzip werden selbst die Kinder erzogen. Wenn sie ihren Eltern nicht gehorchen, beachtet man sie ganz einfach so lange nicht, bis sie ihr Verhalten ändern.
Weil man nicht widerspricht, hört man in Japan andauernd „hai“ – also „ja“, aber so gut wie nie „iie“. Was aber tun, wenn dieses „Nein“ angebracht wäre? Man weicht aus, gibt keine Antwort oder fächelt mit der Hand vor dem Gesicht. Und wenn man jemandem nach dem Weg fragt, kann es passieren, dass man einfach irgendwo hingeschickt wird – denn man kann auf die Frage „Wissen Sie, wo das Hotel XY liegt“, ja nicht einfach mit einem klaren „Nein“ antworten.
Begrüßung
Eigentlich verbeugt man sich in Japan zur Begrüßung. Es kann aber durchaus passieren, dass Ihnen japanische Geschäftspartner aus Höflichkeit die Hand reichen. Diese Freundlichkeit sollten Sie zu schätzen wissen und ebenso rücksichtsvoll sein, indem Sie auf den Boden schauen und Ihrem Gegenüber weder in die Augen blicken – das wäre eine respektlose Herausforderung –, noch auf die Schulter klopfen oder ihm die Hand auf den Rücken legen. Körperkontakt ist in Japan unüblich.
Traditionell verbeugt man sich zur Begrüßung und zum Abschied: Jüngere vor Älteren, Gastgeber vor ihren Gästen, Verkäufer vor ihren Kunden. Personen mit niedrigerem Rang verbeugen sich tiefer als höhergestellte Persönlichkeiten. Frauen werden nicht bevorzugt behandelt. Der Rücken bleibt gestreckt. Die leichte Verbeugung ist neutral, eine etwas tiefere Verbeugung Ausdruck großer Höflichkeit und die tiefe Verbeugung eine Bitte um Entschuldigung in schweren Fällen.

Visitenkarten werden mit beiden Händen überreicht – wie alles andere, was man jemandem übergibt. Denn dies bewirkt, dass man sich dem Gegenüber voll zuwendet und das fordert die Höflichkeit. Die Karte, die man bekommt, lässt man nicht einfach achtlos liegen oder steckt sie weg, sondern man studiert sie ausführlich.
In Japan steht der Nachname an erster Stelle. Vor- und Nachnamen sind für Europäer nicht leicht zu identifizieren. Manche Japaner versuchen deshalb, uns das Leben leichter zu machen und beschriften ihre Visitenkarten nach europäischer Art. Das führt dann leider zu völliger Verwirrung. Unser „Herr“ oder „Frau“ in der Anrede entspricht dem Japanischen „-san“. Es wird an den Nachnamen angehängt. Herr Toyoda wird also mit „Toyoda-san“ angesprochen – Frau Toyoda ebenso. Und zwar nicht nur in der direkten Ansprache, sondern wenn man über sie spricht. In Briefen wird die Anrede „-sama“ benutzt. Unserem „Meine Damen und Herren“ entspricht das japanische „minasama“.
Termine und Besuche
In Japan legt man großen Wert auf Pünktlichkeit. Unterschätzen Sie den Verkehr und die langen Anfahrtswege nicht und brechen Sie früh auf, damit Sie auf keinen Fall zu spät kommen.
Bevor man einen Raum betritt, zieht man die Schuhe aus und schlüpft in dafür bereitgestellte Sandalen. Es empfiehlt sich also, herzeigbare Strümpfe zu tragen. Wer das Haus verlässt, stellt die Sandalen genau so ab, wie er sie vorgefunden hat. Vor der Toilette finden Sie weitere Schlappen, weil man diesen Ort nicht mit den gleichen Schuhen betritt, mit denen man in anderen Räumen umherläuft. Vergessen Sie also nicht, sie beim Hinein- und Hinausgehen jeweils zu wechseln.
