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Effektiv recherchieren

Wer richtig sucht, der findet!
















Wer heutzutage einen Namen, ein Bild oder eine allgemeine Information sucht, muss nicht mehr stundenlang Zeitungen auswerten oder dicke Enzyklopädien wälzen. Kurz im Internet surfen – schon hat man massenhaft Hinweise. Soweit die Theorie. Doch wer schon mal ein Thema via Suchmaschine recherchiert hat, weiß, dass man oft so viele Treffer bekommt, dass man gar nicht alle sichten kann!

Solche Probleme treten vor allem dann auf, wenn man die Suchmaschine mit sehr allgemein gehaltenen Begriffen füttert. Wie man zu guten Ergebnissen kommt, welche Maschinen die Übersichtlichsten sind und wie das ganze Suchsystem eigentlich funktioniert – dieses Wissen ist hilfreich auf dem Streifzug durchs world wide web.

Die Suche nach der Suchmaschine

Es gibt viele verschiedene Suchsysteme und die meisten funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien. Zunächst einmal unterscheidet man Volltextsuchmaschinen und Suchkataloge.

Bei der Volltextsuche (z.B. www.google.de oder de.altavista.com ) geben Sie ein Suchwort ein und das Programm listet dann Internetseiten auf, in denen dieses Wort vorkommt. Die Reihenfolge der Auflistung hängt mit der Prominenz Ihres Wortes auf den jeweiligen Websides zusammen – erschrecken Sie also nicht, wenn die Maschine Ihnen Tausend gefundene Seiten anzeigt – die letzten Dreitausend dürften nur noch wenig mit Ihrem Thema zu tun haben.

Die zweite Möglichkeit, an Informationen zu kommen, sind die sogenannten Suchkataloge (z.B.de.yahoo.com oder web.de ). Hier werden die Webseiten nicht von einem Computerprogramm, sondern von einer Redaktion gesucht und zusammengestellt. Deshalb kann man bei Katalogen von einer wesentlich höheren Textqualität ausgehen, wird allerdings nicht so viele Seiten aufgelistet bekommen wie bei einer Volltextsuche.
 
Wenn Sie in einer Suchmaschine nach einem bestimmten Thema geforscht, aber kein vernünftiges Ergebnis bekommen haben, sollten Sie es über eine Metasuchmaschine probieren (z.B. www.metager.de oder www.hotbot.com ). Diese Systeme koppeln die Vorteile einer Volltextsuche mit denen eines Suchkatalogs. So können Sie eine viel größere Bandbreite abdecken, als wenn Sie über mehrere Maschinen suchen. Bei allgemeinen Themenbereichen sollten Sie allerdings besser keine Metasuche durchführen. Es würde ewig dauern, bis alle Ergebnisse vorlägen und die Informationsmenge wäre viel zu groß.

Um an Infos aus ganz bestimmten Themenkreisen zu gelangen, empfiehlt es sich, auf spezifischen Suchseiten zu recherchieren. Adressen oder Telefonnummern findet man z.B. über www.teleauskunft.de oder bigfoot.whitepages.com . Fragen der Rechtschreibung klärt die Homepage des Dudenverlag . Begriffe kann man sich bei www.wissen.de oder anderen enzyklopädischen Seiten erläutern lassen. Und wer ein Schreiben oder eine Rede mit einem hübschen Zitat auflockern will, dem hilft zum Beispiel die komma-net-Zitatenbank.

Wer allerdings Probleme mit seinem Englisch oder Französisch hat, der sollte auf soziale Kontakte bauen: Fragen Sie lieber eine Kollegin oder einen Kollegen nach dem richtigen Begriff, als auf ein Übersetzungsprogramm zu vertrauen – das Ergebnis, das Ihnen dort angeboten wird, ist meist grauenvoll.

Mit dem richtigen Suchwort zum Ergebnis

Grundsätzlich besitzt jede Suchmaschine eigene Kriterien. Dazu lesen Sie am besten die Angaben, die dort verzeichnet sind. Um die Suche einzugrenzen, empfiehlt es sich, immer einen ganz themenspeziellen Begriff oder mehrere Wörter in ein Suchfeld einzugeben. Wenn Sie Wörter miteinander verknüpfen, sollten Sie auf den genauen Zusammenhang achten und die allgemeinen Begriffe vorne anstellen. Wenn Sie zum Beispiel einen Partyservice in Berlin suchen, geben Sie ein: Partyservice+Berlin.
 
Google ist wohl die am einfachsten zu bedienende Volltextsuchmaschine. Hier brauchen Sie beispielsweise keine Zeichen, um Stichwörter miteinander zu verbinden – ein Leerzeichen genügt. Da aber sehr häufig vorkommende Begriffe wie „am“ oder „der“ einfach ignoriert werden, sollten Sie, wenn das Wort für Ihre Suche relevant ist, ein Pluszeichen davor setzen. Ein solches Zeichen entspricht einer Hervorhebung. Suchen Sie nach einem zusammenhängenden Satzteil wie z.B. einem Liedtitel oder Zitat, sollten Sie die Wörter in Anführungszeichen in der Stichwortzeile eingeben.

Manchmal möchte man auch etwas ausschließen. In diesem Fall setzt man ein Minuszeichen vor den Begriff; er wird dann bei der Suche nicht berücksichtigt (Mallorca Strand –Ballermann).

Und wenn man das Stichwort auf der Ergebnis-Webseite nicht findet, weil sie so textlastig ist? Drücken Sie die Tasten „strg“ und „f“, es öffnet sich ein Textfenster, in das Sie Ihr Stichwort nochmals eingeben. Klicken Sie dann auf „Weitersuchen“ und das gesuchte Wort wird auf der Seite gehighlightet.

So kompliziert die Bedienung auch klingen mag, wer einmal seine Lieblingssuchmaschine gefunden hat, kommt damit schnell zurecht, und spätestens nach einigen Recherchen weiß man, worauf man achten muss.