Den Kunden zeigen, dass sie willkommen sind
Bei Geschäftsterminen geht es in erster Linie ums Geschäft. Und gerade
deshalb ist es falsch, das Thema Bewirtung gering zu schätzen. Vor allem
Kunden können Sie mit einer aufmerksamen Gastfreundschaft beweisen, dass
Sie ihnen Wertschätzung zukommen lassen. Aber auch bei Treffen mit
anderen Geschäftspartnern oder internen Meetings sollten Sie die
Teilnehmer nicht „auf dem Trockenen sitzen lassen“. Denn Trinken ist
wichtig für die Gesundheit und wer Durst hat, kann sich nicht richtig
konzentrieren.
Allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Gedeck oder Ihre Häppchen
die Besucher nicht am Arbeiten hindern.
Wählen Sie Tassen und Gläser mit einem stabilen Stand. Bauchige Tassen
sind zwar optisch ansprechend, kippen aber leichter um als
zylinderförmige. Eine Ausnahme in Sachen Funktionalität sind Sektgläser:
Wer Stil zeigen will, darf Sekt, Prosecco oder Champagner nicht in
anderen Gläsern servieren – räumen Sie die Kelche aber ab, sobald alle
ausgetrunken haben.
Blätterteiggebäck oder Schokoladen-Pralinen sind zwar lecker,
verursachen aber leicht Flecken. Überlegen Sie daher vorher, ob die
ausgesuchten Süßigkeiten als „Fingerfood“ geeignet sind.
Gute Vorbereitung ist das A und O
Den Raum entsprechend vorzubereiten ist nicht nur höflich, sondern spart
auch Zeit und Stress. Das Meeting kann dann gleich konzentriert
beginnen, ohne dass Sie störend mit Gläsern oder Tellern hantieren
müssen. Decken Sie die Tische deshalb vorher ein. Wenn Sie möchten,
können Sie sie zum Anlass oder zur Jahreszeit passend – aber dezent! –
dekorieren. Stellen Sie Getränke und Geschirr so auf die Tische, dass
sich die Gäste selbst bedienen können.
Überprüfen Sie das bereitgestellte Geschirr auf Flecken. Ein schmutziges
Glas wirft ein schlechtes Licht auf Sie – und auf Ihr Unternehmen!
Denken Sie an Milch, Zucker und Süßstoff sowie Servietten. Und vergessen
Sie die Teetrinker nicht!
Ein Teller mit Keksen ist eine nette Geste, die Ihren Bewirtungsetat
nicht überfordern dürfte – Geiz ist zwar neuerdings angeblich geil, aber
wahrscheinlich möchte sich Ihr Unternehmen nicht so präsentieren.
Übrigens gibt es eine große Auswahl an feinem Gebäck – es müssen nicht
immer die gleichen „Bürokekse“ sein.
Klären Sie ab, wie lange der Termin schätzungsweise dauern wird. Wenn
absehbar ist, dass er sich bis in die Abendstunden erstreckt, sollten
Sie zumindest ein paar Häppchen bereitstellen. Auch hier kann man durch
ein bisschen Kreativität große Erfolge erzielen. Lassen Sie sich deshalb
an Stelle der üblichen belegten Brötchenhälften auch mal was anderes
einfallen. Vegetarier werden es Ihnen übrigens danken, wenn Sie nicht
nur Salami anbieten!
Die Sache mit dem Alkohol
Alkohol gibt es bei Besprechungen meist ohnehin nur, wenn es etwas zu
feiern gibt. Wenn allerdings mit Sekt angestoßen wird, dann bitte nicht
mit dem billigsten – das schmeckt man! Schenken Sie die Gläser draußen
ein und bringen Sie sie dann auf einem Tablett herein.
Nicht jeder trinkt Alkohol – ob aus religiösen oder gesundheitlichen
Gründen. Eine Ablehnung von alkoholischen Getränken sollten Sie sofort
akzeptieren und Ihren Gast nicht durch Nachfragen zu einer Erklärung
nötigen. Planen Sie daher unbedingt auch Gläser mit purem Orangensaft
ein. Noch besser sind natürlich kleine raffinierte alkoholfreie
Cocktails – es gibt Rezepte, die ohne großen Aufwand zu mixen sind. Mit
diesem ungewöhnlicheren Angebot werden wahrscheinlich erstaunlich viele
die alkoholfreie, spannendere Variante wählen – und Ihnen dankbar sein.
Kleine „Extras"
Halten Sie sich so weit es geht den Rücken frei, während Sie Gäste
haben. Bitten Sie z.B. jemanden, den Telefondienst für Sie zu
übernehmen, damit Sie in Ruhe Ihre Gäste versorgen können.
Empfehlenswert ist es auch, eine Ersatztischdecke, ein sauberes Spül-
und ein frisches Handtuch bereit zu legen, die sofort greifbar sind,
wenn ein Missgeschick passiert.