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Beruf und Freizeit

Immer nur Arbeit?
Wenn das Leben nur noch aus Arbeit besteht, macht sich auf Dauer Unzufriedenheit breit. Soziale Kontakte verkümmern. Die Familie rebelliert. Und ganz im Inneren spürt man, dass es so nicht weitergehen kann. Der Stress lässt sich auf Dauer nicht durchhalten. Gleichzeitig geht alles schwerer von der Hand. Man fühlt sich ausgebrannt. Was fehlt, ist ein Ausgleich zum anstrengenden Arbeitsalltag. Aber wie findet man einen Weg aus der Tretmühle, wenn sich die unerledigten Aufträge auf dem Schreibtisch stapeln?

Machen Sie sich erst einmal bewusst, dass auch Sie kein Übermensch sind, der dauerhaft 150% bringen kann. Spätestens nach ein paar Jahren droht der gesundheitliche Kollaps. Und gerade Krankheitstage sind für Selbständige ein Supergau. Ziehen Sie also in Ihrem eigenen Interesse rechtzeitig die Notbremse.

Freizeit ist mehr als nur arbeitsfreie Zeit

Freizeit ist kein Luxus. Sondern ein notwendiger Ausgleich, den Sie brauchen, um neue Kräfte zu sammeln. Deshalb ist es völlig falsch, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man sich mal einen freien Tag gönnt, obwohl der Job das eigentlich nicht zulässt. Wenn Sie sich diese Sichtweise zu eigen machen, haben Sie schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan.

Entsprechend sollten Sie Ihre Freizeit nicht als Verfügungsmasse betrachten, die automatisch schwindet, je mehr Sie zu tun haben. Versuchen Sie also, auch für die Nicht-Arbeitszeit zu terminieren, indem Sie zum Beispiel – zumindest an einigen Tagen in der Woche – ein festes Arbeitsende einplanen und eben nicht einfach so lange im Büro bleiben, wie es sich gerade ergibt. Setzen Sie sich zum Ziel, sich die Wochenenden der Regel frei zu halten und planen Sie sie nicht als freie Zeit ein, in der man prima dies und das im Büro erledigen kann.
 
Nehmen Sie Verabredungen mit Ihren Freunden genauso ernst wie geschäftliche Termine. Wer immer wieder wegen Arbeitsüberlastung gesellige Abende sausen lässt, zeigt seinem Umfeld wenig Achtung. Und das tut Beziehungen sicher nicht gut!

Carpe diem!

Schreiben Sie eine Woche lang vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen auf, wie Sie Ihren Tag verbringen. Oft ist uns gar nicht bewusst, wofür wir wie viel Zeit aufwenden – das „Tagebuch“ macht es deutlich. Nutzen Sie sowohl Ihre Arbeits- als auch Ihre Freizeit bewusst und verplempern Sie sie nicht. Klar, manchmal ist man so müde, dass man sich nur noch vor den Fernseher setzt – egal, was auch immer geboten wird. Ein Abendspaziergang oder eine Joggingrunde würde Ihnen aber wahrscheinlich mehr Entspannung und Befriedigung bringen.

Setzen Sie sich deshalb auch in der Freizeit feste Ziele. Sagen Sie also nicht „Ich möchte mehr Sport treiben und mich öfter mit meinen Freunden treffen“, sondern „Ab sofort gehe ich Montags zum Training und reserviere die Donnerstage für meine Freunde“.

Achten Sie aber darauf, dass Sie in Ihrer Freizeit nicht ausschließlich die Erwartungen anderer erfüllen. Freizeit dient Ihrer Erholung. Und deshalb: Kein Freizeitstress! Auch Nichtstun muss erlaubt sein.

Delegieren ist eine Kunst

Auch wenn Sie keine Mitarbeiter haben – delegieren ist immer möglich. Sie werden Ihr Büro sicher nicht selbst putzen? Wäre es nicht auch eine Hilfe, wenn Sie jemanden hätten, der Ihre Wohnung sauber macht. Ist es wirklich sinnvoll, wenn Sie in Ihrer knapp bemessenen freien Zeit das Wohnzimmer renovieren? Oder wäre es nicht eine gute Entscheidung, einen Maler zu rufen?
 
















Müssen Sie im Büro die Buchhaltung wirklich selbst machen? Und gibt es nicht jede Menge Organisatorisches, mit dessen Erledigung Sie stundenweise eine Hilfskraft beauftragen könnten?

Sortieren Sie Ihre Arbeit in A-, B-, und C-Aufgaben. A-Aufgaben sind wichtig und müssen von Ihnen selbst erledigt werden. B-Aufgaben sind zwar wichtig, aber nicht so dringlich. Sie können entweder später bearbeitet oder sogar delegiert werden. C-Aufgaben nehmen zwar viel Zeit in Anspruch – bringen Sie aber dem Erfolg nicht wirklich näher: Sie arbeiten also effektiver, wenn Sie diese Tätigkeiten delegieren.

Mit Hilfe unseres Kurses Zeitmanagement können Sie außerdem Schritt für Schritt lernen, wie Sie Ihre Zeit sinnvoller nutzen und auch dadurch zu einer ausgewogeneren Balance zwischen Beruf und Freizeit finden können. Sie finden ihn, wenn Sie sich bei LeitzKnowhow registriert haben.

Denken Sie daran: Am Ende Ihres Lebens werden Sie bestimmt nicht sagen: "Oh, hätte ich doch nur an mehr Sitzungen teilgenommen...".