LeitzKnowHow
Der Routinefalle entkommen
 
Wenn der Alltag keine Freude mehr macht, muss man sich überlegen, wie
man ihn ändern kann. Denn nur ein paar schöne Urlaubswochen im Jahr und
ansonsten Tage, die man genauso gut vom Kalender streichen könnte – das
kann nicht der Sinn des Lebens sein!
Klar, wir können nicht von heute auf morgen unseren Job hinschmeißen, wenn er keinen Spaß mehr macht. Und wir können auch nicht einfach die Familie bei Ebay anbieten, wenn sie uns zu stressig wird. Trotzdem steht nirgendwo geschrieben, dass alles genau so bleiben muss, wie es ist. Auch wenn es nicht so scheint, man kann immer etwas ändern – es muss ja nicht gleich das gesamte Leben sein. Schon kleine Schritte können große Wirkung zeigen.
Doch warum sind wir eigentlich unzufrieden? Warum rutschen wir so schnell in die Routinefalle?
Routine macht das Leben leichter
„Lass das die Susanne machen, die ist darin routiniert.“ Dieser Satz beinhaltet Vielerlei. Erstens: Susanne kann das gut. Zweitens: Sie hat das schon oft gemacht. Drittens: Sie erledigt es ohne größere Anstrengung mit links. Und viertens: Wenn es ein anderer macht, müsste er mehr Zeit und Kraft investieren.
Ist das jetzt gut oder schlecht, fragt man sich. Wäre es nicht sinnvoller, andere würden sich auch mal bemühen? Einerseits: ja! Andererseits: Nein!
Routine erleichtert unser Leben, eben weil sie es uns ermöglicht, Dinge ohne größere Anstrengung zu erledigen. Wir können kochen, nebenbei die Spülmaschine ausräumen und uns dazu noch unterhalten. Wir können beim Autofahren gleichzeitig lenken, kuppeln, schalten und Gas geben – ohne dass wir uns besonders darauf konzentrieren müssten. Wir lesen zur Entspannung die Zeitung – während die sechsjährige Tochter unserer Freundin mühsam Wort für Wort buchstabiert und mit dem Finger die Zeilen nachfährt.
Klar, wir können nicht von heute auf morgen unseren Job hinschmeißen, wenn er keinen Spaß mehr macht. Und wir können auch nicht einfach die Familie bei Ebay anbieten, wenn sie uns zu stressig wird. Trotzdem steht nirgendwo geschrieben, dass alles genau so bleiben muss, wie es ist. Auch wenn es nicht so scheint, man kann immer etwas ändern – es muss ja nicht gleich das gesamte Leben sein. Schon kleine Schritte können große Wirkung zeigen.
Doch warum sind wir eigentlich unzufrieden? Warum rutschen wir so schnell in die Routinefalle?
Routine macht das Leben leichter
„Lass das die Susanne machen, die ist darin routiniert.“ Dieser Satz beinhaltet Vielerlei. Erstens: Susanne kann das gut. Zweitens: Sie hat das schon oft gemacht. Drittens: Sie erledigt es ohne größere Anstrengung mit links. Und viertens: Wenn es ein anderer macht, müsste er mehr Zeit und Kraft investieren.
Ist das jetzt gut oder schlecht, fragt man sich. Wäre es nicht sinnvoller, andere würden sich auch mal bemühen? Einerseits: ja! Andererseits: Nein!
Routine erleichtert unser Leben, eben weil sie es uns ermöglicht, Dinge ohne größere Anstrengung zu erledigen. Wir können kochen, nebenbei die Spülmaschine ausräumen und uns dazu noch unterhalten. Wir können beim Autofahren gleichzeitig lenken, kuppeln, schalten und Gas geben – ohne dass wir uns besonders darauf konzentrieren müssten. Wir lesen zur Entspannung die Zeitung – während die sechsjährige Tochter unserer Freundin mühsam Wort für Wort buchstabiert und mit dem Finger die Zeilen nachfährt.

Routine spart aber nicht nur Kraft, sie schafft auch Sicherheit, Vertrauen und Stabilität. Deshalb bauen wir uns ein Nest, in dem alles seinen festen Platz hat. Deshalb feiern wir Weihnachten jedes Jahr gleich. Und deshalb freuen wir uns, wenn wir nach langer Zeit mal wieder in unsere Heimatstadt kommen und es das kleine Café an der Ecke noch gibt.
Routine ist also eigentlich nichts Negatives. Ohne sie könnten wir unseren Alltag gar nicht meistern. Und trotzdem – wenn alles zur Routine wird, wenn nichts mehr unsere Aufmerksamkeit erregt und Anstrengung erfordert, wird das Leben eintönig.
Früher war alles aufregend
Sicher können auch Sie sich noch an Ihre Kindheit erinnern: Im alten Kleid der Mutter wurden wir im Spiel zur Königin. Wir haben von leeren Puppentellern fürstlich gegessen, aus leeren Gläsern edlen Wein getrunken und wir hatten natürlich viele Untertanen. Wenn die uns nicht mehr dienen wollten, dann waren wir plötzlich Vater, Mutter und Kinder, stolze Ladenbesitzer mit vielen Kunden oder eine Bande wilder Räuberinnen und Räuber. Bis die Schule kam. Nun hatten wir weniger Zeit zum Spielen. Stillsitzen, zuhören, lesen und schreiben lernen war jetzt angesagt.
Was haben wir als Kinder für tolle Bilder gemalt. Bunte Zeichnungen, die Mama und Papa, Oma und Opa in Entzücken versetzten – bis wir älter wurden und die Fragen kamen: „Was ist das, ein Baum? Aber schau, ein Baum sieht doch ganz anders aus.“ Und so lernten wir, dass weniger unsere Phantasie gefragt ist, sondern dass vor allem gelobt wird, wer die Realität möglichst maßstabsgetreu wiedergeben kann.
Irgendwann kam dann die Warum-Phase: „Warum kann ich die Puppe nicht haben?“ „Warum hat der Mann nur ein Bein?“ „Warum weint die Mama?“ Und als Antwort auf unsere Neugier hörten wir nicht selten Phrasen: „Frag nicht so viel.“ „Frag nicht so dumm.“ „Das geht dich nichts an.“ „Das ist nichts für Mädchen!“
Und so haben wir manche Fragen lieber nicht mehr gestellt, andere Bilder
gemalt. Wir haben viel gelernt. Und manches verlernt. Neugierig zu sein
zum Beispiel. Oder den Dingen auf den Grund zu gehen. Oder in der
Phantasie in einer anderen Welt zu versinken. Wir haben ein großes Stück
unserer Kreativität verloren.
Aber wir können sie wiederfinden. Wir müssen es nur wollen! Und dann werden wir der Routinefalle entkommen.
Aber wir können sie wiederfinden. Wir müssen es nur wollen! Und dann werden wir der Routinefalle entkommen.