LeitzKnowHow

Frau sein und Karriere machen

 

Wie kommt man als Frau im Berufsleben voran? Sollte man wirklich möglichst männlich auftreten? Oder besser mit den Waffen der Frau kämpfen? Oder irgendwas dazwischen?

Muss ich ein Mann sein, wenn ich als Frau Karriere machen möchte?
Manche Frauen, die beruflich erfolgreich sein möchten, versuchen sich männlich zu geben, um sich dadurch Anerkennung zu verschaffen.

Wenn man anders auftritt, als man wirklich ist, wirkt man allerdings nicht authentisch. Die Gefahr ist deshalb groß, dass man sich schlicht und einfach lächerlich macht. Und außerdem: Wer kann es schon durchhalten, sich über Tage, Woche, Monate oder Jahre zu verstellen?

Bleiben Sie sich treu! Frauen haben andere Stärken als Männer, und auf die sollten Sie setzen. Im Berufsleben zählen dabei vor allem die oft deutlich besseren kommunikativen und integrativen Fähigkeiten. Es gehört viel (weibliche) Intuition und Fingerspitzengefühl dazu, Mittlerin zu sein zwischen Vorgesetzten und Kollegen oder Geschäftspartnern. Machen Sie sich also immer wieder die eigenen Stärken bewusst und setzen Sie diese optimal ein. Das ist auf Dauer deutlich befriedigender, glaubwürdiger und weniger anstrengend als männliches Verhalten zu kopieren. Und abgesehen davon: Ist es wirklich erstrebenswert, sich so zu verhalten wie es manche Männer tun?

Trotzdem können Sie daran arbeiten, die eine oder andere „typisch weibliche“ Verhaltensform abzustellen. Das gilt vor allem für die Kommunikation in Meetings, bei denen Sie Ihre Positionen vertreten – und durchsetzen – wollen:
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Schwächen Sie Ihre Aussagen nicht dadurch, dass Sie sie quasi sofort zurücknehmen und vermeiden Sie deshalb Formulierungen wie „Ich würde sagen...“, „Ich finde...“ „Ich glaube ...“.

Entwerten Sie Ihre Position nicht durch Sätze wie „Ich bin mir nicht sicher, ob meine Idee gut ist.“

Auch Floskeln wie: „Man könnte sagen, dass...“ oder: „Finden Sie nicht auch...“, sollten Sie vermeiden. Fragen Sie nicht, stellen Sie fest: „Wir haben also besprochen, dass...“ ist besser als „Sind wir uns einig, dass...?“.

Lassen Sie sich nicht unterbrechen. Bestehen Sie freundlich darauf, aussprechen zu dürfen. Männer tun das auch.

Melden Sie rechtzeitig sich zu Wort. Mischen Sie sich ein. Männer geben in der Regel ihre Position zum Besten, auch wenn eigentlich bereits alles gesagt ist – und haben damit ihren Standpunkt vertreten. Frauen schweigen, weil sie nichts wiederholen möchten – es bleibt der Eindruck, sie hätten keine eigene Meinung.

Soll ich mich im Berufsleben wie eine Dame verhalten?
Es kommt darauf an, wie man „Dame“ definiert. Sicher kann man nicht erwarten, dass männliche Kollegen aus dem Mantel helfen und den Stuhl in der Kantine zurechtrücken. Und ebenso sicher sollte man sich nicht zu fein für Arbeiten sein, bei denen man sich schmutzig machen kann oder ins Schwitzen kommt. Wenn aber „Dame sein“ mit gutem Benehmen gleichgesetzt wird: Dann ja.

