LeitzKnowHow
Eine Rede halten
 
Ausgerechnet Sie sollen die Rede halten. Entweder, weil Sie den engsten
Kontakt zum Jubilar oder zur Jubilarin haben. Oder weil Sie der oder die
direkte Vorgesetzte sind. Vielleicht auch, weil Sie ihn oder sie am
längsten kennen. Warum auch immer: Es ist jedenfalls kein Zufall, dass
es genau Sie trifft. Und deshalb sollten Sie sich auch selbst um Ihre
Rede kümmern und auf keinen Fall jemand anderes bitten, ein Manuskript
für Sie zu schreiben. Nur wenn Ihre Rede zu Ihnen passt, ist sie
überzeugend.
Sie können es! Ganz bestimmt. Keine Angst! Im Übrigen: Es handelt sich nicht um eine Prüfung, bei der man durchfallen kann. Eigentlich geht es nur darum, einige freundliche, nette Worte zu sagen. Und jeder ihrer Zuhörer weiß: Nobody is perfect.
Nehmen Sie Ihre Aufgabe aber auch nicht zu leicht: Jemand soll geehrt werden. Ihre Rede ist Teil dieser Ehrung. Geben Sie sich Mühe – und zwar nicht nur, weil Sie sich nicht blamieren wollen. Sondern in erster Linie deshalb, weil der Anlass für denjenigen, der geehrt werden soll, ein ganz besonderer ist. Er soll sich tatsächlich geehrt fühlen und sich lange und gerne an Ihre Worte erinnern. Das wird er aber nur, wenn er merkt, dass Sie kein 08-15-Programm abspulen. Verletzen Sie also niemanden, nur weil Sie sich keine Arbeit machen wollen.
Nehmen Sie sich für die Vorbereitung Zeit. Das heißt nicht, dass Sie stundenlang über dem Manuskript brüten müssen. Sondern, dass gute Ideen nicht vom Himmel fallen – und schon gar nicht ausgerechnet dann, wenn man sie dringend braucht. Gedankenblitze kommen oft viel mehr in Momenten, in denen man eigentlich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt ist. Beginnen Sie mit dem Redeschreiben also nicht erst in letzter Minute.
Was?
Vielleicht fällt Ihnen Ihre Aufgabe leichter, wenn Sie sich bewusst machen, dass es völlig richtig ist, allerhöchstens fünf Minuten zu sprechen.
Gedichte und Zitate können eine Rede auflockern. Allerdings nur, wenn es nicht zu viele sind. Außerdem müssen sie zum Anlass passen, einen persönlichen Bezug haben und dürfen nicht platt oder abgedroschen wirken.
Sprechen Sie darüber, was Sie empfinden. Doch reden Sie nicht nur über sich. Denn es geht bei der Feier nicht um Sie, sondern um den Kollegen oder die Kollegin, die es zu ehren gilt. Er oder sie soll im Mittelpunkt stehen – und nicht Sie.
Was fällt Ihnen zum Thema ein? Was verbinden Sie mit einem Jubiläum oder Geburtstag, der Verabschiedung in den Ruhestand, dem Wechsel in eine andere Stadt? Was fällt Ihnen zur Hauptperson ein? An welche Erlebnisse erinnern Sie sich? Gab es besondere Erfolge? Schwere oder ungewöhnliche Aufgaben, die zu meistern waren? Sonstige Highlights? Was charakterisiert den Betreffenden besonders gut?
Anekdoten haften im Gedächtnis und machen Ihre Rede persönlicher und spannender. Aber: Jetzt ist nicht die Zeit, endlich einmal mit dem Betroffenen abzurechnen. Sticheleien oder Sarkasmus sind ebenso unangebracht wie das Wiederkauen peinlicher Erlebnisse – egal, ob sie bei einer Weihnachtsfeier oder einem Kundenbesuch passiert sind. Pleiten, Pech und Pannen können mit etwas Abstand nach Jahren durchaus witzig sein. Manche sind es aber auch dann nicht – man sollte sie einfach in Vergessenheit geraten lassen. Auch Geschichten aus dem Privatleben sollte man nicht hier ausbreiten. Es ist gut, wenn Sie Ihre Zuhörer zum Schmunzeln bringen – aber Ihre Ausführungen dürfen für niemanden peinlich sein. Und Sie sollten nicht so wirken, als wollten sie zwanghaft witzig sein. Man sollte Ihnen gerne und mit Vergnügen zuhören.
Sie können es! Ganz bestimmt. Keine Angst! Im Übrigen: Es handelt sich nicht um eine Prüfung, bei der man durchfallen kann. Eigentlich geht es nur darum, einige freundliche, nette Worte zu sagen. Und jeder ihrer Zuhörer weiß: Nobody is perfect.
Nehmen Sie Ihre Aufgabe aber auch nicht zu leicht: Jemand soll geehrt werden. Ihre Rede ist Teil dieser Ehrung. Geben Sie sich Mühe – und zwar nicht nur, weil Sie sich nicht blamieren wollen. Sondern in erster Linie deshalb, weil der Anlass für denjenigen, der geehrt werden soll, ein ganz besonderer ist. Er soll sich tatsächlich geehrt fühlen und sich lange und gerne an Ihre Worte erinnern. Das wird er aber nur, wenn er merkt, dass Sie kein 08-15-Programm abspulen. Verletzen Sie also niemanden, nur weil Sie sich keine Arbeit machen wollen.
