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Gastgeschenke

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!
Egal ob man von Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten oder Geschäftspartnern eingeladen wird: Es ist auf jeden Fall angebracht, ein kleines Geschenk zu überreichen. Bei der Wahl Ihres Mitbringsels sollten Sie allerdings weniger auf Give-aways Ihres Unternehmens wie Feuerzeuge oder Kugelschreiber setzen, sondern vielmehr die nette Geste in den Vordergrund stellen – schließlich wollen Sie sich mit dem Präsent ja für die Einladung bedanken und Ihre Wertschätzung zeigen.

Wenn Sie auf keinen Fall daneben greifen möchten, ist es hilfreich, im Vorfeld ein wenig über die Vorlieben Ihres Gastgebers oder Ihrer Gastgeberin zu recherchieren – am besten möglichst unauffällig, zum Beispiel indem Sie sich bei der Sekretärin oder einem Bekannten erkundigen.

Wenn das keine verwertbaren Ergebnisse bringt und Ihnen selbst auch nichts einfallen will, gibt es natürlich Klassiker, die zwar nicht besonders originell sind, dafür aber immer gut ankommen.

Dos & Don’ts bei Gastgeschenken

Blumen: Mit einem Strauß Blumen für die Dame des Hauses können Sie kaum etwas falsch machen. Sie sollten jedoch in jedem Fall frische Schnittblumen wählen – eine Topfpflanze kommt höchstens beim Einzug in ein neues Heim gut an. Finger weg auch von roten Rosen oder weißen Lilien: Rote Rosen sind bekanntermaßen ein Liebesgruß und Lilien verwendet man eher bei einem Trauerfall. Entscheiden Sie sich am besten für ein Gebinde aus bunten Blumen, dann kann nichts schief gehen und es besteht auch nicht die Gefahr, dass Ihre Farbwahl nicht dem Geschmack der Beschenkten entspricht. Wenn Sie sich nicht entscheiden können, lassen Sie sich einfach von der Floristin beraten – sie ist schließlich eine Fachfrau und kann Ihnen mit ihrer Erfahrung sicher weiterhelfen. Nicht vergessen: Bevor man den Strauß überreicht, befreit man ihn vom Papier. Nur durchsichtige Folie darf als Schutz bleiben.
 
















Pralinen: Auch wenn sich die Damen der Schöpfung in Werbespots vor Freude fast überschlagen, wenn man ihnen eine Schachtel Pralinen schenkt – glauben Sie es nicht! Es sei denn, Sie wissen genau, dass die Beschenkte Süßes liebt und zu den Glücklichen gehört, die nicht auf ihre Figur achten müssen.

Alkohol: Auch eine Flasche Wein für den Herrn des Hauses kommt meistens gut an – außer, der Beschenkte ist trockener Alkoholiker; dann sind Sie in einem dicken Fettnapf gelandet. Überlegen Sie also, ob Sie Ihren Gastgeber schon mal mit einem Glas Wein gesehen haben, bevor Sie sich für dieses Mitbringsel entscheiden. Übrigens ist Geiz nicht geil – wenn man Wein verschenkt, sollte es schon ein guter Tropfen sein. Bei Sekt und Champagner gilt natürlich dasselbe, auch wenn Sie mal gehört haben, dass der von Aldi der Beste sein soll.

Tabakwaren: Vorsicht, man weiß nie, wen gerade der Gedanke umtreibt, sich dieses Laster endlich abzugewöhnen. Bei passionierten Rauchern jedoch können Sie mit einer richtig guten Havanna sicher punkten und zudem – wenn Sie selbst nicht rauchen – auch noch Ihre Toleranz beweisen!

Bücher: Wenn Sie einschätzen können, ob Ihr Gastgeber eher Krimis, Sciencefiction oder die hohe Literatur liebt, haben Sie es leicht – oder schwer, denn wer viel liest, kennt mindestens die Bestseller. Doch vielleicht wissen Sie ja – oder können es herausfinden –, welche Hobbys der zu Beschenkende pflegt oder für welche Länder sein Herz schlägt, dann ist zum Beispiel ein Bildband eine gute Lösung.

Skurriles: Auch wenn es langweilig klingt – verzichten Sie auf Gags. Geschenke, die auf irgendwelche vermeintlichen Schwächen anspielen oder auf Episoden Bezug nehmen, kommen allerhöchstens im engsten Freundeskreis gut an – und dann auch nur, wenn sie wirklich witzig und nicht geschmacklos sind. Verkneifen Sie sich also die Ginseng-Kapseln zum 50. Geburtstag Ihrer Kollegin oder den Management-Ratgeber beim Umtrunk anlässlich einer Beförderung.
 
Andere Länder, andere Sitten!

Vor allem, wenn Sie im Ausland eingeladen werden, sollten Sie sich gut überlegen, welche Geschenke angebracht sind und mit welchen man lieber nicht aufwartet: In ost- und nordeuropäischen Ländern sind Sie mit Blumen am besten beraten, da diese hier als Luxusartikel gelten.

Möchten Sie japanischen Gastgebern eine Freude machen, schenken Sie etwas Teures und auf jeden Fall Markenechtes. Allerdings steckt hier die Tücke im Detail: Die Verpackung sollte am besten weiß oder rot sein – niemals schwarzweiß, das bringt Unglück – und schenken Sie nie vier oder neun Blumen, auch das gilt als schlechtes Omen. In Japan wird das Präsent außerdem erst beim Verabschieden überreicht. In Südamerika und den USA freut man sich über etwas typisch Deutsches – und schrecken Sie nicht vor Kitsch zurück. Auch eine Schwarzwälder Kuckucksuhr kann gut ankommen.