Es ist üblich, seinen Gastgebern ein Geschenk zu überreichen – mit beiden Händen. Markenartikel sind immer willkommen. Aber man braucht auch keine Angst vor Kitsch zu haben: Selbst mit Präsenten aus Souvenirshops liegt man durchaus richtig. Wichtig ist eine kunstvolle Verpackung. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Gastgeber das Geschenk nicht öffnen, sondern einfach auf die Seite stellen. Auch dies geschieht aus Höflichkeit. Es könnte ja sein, dass das Präsent missfällt – und das darf der Gast nicht mitbekommen.
Trinken
Zum Anstoßen hält man das Glas mit beiden Händen und wünscht sich „Kampai“! Man schenkt anderen nach – aber nie sich selbst, denn das würde gierig wirken. Wer genug hat, lässt sein volles Glas einfach stehen.
Alkohol macht locker. Wer sich weigert, welchen zu trinken, möchte sich dem anderen nicht öffnen – oder ist kein richtiger Mann. Wer also nicht unhöflich sein oder als Memme gelten will, aber trotzdem auf Alkohol verzichten möchte, braucht einen guten Grund. Anerkannt sind ärztliche Verbote oder bei Frauen eine Schwangerschaft.
In Japan legt man großen Wert auf Pünktlichkeit. Unterschätzen Sie den Verkehr und die langen Anfahrtswege nicht und brechen Sie früh auf, damit Sie auf keinen Fall zu spät kommen.
Bevor man einen Raum betritt, zieht man die Schuhe aus und schlüpft in dafür bereitgestellte Sandalen. Es empfiehlt sich also, herzeigbare Strümpfe zu tragen. Wer das Haus verlässt, stellt die Sandalen genau so ab, wie er sie vorgefunden hat. Vor der Toilette finden Sie weitere Schlappen, weil man diesen Ort nicht mit den gleichen Schuhen betritt, mit denen man in anderen Räumen umherläuft. Vergessen Sie also nicht, sie beim Hinein- und Hinausgehen jeweils zu wechseln.
Es ist üblich, seinen Gastgebern ein Geschenk zu überreichen – mit beiden Händen. Markenartikel sind immer willkommen. Aber man braucht auch keine Angst vor Kitsch zu haben: Selbst mit Präsenten aus Souvenirshops liegt man durchaus richtig. Wichtig ist eine kunstvolle Verpackung. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Gastgeber das Geschenk nicht öffnen, sondern einfach auf die Seite stellen. Auch dies geschieht aus Höflichkeit. Es könnte ja sein, dass das Präsent missfällt – und das darf der Gast nicht mitbekommen.
Trinken
Zum Anstoßen hält man das Glas mit beiden Händen und wünscht sich „Kampai“! Man schenkt anderen nach – aber nie sich selbst, denn das würde gierig wirken. Wer genug hat, lässt sein volles Glas einfach stehen.
Alkohol macht locker. Wer sich weigert, welchen zu trinken, möchte sich dem anderen nicht öffnen – oder ist kein richtiger Mann. Wer also nicht unhöflich sein oder als Memme gelten will, aber trotzdem auf Alkohol verzichten möchte, braucht einen guten Grund. Anerkannt sind ärztliche Verbote oder bei Frauen eine Schwangerschaft.
Ausgehen
Nach dem Essen wechselt man nicht selten in eine Bar und dann folgt das unvermeidliche Karaoke. Wahrscheinlich sind Ihre japanischen Kollegen darin geübter als Sie. Seien Sie trotzdem kein Spielverderber und kneifen Sie nicht. Wer über die eigenen Gesangskünste lachen kann, zeigt Charakter. Überwinden Sie Ihre Hemmungen und schmettern Sie einen Schlager – dann sind Ihnen Beifall und die Sympathie der Japaner sicher.
Trinkgelder sind übrigens nicht üblich. Wer Trinkgeld gibt, beschämt das Personal ebenso wie derjenige, der das Wechselgeld kritisch nachzählt.
