LeitzKnowHow
Cash flow & Co.
 
Eine gute Geschäftsidee, profundes Fachwissen und viel Unternehmergeist
– darüber verfügen die meisten Selbständigen. Doch vielen mangelt es an
Wissen über finanztechnische Fragen. Man quält sich mit der Buchführung
und ist froh, wenn man die Umsatz- und Einkommensteuererklärungen
irgendwie hinbekommt. Das war’s dann aber auch schon. Spätestens beim
Termin mit der Bank ist man mit seinem Latein am Ende: Deren Vertreter
scheint chinesisch zu sprechen und folglich versteht man kein Wort. Das
ist gefährlich. Denn hinter den ganzen Fachbegriffen versteckt sich
gravierend Wichtiges: Jede Geschäftsidee – sei sie auch noch so gut –
kann nur dann erfolgreich realisiert werden, wenn die Zahlen stimmen. Um
sie beurteilen zu können, muss man sich erstens mit ihnen befassen – und
sie zweitens auch analysieren können. Nicht wenige Kleinunternehmer
scheitern, weil sie genau dazu nicht in der Lage sind.
Damit der Einstieg in das Thema leichter fällt, erläutern wir die wichtigsten Fachbegriffe. Zunächst stellen wir – vereinfacht – die zwei wichtigsten Verfahren vor, mit denen der Wert eines Unternehmens berechnet werden kann. Diese Verfahren werden nicht nur angewandt, wenn ein Unternehmen veräußert werden soll, sondern auch zur Bewertung herangezogen, wenn Kredite oder Fördermittel beantragt werden. Im Anschluss daran erklären wir weitere Termini, die immer wieder auftauchen und deren Bedeutung wichtig für Ihren unternehmerischen Alltag ist.
Ertragswertverfahren
Beim Ertragswertverfahren wird der Unternehmenswert anhand der Gewinn- und Verlustrechnung – also des Ertrags – gemessen. Es ist in Deutschland ein immer noch häufig angewendetes Verfahren, obwohl das Jahresergebnis natürlich auch Erträge enthält, die keine wirklichen Einnahmen darstellen, weil sie zum Beispiel aus der Auflösung von Rücklagen stammen und auf der Ausgabenseite auch Abschreibungen berücksichtigt werden.
Damit der Einstieg in das Thema leichter fällt, erläutern wir die wichtigsten Fachbegriffe. Zunächst stellen wir – vereinfacht – die zwei wichtigsten Verfahren vor, mit denen der Wert eines Unternehmens berechnet werden kann. Diese Verfahren werden nicht nur angewandt, wenn ein Unternehmen veräußert werden soll, sondern auch zur Bewertung herangezogen, wenn Kredite oder Fördermittel beantragt werden. Im Anschluss daran erklären wir weitere Termini, die immer wieder auftauchen und deren Bedeutung wichtig für Ihren unternehmerischen Alltag ist.
Ertragswertverfahren
Beim Ertragswertverfahren wird der Unternehmenswert anhand der Gewinn- und Verlustrechnung – also des Ertrags – gemessen. Es ist in Deutschland ein immer noch häufig angewendetes Verfahren, obwohl das Jahresergebnis natürlich auch Erträge enthält, die keine wirklichen Einnahmen darstellen, weil sie zum Beispiel aus der Auflösung von Rücklagen stammen und auf der Ausgabenseite auch Abschreibungen berücksichtigt werden.

Die Betriebsergebnisse der letzten drei Jahre – abzüglich des Unternehmerlohns, der außerordentlichen Erträge (wie zum Beispiel Zuschüsse) und plus der außerordentlichen Aufwendungen (wie zum Beispiel Spenden) – werden als Basis für eine Schätzung der in den kommenden fünf Jahren erwarteten Erträge herangezogen, die mit dem sogenannten Kapitalisierungszinsfuß (zwischen sieben und zehn Prozent) abgezinst werden.
Discounted Cash Flow Verfahren (DCF)
Dieses Verfahren stammt aus Amerika und wird immer häufiger auch bei uns angewandt. Berechnet wird der Kapitalfluss (cash flow), also der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen. Erträge, die keine Einnahmen darstellen und Aufwand, der nicht aus Ausgaben resultiert, werden im Unterschied zum Ertragswertverfahren nicht berücksichtigt. Das Ergebnis wird also um die zahlungsunwirksamen Geschäftsvorgänge korrigiert und ist deshalb aussagekräftiger.
Cash flow
Plakativ formuliert gleicht der Cash flow einem Geldbeutel. Ob voll oder leer: Er zeigt, wie viel selbst erwirtschaftetes Geld einem Unternehmen zur Verfügung steht. Für die Berechnung des Cash-Flows gibt es unterschiedliche Verfahren. Vereinfacht gesagt ergibt er sich aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens.
