LeitzKnowHow
Corporate Identity
 
Corporate Design (CD) ist das Gestaltungsbild eines Unternehmens.
Gestaltungsmittel sind zum Beispiel eine bestimmte Firmenfarbe und
Schrift, die zusammen mit dem Logo und einem einheitlichen Layout dem
Unternehmen zu einen firmentypischen Auftritt verhelfen, in dem sie
durchgängig bei der Gestaltung der Geschäftsausstattung, den
Werbemitteln, Produktverpackungen etc. eingesetzt werden.
Corporate
Culture (CC) oder auch Corporate Behavior bezeichnet die Ausrichtung
aller Verhaltensweisen eines Unternehmens nach innen (Mitarbeitern) und
außen (Kunden, Lieferanten, Öffentlichkeit) an der Firmenphilosophie,
also der Denkweise, den Traditionen und Umgangsformen. Kurz: die
Unternehmenskultur.
Corporate Identity (CI) ist die Identität
eines Unternehmens. Sie wird geprägt von der Corporate Culture und vom
Corporate Design – also dem Verhalten und dem Aussehen. Oder einfach
formuliert: Corporate Identity ist die Summe all dessen, was ein
Unternehmen tut.
Je kleiner das Unternehmen, desto wichtiger
die CI
Wenn Sie Ansprüche gerichtlich einklagen müssten, würden
Sie damit einen Rechtsanwalt beauftragen, dessen Kanzlei aussieht, als
müsste sie dringend entrümpelt werden? Oder hätten Sie nicht Angst, dass
der Anwalt zu chaotisch agiert und womöglich wichtige Fristen verpasst?
Würden Sie bei einem Restaurant mit dem Namen Bierklause, das an seiner
Fassade per Werbebanner zu Formel-1-Übertragungen einlädt, vermuten,
dass ein Sterne-Koch in der Küche agiert? Oder deutet das nicht eher auf
Wurstsalat mit Bratkartoffeln hin?

Beide Beispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, glaubwürdig im
Markt aufzutreten. Sich ein klares Image ohne Brüche aufzubauen. Und sie
machen deutlich, dass jedes Unternehmen, sei es auch noch so klein, eine
CI hat – die Frage ist nur, ob es die richtige ist.
Schein
und Sein müssen übereinstimmen
Bei einer gelungenen CI
ist das vermittelte Bild mit dem Selbstbild des Unternehmens identisch.
Schein und Sein stimmen überein: Leitbilder stehen nicht nur auf dem
Papier, sondern werden auch umgesetzt. Produkte und Leistungen halten,
was werblich versprochen wurde. Büroausstattung, Briefe und Drucksachen
entsprechen den selbstformulierten Ansprüchen des Unternehmens. Denn nur
wenn alle Bausteine gut zusammenpassen, entsteht ein harmonisches
Gesamtbild. Und auf die Frage „Was sind wir?“ antwortet dann jeder
gleich: die Öffentlichkeit, Kunden, Mitarbeiter und der Chef oder die
Chefin.
Ein derart glaubwürdiges Profil kann ein Unternehmen – ob
groß, ob klein – nur entwickeln, wenn es weiß, was es sein will, wenn es
seine Ziele kennt und die (angestrebte) „Persönlichkeit“ des
Unternehmens klar definiert ist. Erst dann sollte man an die Umsetzung,
also z.B. die Gestaltung der Werbemittel, denken. Denn nur dann passen –
im übertragenen Sinn – die Kleider zur Person und zum Umfeld sowie
Anlass, bei dem sie getragen werden.
Sich aus der Masse abheben
So
wie jeder Mensch einzigartig ist, sollte auch jedes Unternehmen nicht
nur eine glaubwürdige, sondern auch eine unverwechselbare CI haben. Denn
als einer unter gleichen hat man kaum eine Chance, nicht in der Masse
unterzugehen. Bei der Entwicklung einer CI ist es deshalb wichtig, nicht
nur die eigenen Wünsche und Ziele zu formulieren, sondern auch den
Auftritt der Wettbewerber mit in die Analyse einzubeziehen und
entsprechende Nischen und Lücken zu besetzen.
Denn auch wenn
das Kleid noch so schön ist: Sobald beim Galaempfang alle die gleiche
Robe tragen, fällt individuelle Schönheit nicht mehr auf.