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Fortbilden: Tipps für Selbständige

 

Sie spüren es täglich: Die Welt dreht sich scheinbar immer schneller. Was vor kurzem noch der neueste Schrei war, ist schnell ein alter Hut. Sie kommen mit ihrem Betriebssystem und Office-Paket eigentlich gut zurecht, aber Ihre Geschäftspartner haben schon neuere Versionen auf dem Rechner und der Datenaustausch muss möglich bleiben. Ihr Kunde ist immer globaler aufgestellt; haben Sie bisher Ihre Angebote auf deutsch abgegeben, möchte er sie plötzlich auch auf englisch. Sind Sie bisher zu Meetings angereist, sollen Sie sich jetzt zu einer Videokonferenz dazuschalten. Und da stehen Sie nun: Mittendrin in diesem ganzen Chaos und sollen mithalten können.

Gerade für Sie als Selbständige(r) ist es wichtig, die neuesten Trends und Entwicklungen zu kennen. Nur so können Sie die Anforderungen Ihrer Kunden erfüllen, sie entsprechend beraten – und für Ihr eigenes Unternehmen entscheiden, welche Investitionen sinnvoll sind und welche man sich sparen kann.

Immer am Ball bleiben
Das A und O ist die regelmäßige Information. Deshalb sollte es selbstverständlich sein, regelmäßig Fachzeitschriften zu lesen und sich – wenigstens hin und wieder – Neuerscheinungen von Fachbüchern zu Gemüte zu führen. Diese Art der Weiterbildung ist zwar nicht so intensiv wie eine Tagung – aber billiger und weniger zeitraubend. Zumindest ist man über neueste Trends informiert und kennt die aktuellsten Themen.

Keine alten Brötchen verkaufen
Nicht nur beim Bäcker fordern die Kunden frische Ware. Wenn Ihr Angebot von gestern ist, werden das Ihre Kunden schnell merken und sich nach einem Geschäftspartner umschauen, der fachlich auf dem neuesten Stand ist.

Deshalb sollten Sie sich – Zeitmangel hin oder her – nicht nur über aktuelle Diskussionen auf dem Laufenden halten, sondern sich natürlich auch auf Ihrem Fachgebiet stets weiterbilden.
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Branchenverbände zum Beispiel bieten Tagungen und Seminare an, deren Besuch nicht nur weiterhelfen kann, weil Ihnen neuestes Fachwissen vermittelt wird, sondern auch, weil Sie sich dort mit „Kollegen“ austauschen können. Gerade Einzelkämpfern fehlt schließlich oft der Diskurs mit anderen Fachleuten.

Allerdings sollten Sie sich vorher genauestens über Inhalte und Ziele der Veranstaltung informieren. Denn nichts ist ärgerlicher, als Zeit (und Geld) auf einer Tagung zu verplempern, bei der man außer fehlendem Schlaf nichts aufholen kann. Wenn Sie recherchieren, werden Sie überrascht sein, wie groß die Auswahl ist. Die Bundesanstalt für Arbeit verzeichnet über 40.000 Anbieter von Schulungs- und Weiterbildungsangeboten. Da liegt es auf der Hand, dass auch das eine oder andere schwarze Schaf darunter ist. Deshalb: Lesen Sie auch das Kleingedruckte. Erkundigen Sie sich genau und fragen Sie in Ihrem Umfeld, ob jemand das Institut, für das Sie sich interessieren, kennt und welche Erfahrungen er damit gemacht hat. Außerdem können Ihnen die Verbraucherzentralen weiterhelfen. Bewertungen gibt's zudem im Internet. Aber Achtung: Manchmal hat man den starken Eindruck, dass die Testberichte von den Anbietern selbst geschrieben wurden.

Gutes Management will gelernt sein
Eine perfekte Präsentation und gute Verhandlungsführung, motivierte Mitarbeiter, ein durchorganisiertes Büro und nicht zuletzt eine richtig geführte Buchhaltung – auch das trägt zum Erfolg Ihres Unternehmens bei und Sie sollten diese Punkte nicht zu gering schätzen.

Fortbildung heißt deshalb auch, sich mal einen Rhetorik-Kurs zu gönnen, seinem Englisch den letzten Schliff zu geben, sich über neue Strategien der Mitarbeiterführung zu informieren oder schlicht und ergreifend einen BWL-Kurs zu belegen. Nicht wenige Selbständige scheitern, weil sie sich zu sehr auf ihr Fachwissen verlassen und über zu wenig Betriebsführungskenntnisse verfügen.