Cash Flow Marge
Wie man auch im Privatleben ungern ohne Geld im Portemonnaie aus dem Haus geht, sollte auch der „Geldbeutel“ eines Unternehmens niemals völlig leer sein. Schließlich muss man liquide sein, um laufende Kosten zu begleichen oder auch Lieferantenrechnungen vorfinanzieren zu können. Wie viel Geld einem gesunden Unternehmen zur Verfügung stehen sollte, berechnet man, indem man den Cash flow ins Verhältnis zum Umsatz setzt und dabei auch spezielle Branchenrisiken berücksichtigt (Cash flow marge).
Die Cash flow marge, also der Kassenfluss, sollte mindestens zehn Prozent betragen. Bei einem Ergebnis von unter zwei Prozent sollten die Alarmglocken läuten.
Kapitalrückflussquote
Die Kapitalrückflussquote bezeichnet den Cash-Flow im Verhältnis zur Bilanzsumme. Sie zeigt, welcher Einnahmenüberschuss mit dem Kapital erzielt werden konnte und sollte keinesfalls unter vier Prozent liegen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote wird berechnet, indem man das Eigenkapital und die Rückstellungen ins Verhältnis zur Bilanzsumme setzt. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto gesünder ist das Unternehmen. Kritisch ist ein Wert von unter zehn Prozent.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Der dynamische Verschuldungsgrad gibt an, wie viele Jahre ein Unternehmen braucht, um alle seine Schulden zu begleichen – und daran lässt sich das Risiko einer Finanzierung bewerten. Ist die Nettoverschuldung – also Bankverbindlichkeiten, offene Rechnungen und sonstige Schulden abzüglich der liquiden Mittel – um mehr als das Vierfache bis Sechsfache höher als der Cash-Flow, so muss dies als bedenklich gewertet werden. Denn weitere Kreditaufnahmen sind dann nur schwer möglich – und das schränkt die Möglichkeit ein, notwendige Investitionen zu finanzieren.
Umsatzrendite
Die Umsatzrendite entspricht dem Gewinn vor Steuern in Relation zum Umsatz. Sie sagt also aus, wie viel Prozent des Umsatzes als Gewinn verzeichnet werden. Liegt die Umsatzrendite unter einem Prozent, dann zahlt sich Ihre Arbeit nicht wirklich aus und Sie werden das auf Dauer nicht durchhalten können.
Krisenmanagement
Wenn Sie für Ihr Unternehmen mehrere kritische Werte errechnen, müssen Sie unbedingt Gegenmaßnahmen ergreifen und die Liquidität Ihres Unternehmens verbessern.
Möglich wäre eine Kapitalerhöhung, in dem Sie zum Beispiel einen neuen Partner mit ins Boot holen. Vielleicht gibt es auch Fördermöglichkeiten, die Sie noch nicht in Anspruch genommen haben? Zuallererst aber sollten Sie versuchen, ausstehende Forderungen einzutreiben.
Die Kapitalrückflussquote bezeichnet den Cash-Flow im Verhältnis zur Bilanzsumme. Sie zeigt, welcher Einnahmenüberschuss mit dem Kapital erzielt werden konnte und sollte keinesfalls unter vier Prozent liegen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote wird berechnet, indem man das Eigenkapital und die Rückstellungen ins Verhältnis zur Bilanzsumme setzt. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto gesünder ist das Unternehmen. Kritisch ist ein Wert von unter zehn Prozent.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Der dynamische Verschuldungsgrad gibt an, wie viele Jahre ein Unternehmen braucht, um alle seine Schulden zu begleichen – und daran lässt sich das Risiko einer Finanzierung bewerten. Ist die Nettoverschuldung – also Bankverbindlichkeiten, offene Rechnungen und sonstige Schulden abzüglich der liquiden Mittel – um mehr als das Vierfache bis Sechsfache höher als der Cash-Flow, so muss dies als bedenklich gewertet werden. Denn weitere Kreditaufnahmen sind dann nur schwer möglich – und das schränkt die Möglichkeit ein, notwendige Investitionen zu finanzieren.
Umsatzrendite
Die Umsatzrendite entspricht dem Gewinn vor Steuern in Relation zum Umsatz. Sie sagt also aus, wie viel Prozent des Umsatzes als Gewinn verzeichnet werden. Liegt die Umsatzrendite unter einem Prozent, dann zahlt sich Ihre Arbeit nicht wirklich aus und Sie werden das auf Dauer nicht durchhalten können.
Krisenmanagement
Wenn Sie für Ihr Unternehmen mehrere kritische Werte errechnen, müssen Sie unbedingt Gegenmaßnahmen ergreifen und die Liquidität Ihres Unternehmens verbessern.
Möglich wäre eine Kapitalerhöhung, in dem Sie zum Beispiel einen neuen Partner mit ins Boot holen. Vielleicht gibt es auch Fördermöglichkeiten, die Sie noch nicht in Anspruch genommen haben? Zuallererst aber sollten Sie versuchen, ausstehende Forderungen einzutreiben.