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Facebook

 

Was ist Facebook?
Facebook ein sogenanntes soziales Netzwerk – das größte, internationalste und weltweit mitgliederreichste. In Deutschland gibt es ca. 20 Millionen User, die Registrierung ist kostenlos. Das Unternehmen ist (noch) nicht börsennotiert, soll aber die unglaubliche Summe von 50 Milliarden US-Dollar wert sein.

Geschichte
Facebook wurde 2004 vom damaligen Harvard-Studenten Mark Zuckerberg gegründet und war ursprünglich nur als Kontakt- und Austauschplattform für seine Kommilitonen gedacht. Doch dann hat sich die Zahl der Nutzer stetig vergrößert – heute steht der Zugang jedem offen.

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Wie genau funktioniert Facebook?
Wer sich neu registriert, legt ein Profil an, auf dem er sich vorstellt. Wie viel man dabei von sich preisgibt, bleibt einem selbst überlassen. Die einen laden Bilder von sich hoch und hinterlegen eine detaillierte Vita. Die anderen geben weder Aussehen noch Lebensstationen bekannt.

Dann verbindet man sich mit anderen Nutzern, indem man ihnen eine Kontaktanfrage schickt, die diese annehmen oder ablehnen können. Willigt das Gegenüber ein, ist man verbunden und kann miteinander kommunizieren – man kann seinen „Freunden“ mitteilen, was man gerade tut, sie auf interessante Neuigkeiten, Bilder und Videos aufmerksam machen, private E-Mails versenden oder live mit ihnen chatten.

Auch Firmen, Unternehmen und Organisationen, Parteien, Künstler, Politiker oder Celebrities haben eigene Facebook-Seiten. Man kann sie mit dem „Gefällt-mir-Button“, eine der bekanntesten Anwendungen in Facebook, „abonnieren“ und erhält dann automatisch deren neueste Nachrichten. Man kann aber auch nur einzelne Artikel oder Videos als „gefällt mir“ markieren oder „teilen“ und so Freunde darauf aufmerksam machen.

So entsteht nach und nach ein Online-Äquivalent der eigenen Person mit Kontaktdaten, Fotos und eigenem Freundeskreis, ja selbst mit Interessen oder politischen Überzeugungen. Wer es einsieht, kann sich ein gutes Bild der entsprechenden Person machen – es sei denn, man schirmt sein Profil vor fremden Einblicken ab.

Datenschutz
Facebook zieht regelmäßig die Kritik der Datenschützer auf sich. Hauptthema ist die Frage, wem die veröffentlichten Daten und Fotos gehören – weiterhin den Nutzern oder Facebook. Facebook ändert seine Nutzungsbedingungen laufend und war in der Vergangenheit nicht unbedingt dafür berühmt, diese Veränderungen im Datenschutz offen zu kommunizieren. Zudem ist es nicht ganz einfach, sein Profil umfassend zu schützen und es tatsächlich nur Freunden und nicht der gesamten Webgemeinde zu öffnen. Die entsprechenden Felder, die man anklicken muss, sind meist sehr versteckt. Und last but not least macht man leicht Fehler: Die Geburtstagsparty eines jungen Mädchens, das versehentlich per Facebook die ganze Welt eingeladen hatte, machte Schlagzeilen.

Auch die personalisierte Werbung, über die Facebook sich größtenteils finanziert, kann problematisch erscheinen: Welche Daten hier wie genau, von wem und zu welchem Zweck eingelesen und verarbeitet werden, ist unklar.

Was sollte man beachten?
Überlegen Sie gut, was Sie online stellen – und halten Sie sich möglichst bedeckt. Vor allem mit Kritik am Arbeitgeber sollte man sich zurückhalten. Plaudert man Interna aus und beschwert sich über seinen Arbeitgeber oder Kollegen verstößt man möglicherweise gegen das Loyalitätsgebot – unter Umständen kann das Verhalten sogar als Verleumdung interpretiert werden.

Achten Sie also darauf, welche Statusmeldungen, Videos oder Links Sie posten – und von wem diese eingesehen werden können. Überprüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen genau, und stellen Sie sicher, dass nur die „Freunde“ Ihre Meldungen sehen, die sie auch wirklich sehen sollen. Nehmen Sie nur Freundschaftsanfragen von Menschen an, die Sie gut kennen und mit denen Sie auch tatsächlich interagieren wollen. Auf jeden Fall aber sollte Ihr Profil nicht für jeden oder gar über Suchmaschinen einsichtig sein. Es ist durchaus üblich, dass Personalabteilungen im Internet über Bewerberinnen und Bewerbern recherchieren – und wenn sie dann dabei auf Bilder stoßen, auf denen man Sie leicht bekleidet, aber stark betrunken feiern sieht, brauchen Sie wohl nicht mehr auf ein Bewerbungsgespräch zu hoffen.

Überlegen Sie es sich auch gut, ob Sie sich tatsächlich mit Kollegen oder gar Ihrem Chef über Facebook vernetzen wollen. Kollegen, mit denen Sie befreundet sind, sind ihrerseits wieder mit Kollegen befreundet, die Sie womöglich gar nicht kennen – und so ziehen Ihre Veröffentlichungen weitere Kreise, als Sie sich das vorstellen können. Es gibt die Möglichkeit, Freunde in Gruppen einzuteilen und ihnen unterschiedliche „Einsehrechte“ zu erteilen, also zum Beispiel festzulegen, dass die Gruppe „Kollegen“ private Fotos nicht sehen kann. Im Übrigen: Xing oder LinkedIn sind soziale Netzwerke, die einen explizit professionellen Hintergrund aufweisen – eine klare Trennung zwischen privatem und professionellem Leben ist also möglich.

Trotzdem gilt ganz allgemein: Man sollte sehr sparsam mit persönlichen Daten umgehen und nur das veröffentlichen, was unbedingt nötig ist.

Bild: Facebook – Himmel oder Hölle? © Alexander Klaus / pixelio.de