Nach dem Essen wechselt man nicht selten in eine Bar und dann folgt das unvermeidliche Karaoke. Wahrscheinlich sind Ihre japanischen Kollegen darin geübter als Sie. Seien Sie trotzdem kein Spielverderber und kneifen Sie nicht. Wer über die eigenen Gesangskünste lachen kann, zeigt Charakter. Überwinden Sie Ihre Hemmungen und schmettern Sie einen Schlager – dann sind Ihnen Beifall und die Sympathie der Japaner sicher.
Trinkgelder sind übrigens nicht üblich. Wer Trinkgeld gibt, beschämt das Personal ebenso wie derjenige, der das Wechselgeld kritisch nachzählt.
Verhandlungen führen Männer sind im dunklen Anzug mit hellem,
einfarbigem Hemd korrekt gekleidet. Kombinationen sind eher unüblich.
Frauen sollten hochgeschlossen erscheinen. Der erste Eindruck ist
wichtig. Treten Sie bescheiden und zurückhaltend auf nach dem Prinzip:
Erst Vertrauen aufbauen, dann Geschäfte machen. Dann haben Sie Chancen
auf Erfolg.
In Japan spielt man seine Macht nicht aus, denn das könnte die Kollegen kränken. Deshalb ist es oft nicht leicht, zu erkennen, wer der Chef ist. Sie können aber davon ausgehen, dass auch in der japanischen Delegation eine klare Hierarchie herrscht und eindeutig geregelt ist, wer das Sagen hat. Vordergründig aber werden Entscheidungen in der Gruppe getroffen und das sollten Sie beachten: Behandeln Sie Ihre Gesprächspartner als Team. Wenn Sie neue Vorschläge einbringen, dann muss genügend Zeit sein, sich untereinander abzusprechen. Achten Sie immer darauf, dass Sie niemanden direkt angreifen, keinem lange ins Gesicht starren und nie jemandem ungeduldig über den Mund fahren.
Wundern Sie sich nicht, wenn plötzlich alle mit geschlossenen Augen dasitzen. Das zeugt von höchster Konzentration. Falls doch jemand einschlafen sollte, dann nehmen Sie es nicht übel. Japaner haben einen langen Arbeitstag. Es gehört sich nicht, als erster heimzugehen. Hinzu kommen die geselligen Treffen in der Karaoke-Bar, an denen man teilnehmen muss. Und dann noch die stundenlangen Heimfahrten. Kein Wunder, dass die Japaner eine extra Bezeichnung für den Tod durch Überarbeitung haben.
In Japan spielt man seine Macht nicht aus, denn das könnte die Kollegen kränken. Deshalb ist es oft nicht leicht, zu erkennen, wer der Chef ist. Sie können aber davon ausgehen, dass auch in der japanischen Delegation eine klare Hierarchie herrscht und eindeutig geregelt ist, wer das Sagen hat. Vordergründig aber werden Entscheidungen in der Gruppe getroffen und das sollten Sie beachten: Behandeln Sie Ihre Gesprächspartner als Team. Wenn Sie neue Vorschläge einbringen, dann muss genügend Zeit sein, sich untereinander abzusprechen. Achten Sie immer darauf, dass Sie niemanden direkt angreifen, keinem lange ins Gesicht starren und nie jemandem ungeduldig über den Mund fahren.
Wundern Sie sich nicht, wenn plötzlich alle mit geschlossenen Augen dasitzen. Das zeugt von höchster Konzentration. Falls doch jemand einschlafen sollte, dann nehmen Sie es nicht übel. Japaner haben einen langen Arbeitstag. Es gehört sich nicht, als erster heimzugehen. Hinzu kommen die geselligen Treffen in der Karaoke-Bar, an denen man teilnehmen muss. Und dann noch die stundenlangen Heimfahrten. Kein Wunder, dass die Japaner eine extra Bezeichnung für den Tod durch Überarbeitung haben.
Weitere Info
» Essen mit Stäbchen