Themen

 
Deutschlands beste/r Sekretär/in

 
Downloads, Newsletter

 

E-Mails sicher verschicken

Vorsicht vor E-Mail-Spionage!
Geschäftsdaten und vertrauliche Nachrichten werden schon lange nicht mehr nur per Post verschickt. Gerade, wenn die Information den Partner oder Kunden schnell und kostengünstig erreichen soll, versenden wir sie gerne als E-Mail, anstatt umständlich Briefe zu schreiben, sie zum Briefkasten zu bringen – und dann nicht sicher zu sein, ob das Ganze auch rechtzeitig ankommt.

Doch dieses Easy-going mit dem Internet und der E-Mail ist nicht ungefährlich. Denn Wirtschaftsspionage gibt es eben nicht nur in Krimis, sondern immer mehr auch im wirklichen Leben. Und selbst wenn die Daten einfach nur Neugierigen in die Hände fallen, die sich ein wenig mit Computern auskennen, kann das sehr unangenehme Folgen haben.

Machen Sie sich klar, dass jede Mail, die Sie versenden, nicht auf direktem Weg zu ihrem Empfänger gelangt, sondern zuerst einmal durch einen Großteil des weltweiten Datennetzes transferiert wird, bis sie den eigentlichen Empfangsrechner findet. In dieser Zeit kann sie leicht nicht nur von anderen eingesehen und gelesen, sondern nach ihrem Eingang auch noch verändert werden. Und als wäre das nicht schlimm genug, kommt noch dazu, dass weder der Empfänger noch der Versender von solchen Aktionen irgendetwas mitbekommen.
 
















Wenn Sie nun denken, dass Ihnen so etwas schon nicht passieren wird, sollten Sie sich fragen, was Sie so sicher macht. Wie viele E-Mails haben Sie in den letzten Tagen verschickt oder empfangen? Eine ganze Menge, oder? Warum also sollte es immer nur die Anderen treffen?

Verschlüsseln Sie vertrauliche E-Mails

Die momentan sicherste Variante der E-Mail-Sicherung ist die direkte Verschlüsselung, die mit einer persönlichen Unterschrift vergleichbar ist. Sie beantragen bei speziellen Stellen ein Zertifikat, das Ihre Identität bescheinigt. Gleichzeitig bekommen Sie dort gegen Gebühr ein so genanntes Schlüsselpaar ausgestellt. Der private Schlüssel, der als Ihre persönliche elektronische Unterschrift gilt, ist auf einer Chip-Karte gespeichert, die durch einen mehrstelligen Code gesichert ist. Um den Chip zu lesen, brauchen Sie ein spezielles Lesegerät, mit dem Sie jedes Mal neu Ihre „Unterschrift“ unter ein E-Mail-Dokument setzen können, die somit chiffriert wird. Um sie lesen zu können, benötigt der Empfänger Ihren zweiten Schlüssel, den Public-key. Sobald er ihn eingegeben hat, läuft ein spezielles Entschlüsselungsprogramm über die Nachricht und macht sie dem Empfänger einsehbar. Das dazugehörige Programm lässt außerdem erkennen, ob ein unbefugter Nutzer – also jemand ohne den entsprechenden Public-key – die E-Mail einsehen wollte. So können Sie gleichzeitig Spionage-Versuchen auf die Spur kommen.

Das Public-Key-Verfahren hat auch die Gesetzgebung überzeugt, denn die elektronische Unterschrift hat laut deutschem Signaturgesetz mittlerweile genauso viel Gewicht wie eine handschriftliche. Wenn Sie sich für diese Methode entscheiden, können Sie sie deshalb bei allen unterschriftspflichtigen Dokumenten anwenden, sparen sich Post- und Briefstress und sichern sich auch noch gegen Viren und Internetwürmer ab.
 
Sichere Anlagen

Doch auch wenn sich diese Investition für Sie nicht lohnt oder wenn Sie bei vertraulichen Daten mit Anlage-Dokumenten arbeiten, gibt es Möglichkeiten, diese vor fremden Augen und Fälschungen zu schützen.

Word-Dokumente können Sie zum Beispiel vor neugierigen Blicken schützen, in dem Sie sie mit einem Code belegen, den nur Sie und der entsprechende Empfänger kennen. Unter dem Button „Extras“ aktivieren Sie die Funktion „ Dokument schützen“ und geben ein Passwort ein. Wenn Sie nicht für alle Ihre Dokumente das gleiche Wort verwenden, ist die Sicherheit relativ groß – vor professionellen Hackern sowie nachträglichen Veränderungen am Dokument durch den Empfänger oder jemanden, der Zugang zu dessen PC hat, sind Sie allerdings nicht geschützt.

Wenn Sie Ihre Dokumente fälschungssicher machen wollen, hilft Ihnen der Wechsel auf ein anderes Format – zum Beispiel das PostScript . Das Prinzip ist einfach: Ihr Text wird nicht als veränderbares Dokument, sondern quasi als Bild abgespeichert. Genauso, wie Sie einen Fotoabzug nicht nachträglich verändern können, kann hier das Dokument nicht verfälscht werden – auch nicht durch einen Computer- oder Datenfehler.

Flexibler sind Sie allerdings, wenn Sie Ihr Dokument als PDF-Datei erstellen. Dazu benötigen Sie zwar den lizenzpflichtigen PDF-Writer, können allerdings individuell bestimmen, wer welche Änderungen in welchem Umfang vornehmen darf – und natürlich können Sie Ihr Dokument auch ganz verschließen. Der Empfänger braucht nur den kostenfreien PDF-Reader – dem man im Internet herunterladen kann und den die meisten PC-Nutzer sowieso bereits haben – und kann die Nachricht problemlos lesen. Übrigens können Sie natürlich auch Ihre PDF-Datei durch ein Passwort schützen.



Bildquelle: snygo.com