Schließlich telefonieren auch Sie lieber mit jemandem, der höflich ist, in einem angenehmem Tonfall spricht, verständliche Sätze bildet und dem Gesprächspartner eine freundliche, positive Atmosphäre vermittelt. Und auch Sie treten lieber in Kontakt mit jemandem, der gepflegt auftritt und ausstrahlt, dass der jeweilige Besucher willkommen ist.
Muss ich möglichst jung aussehen?
Diesen Anspruch sollten Sie nur haben, wenn Sie tatsächlich jung sind. Ansonsten gilt: Stehen Sie zu Ihrem Alter. Man kann nicht gleichzeitig jung und erfahren sein. Jugendliche Frauen wecken zwar vielleicht männliche Beschützerinstinkte, doch wer traut ihnen echte Kompetenz zu? Sie aber wollen anerkannt werden und brauchen niemanden, der auf Sie aufpasst. Also gilt auch hier: Bleiben Sie sich treu, machen Sie das Beste aus Ihrem Typ. Wer mit sich im Reinen ist, hat die beste Ausstrahlung.

Müssen Frauen mehr leisten?
Wer als Frau Karriere machen will, wird in der Regel einer strengeren Bewertung unterzogen als ein Mann. Frauen müssen beweisen, dass Sie "ihren Mann stehen können", dass sie belastbar sind, dass sie führen können - bei Männern wird das vorausgesetzt.

Oft ist es aber so, dass Frauen sich wie ein Pferd einspannen lassen, ohne sich zu wehren. Dass sie von sich aus Arbeiten annehmen, die gar nicht zu ihrem Aufgabengebiet gehören. Dass sie zum "Mädchen für alles" werden, weil sie ungefragt Tätigkeiten übernehmen, die niemand machen will oder für die sich keiner zuständig fühlt. Wer einmal in dieser Rolle ist, findet nur schwer wieder heraus - klar, es erleichtert den anderen ja wunderbar den Alltag.

Versuchen Sie also, sich nicht fremd bestimmen zu lassen. Lernen Sie, auch mal "Nein!" zu sagen. Fühlen Sie sich nicht für alles und für jeden verantwortlich, sondern konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Arbeit und verwenden Sie Ihre Energie darauf, diese mit ganzem Einsatz besonders gut zu machen.

Mit Humor kommt frau besser durch das Leben: Wenn Sie wissen wollen, was IHN und SIE im Beruf unterscheidet, lesen Sie weiter.
ER hat ein Foto von Frau und Kind im Büro stehen: Man kann ihm vertrauen - ein seriöser Mann, ein guter, verantwortungsvoller Familienvater.
SIE hat ein Foto von Mann und Kind im Büro stehen: Sie hat den Kopf nicht frei für ihren Beruf, sondern ist mit den Gedanken daheim.

Auf SEINEM Schreibtisch stapeln sich Akten: Er arbeitet hart und engagiert.
Auf IHREM Schreibtisch stapeln sich Akten: Sie arbeitet chaotisch und hat ihren Job nicht im Griff.

SEIN Schreibtisch ist aufgeräumt und ordentlich: Er ist wichtig und hat ein gut funktionierendes Sekretariat.
IHR Schreibtisch ist aufgeräumt und ordentlich: Sie hat offensichtlich zu wenig Arbeit.

ER unterhält sich mit den Kollegen: Er ist ein guter Teamworker und kümmert sich fürsorglich um seine Abteilung.
SIE unterhält sich mit ihren Kollegen: Sie ist eine Klatschbase und sollte sich lieber um ihre Arbeit kümmern.

ER schreit im Büro herum: Er ist durchsetzungsfähig und sorgt für Arbeitsdisziplin.
SIE schreit im Büro herum: Sie hat einen hysterischen Anfall und bekommt wahrscheinlich bald ihre Tage.

SEIN Büro ist leer: Er hat einen wichtigen Termin mit Kunden.
IHR Büro ist leer: Sie tratscht bestimmt irgendwo mit Kollegen oder ist zu Hause bei einem kranken Kind.

ER geht mit dem Chef zum Essen: Er macht Karriere!
SIE geht mit dem Chef zum Essen: Sie hat ein Verhältnis mit ihm!

ER heiratet: Mit dem Ehering wirkt er seriöser. Seine Frau steht hinter ihm und hält ihm den Rücken frei.
SIE heiratet: Wer übernimmt die Vertretung, wenn sie schwanger wird?