Nehmen Sie sich für die Vorbereitung Zeit. Das heißt nicht, dass Sie stundenlang über dem Manuskript brüten müssen. Sondern, dass gute Ideen nicht vom Himmel fallen – und schon gar nicht ausgerechnet dann, wenn man sie dringend braucht. Gedankenblitze kommen oft viel mehr in Momenten, in denen man eigentlich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt ist. Beginnen Sie mit dem Redeschreiben also nicht erst in letzter Minute.
Was?
Vielleicht fällt Ihnen Ihre Aufgabe leichter, wenn Sie sich bewusst machen, dass es völlig richtig ist, allerhöchstens fünf Minuten zu sprechen.
Gedichte und Zitate können eine Rede auflockern. Allerdings nur, wenn es nicht zu viele sind. Außerdem müssen sie zum Anlass passen, einen persönlichen Bezug haben und dürfen nicht platt oder abgedroschen wirken.
Sprechen Sie darüber, was Sie empfinden. Doch reden Sie nicht nur über sich. Denn es geht bei der Feier nicht um Sie, sondern um den Kollegen oder die Kollegin, die es zu ehren gilt. Er oder sie soll im Mittelpunkt stehen – und nicht Sie.
Was fällt Ihnen zum Thema ein? Was verbinden Sie mit einem Jubiläum oder Geburtstag, der Verabschiedung in den Ruhestand, dem Wechsel in eine andere Stadt? Was fällt Ihnen zur Hauptperson ein? An welche Erlebnisse erinnern Sie sich? Gab es besondere Erfolge? Schwere oder ungewöhnliche Aufgaben, die zu meistern waren? Sonstige Highlights? Was charakterisiert den Betreffenden besonders gut?
Anekdoten haften im Gedächtnis und machen Ihre Rede persönlicher und spannender. Aber: Jetzt ist nicht die Zeit, endlich einmal mit dem Betroffenen abzurechnen. Sticheleien oder Sarkasmus sind ebenso unangebracht wie das Wiederkauen peinlicher Erlebnisse – egal, ob sie bei einer Weihnachtsfeier oder einem Kundenbesuch passiert sind. Pleiten, Pech und Pannen können mit etwas Abstand nach Jahren durchaus witzig sein. Manche sind es aber auch dann nicht – man sollte sie einfach in Vergessenheit geraten lassen. Auch Geschichten aus dem Privatleben sollte man nicht hier ausbreiten. Es ist gut, wenn Sie Ihre Zuhörer zum Schmunzeln bringen – aber Ihre Ausführungen dürfen für niemanden peinlich sein. Und Sie sollten nicht so wirken, als wollten sie zwanghaft witzig sein. Man sollte Ihnen gerne und mit Vergnügen zuhören.

Wie?
Schreiben Sie erst einmal alles auf, was Ihnen einfällt. Sortieren und gliedern Sie dann Ihre Ideen und streichen Sie alles, was doppelt ist. Gibt es vielleicht einen Gedanken, der sich zu einer Art Leitmotiv ausbauen lässt?
Wenn Sie überhaupt keine Übung im Redehalten haben, dann sollten Sie Ihre Ansprache ausformulieren. Denken Sie dabei daran, dass es um eine Rede und nicht um einen Artikel geht. Schreiben Sie also so, wie Sie auch sprechen würden. Die Sätze sollten eher kurz und keinesfalls verschachtelt sein. Ihre Zuhörer müssen Ihnen folgen können – sie haben keine Möglichkeit, nochmals nachzulesen, was sie nicht verstanden haben. Sprechen Sie die Hauptperson und auch die anderen Zuhörer immer wieder direkt und ganz persönlich an.
Wenn Sie eher zu den fortgeschrittenen Rednern zählen, dann ist es oft besser, sich nur Stichworte zu notieren. Ihre Rede wirkt dann spontaner.
Nutzen Sie Karteikarten. Sie sind stabiler als normales Din-A4-Druckerpapier, und das ist von Vorteil, wenn Sie Ihre Rede ohne Redepult halten, auf dem Sie die Blätter ablegen können. Außerdem haben Sie dann etwas zum Festhalten, sollten Ihre Hände vor Nervosität zittern.
Üben Sie. Halten Sie Ihre Rede vor privatem Publikum – oder notfalls vor der Zimmerlinde. Auf jeden Fall aber laut. Nur so merken Sie, ob manche Sätze so kompliziert sind, dass Sie ins Stolpern kommen. Und nur so können Sie feststellen, wie lange die Rede wirklich ist.
Sprechen Sie langsam und möglichst natürlich – leiern Sie nicht, betonen Sie aber auch nicht übertrieben. Sollten Sie je den Faden verlieren, dann ist das kein Grund zur Panik: Machen Sie einfach eine Pause und denken Sie kurz nach. Was Ihnen wie ein langes Loch vorkommt, wird von den Zuhörern oft gar nicht bemerkt. Finden Sie den Faden nicht gleich wieder, dann sagen Sie es einfach. Sie werden keinen Spott ernten. Alle werden sich freuen, wenn Sie sich wieder erinnern, wo Sie stehen geblieben sind – und manche werden Ihnen vielleicht sogar dabei helfen.
Bild: aboutpixel.de © Rainer Sturm
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» Redeangst überwinden