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Controlling

 

„To control“ kann mit „steuern, regeln, beherrschen“ übersetzt werden – bereits der englische Begriff umfasst also mehr als nur den Aspekt der bloßen Kontrolle. Das Controlling eines Unternehmens ist ein komplexes Steuerungs- und Koordinationskonzept, das die Geschäftsführung bei der Lenkung des Unternehmens unterstützen soll. Controller liefern die Daten, die die Verantwortlichen brauchen, um entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Bildlich gesprochen: Der Controller hat die Aufgaben eines perfekten Beifahrers. Der Fahrer nennt das Ziel – der Controller schlägt Routen vor und errechnet die Kosten. Der Fahrer beschließt dann auf dieser Basis, welche Strecke gefahren wird. Er nimmt hinter dem Steuer Platz und fährt nach eigenem Gutdünken schnell oder langsam – der Beifahrer neben ihm hat die Karte auf dem Schoß, achtet auf den Verkehrsfunk und informiert den Fahrer, wann er abbiegen muss, ob die Zeit drängt, wie weit es zur nächsten Tankstelle oder einem Rasthaus ist, wo Staus zu erwarten sind und wie man sie umfahren kann. Der Fahrer wiederum entscheidet, ob er auf der Autobahn bleibt oder die Landstraße nimmt, ob und wann er eine Pause macht und wo getankt wird.
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Planung und Budgetierung
Das Controlling ist bereits in die Planung eingebunden – inhaltlich und zeitlich. Es führt die dort in den einzelnen Bereichen erarbeiteten Teilziele zu einem stimmigen Gesamtziel für das ganze Unternehmen zusammen. Aus diesem werden dann entsprechende Maßnahmen abgeleitet, dafür notwendige Mittel und Budgets definiert sowie entsprechende Teilpläne erstellt, die schließlich aufeinander abgestimmt werden. Auch hierbei übernimmt das Controlling die zeitliche und inhaltliche Koordination des Verfahrens und erstellt die notwendigen Unterlagen.

Information
Eine weitere wichtige Aufgabe des Controllings ist das Berichtswesen: Es liefert dem Management die Zahlen, die es braucht, um den aktuellen Verlauf der Geschäfte beurteilen und das Unternehmen entsprechend lenken zu können. Stimmen Umsatz, Kosten und damit die Rentabilität? Kann man mit Vollgas weiterfahren oder muss man einen neuen Kurs einschlagen?

Das Rechnungswesen – also die Finanz- und Betriebsbuchhaltung – liefert hierzu die „nackten“ Zahlen. Das Controlling wertet diese Istwerte so aus, dass man sie den Sollwerten gegenüberstellen und sie mit ihnen vergleichen kann. Außerdem liefert das Controlling auf Basis der Istzahlen Prognosen über die künftige Entwicklung und bietet der Geschäftsleitung somit die Grundlage, Beschlüsse zu treffen – auch entsprechende Beschlussvorlagen legt das Controlling vor.

Plant die Geschäftsleitung neue Projekte und Investitionen, liefert das Controlling Informationen über deren Wirtschaftlichkeit.

Steuerung
Die Aufgaben des Controllings gehen weit über einen reinen Zahlenvergleich hinaus. Weichen die Ist- von den Sollwerten ab, ermittelt das Controlling die Ursachen sowie deren Folgen und schlägt entsprechende Maßnahmen vor. Die Geschäftsführung entscheidet dann, was realisiert werden soll.

Die Koordinierung und Moderation des gesamten Ablaufs nimmt, insbesondere bei großen Unternehmen, einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert innerhalb des Aufgabenspektrums des Controllings ein. Denn der Erfolg eines Unternehmens hängt davon ab, wie es gelenkt wird. Und eine gute Planung sowie deren Umsetzung und die laufende Überwachung der Umsetzung sind nur dann möglich, wenn alle Abteilungen und Bereiche möglichst störungsfrei zusammenarbeiten.

März 2010
Bild: bobot / photocase.com