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Aktive Betriebsausflüge

 

Betriebsausflüge sind ja eigentlich eine gute Einrichtung. Denn sie sind eine nette Geste des Arbeitsgebers, der seinen Mitarbeitern mit einem Ausflug für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit dankt. Man hat mal Zeit, Kollegen und Kolleginnen in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen, gemeinsam einen Tag außerhalb des Büros zu verbringen und Spaß zu haben. Und doch graut vielen vor den jedes Jahr gleich langweiligen Bootsfahrten mit Alleinunterhalter oder Bustouren mit anschließender Wanderung und Besichtigung irgendwelcher Dorfkirchen. Nicht, dass ein derartiger Ausflug generell eine schlechte Idee wäre – aber er muss ja nicht jedes Jahr im gleichen Muster ablaufen.

Wurden Sie dieses Jahr mit der Planung betraut, dann nutzen Sie die Chance, sich und den anderen einen wirklich schönen Tag zu organisieren, von dem man später noch lange sprechen wird – und für den Sie ein dickes Lob einsacken dürfen.

Gut geplant ist halb gewonnen
Je nachdem, wie groß Ihr Etat ist, wie lange die Veranstaltung dauern soll und wie viele Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind, sollten Sie genügend Zeit für die Organisation einplanen – zwei bis drei Monate vorher sollten Sie mindestens mit den Vorbereitungen beginnen.

Passen Sie den Ausflug den Bedürfnissen Ihrer Kollegen und Kolleginnen an: Sind in Ihrem Unternehmen hauptsächlich ältere Semester beschäftigt, sollten Sie keine sportlichen Höchstleistungen erwarten und auf harte Technomusik als musikalische Untermalung verzichten. Gibt es eine männliche Mehrheit, wird mindestens 50 Prozent der Teilnehmer protestieren, wenn Sie einen Ballett- oder Opernabend ankündigen. Denken Sie auch an behinderte Kollegen: Es muss möglich sein, dass sie an der Veranstaltung teilnehmen, ohne dass sie sich wie ein lästiges Gepäckstück vorkommen.
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Beginnen Sie Ihre Planung am besten mit einem kleinen Brainstorming. Schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen zum Thema „Betriebsausflug“ einfällt. Sortieren Sie Ihre Ideen mittels eines Rankings und prüfen Sie schließlich, welcher Ihrer Favoriten auch wirklich durchführbar ist – denken Sie dabei an Ihren Etat und vor allem auch an die Jahreszeit, in der der Ausflug stattfinden soll.

Vergessen Sie nicht: Ein Betriebsausflug soll allen Spaß machen. Verzichten Sie also bitte auf zwanghafte Gesellschaftsspielchen, bei denen alle mitmachen müssen – und ein Großteil der Kollegen sich am liebsten in die Büsche schlagen würde.

Sommerzeit = Ausflugszeit
Wenn der Ausflug in der wärmeren Jahreshälfte stattfinden soll, haben Sie es natürlich leichter. Große Märsche durch Gottes Natur sind nicht jedermanns Sache, ein bisschen Bewegung aber schadet nie. Und wenn Sie das Ganze nicht als Wanderung, sondern als Freiluft-Dinner ankündigen, zu dem man eben erst mal hinspazieren muss, wird sicher niemand meckern.

Man könnte natürlich auch mit von Pferden gezogenen Planwagen zu einem schönen See fahren, dort zünftig picknicken – und wer möchte, kann ein erfrischendes Bad nehmen.

Mit weniger Aufwand zu organisieren ist ein Besuch in einem Vergnügungspark. Die Betreiber derartiger Locations haben große Erfahrung mit Betriebsausflügen und werden Ihnen sicher interessante Vorschläge machen.

Oder Sie mieten einfach einen Biergarten an und stellen Sie den Nachmittag oder Abend unter ein Motto – zum Beispiel Südamerika. Verzichten Sie auf den Alleinunterhalter am Keyboard und buchen Sie stattdessen eine rassige Sängerin, die Ihre Kollegen und Kolleginnen auf die Tanzfläche treibt. Wenn Sie dann noch jemanden finden, der einen lockeren Salsa-Anfängerkurs geben kann, können Sie sicher sein: Es wird ein unterhaltsamer Abend werden.
Winterzeit = Ausflugszeit
Soll Ihr Betriebsausflug im Winter stattfinden, haben Sie es etwas schwerer. Doch keine Angst, auch bei Eis und Schnee gibt es unzählige Möglichkeiten, einen für alle vergnüglichen Tag zu organisieren.

Ein Museumsbesuch oder eine Schlossbesichtigung? Das reizt zum Gähnen. Nicht unbedingt: Denn oft werden Sonderführungen angeboten, die sehr viel Spaß machen. So zum Beispiel, wenn ein Baron die Bürgerlichen mit den Gepflogenheiten am Hofe vertraut macht, oder wenn eine Kammerzofe zeigt, wie der Speiseaufzug funktioniert, welche Geheimgänge es gibt und wie die prunkvollen Räumlichkeiten beheizt werden.

Auch eine Weinprobe im tiefen Keller eines Winzers, ein Spaziergang mit Fackeln durch den Winterwald und anschließendem Aufwärmen in einer zünftigen Dorfbeize oder der Besuch einer Sternwarte mit darauf folgendem Candle-Light-Dinner versprechen schöne Stunden.

Was ebenfalls riesigen Spaß macht: Mieten Sie eine Bowlinghalle (tagsüber ist das meistens gar nicht teuer) und veranstalten Sie mit der ganzen Belegschaft ein Bowlingturnier. Natürlich muss es anschließend eine richtige Siegerehrung geben, bei der der Gewinner – oder das Siegerteam – einen großen Pokal überreicht bekommt. Keine Angst: Auch wer noch nie eine Bowling-Kugel in der Hand hatte, kann die Wurftechnik nach wenigen Probewürfen schnell lernen. Und die heutigen Bowlinghallen haben längst nicht mehr den muffigen Charme alter Kegelbahnen!